Großes Interesse bei BürgerInnenversammlung zum Althangrund

Der Bezirk informierte am 24. Jänner 2019 über das Stadtentwicklungsgebiet am Althangrund. Ideen wurden vorgestellt, Fragen gesammelt und der wesentliche Punkt "leistbares Wohnen" erörtert.

Das Areal am Franz-Josefs-Bahnhof wird neu gestaltet. Bezirksvorsteherin Saya Ahmad lud am 24. Jänner 2019 zu einer BürgerInnenversammlung. Fast 400 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung, um sich über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren.

In dem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal fand eine lebhafte, teilweise auch kontrovers geführte Diskussion statt. Inhaltlich ging es zunächst um den aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen der Stadt und dem Investor 6B47, die bisherige Entwicklung am Althangrund, die Position des Bezirks sowie die Anliegen der BürgerInneninitiative Lebenswerter Althangrund. In der Diskussion eröffnete sich im Anschluss eine große Bandbreite an Themen. Von Fragen über einen möglichen Baubeginn über Interesse an zukünftiger Infrastruktur wie Kindergarten und Schule bis hin zu Fragen und Anmerkungen betreffend den Franz-Josefs-Bahnhof, Tiefgaragen-Konzepte und Barrierefreiheit.

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad:

Es war mir wichtig, eine Veranstaltung zu organisieren, bei der alle zu Wort kommen können und viel Raum für Diskussion ist. Denn der Althangrund beschäftigt uns alle schon eine lange Zeit. Es gibt deshalb nicht nur viele Fragen zum Projekt, sondern auch viele Ideen, die vorgestellt werden konnten.

  • Mitschrift der Diskussion bei der BürgerInnenversammlung am 24. Jänner 2019: 191 KB PDF
  • Präsentation des Investors 6B47 : 2,2 MB PDF

Gesammelte Fragen und Anliegen

Auf Grundlage der bisherigen Diskussionen sowie der Beiträge im Zuge der BürgerInnenversammlung (vor Ort und via Facebook) wird es hier in Kürze eine Sammlung aller Fragen und Antworten zum Projekt geben.

Leistbares Wohnen

Ein zentrales Thema, sowohl bei der BürgerInnenversammlung als auch bei den laufenden Verhandlungen zwischen Stadt und Investor, ist leistbares Wohnen. Der Bezirksvorsteherin ist es wichtig, dass das Areal nachhaltig und sinnvoll gestaltet wird. Das soll eine hohe Lebensqualität für die jetzigen und künftigen Anrainerinnen und Anrainer schaffen.

Die Grundlagen dafür bieten die Stellungnahme des Bezirks zum Projekt sowie das städtebauliche Leitbild. Letzteres ist in einem gemeinsamen Prozess mit den projektbeteiligten Parteien, auch dem Investor 6B47, entstanden. Es enthält unter anderem die Einigung auf 50 Prozent sozial gebundenen Wohnraum.

  • Stellungnahme der Bezirksvertretung Alsergrund vom 17. Jänner 2018 zum Planentwurf Nr. 8233: 430 KB PDF
  • Lokales städtebauliches Leitbild (einstimmiger STEK-Beschluss): 3,6 MB PDF

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad:

Wenn die Mieten im innerstädtischen Raum weiterhin steigen, können sich kaum noch Menschen Wohnungen im Neunten leisten. Zustände wie in vielen anderen europäischen Großstädten wie London oder Paris, wo die Reichen im Zentrum leben und in den Außenbezirken jene, die sich das Leben kaum leisten können, müssen für uns mahnende Beispiele sein, wie Stadtplanung eben nicht funktioniert. Mir geht es darum, dass hier ein guter Mix aus Wohnungen entsteht - und zwar eben auch für jene, die keine besonders dicke Geldbörse haben. Nur so können wir dem Druck am Wohnungsmarkt begegnen und letztendlich den sozialen Frieden gewährleisten.

Siegerprojekt Althan Quartier

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