Neugestaltung des Servitenviertels

Die Servitengasse und ein Teil der Grüntorgasse wird zu einer Fußgänger*innen-Zone umgestaltet. Nach dem breit angelegten Beteiligungsprozess findet aktuell die Detailplanung statt.

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad in der Servitengasse, im Hintergrund Lokale, Geschäfte und Autos

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad in der Servitengasse

Seit längerer Zeit gibt es den Wunsch der Bewohner*innen, etwas gegen den Durchzugsverkehr in der Servitengasse zu unternehmen. Die Wohnstraße hat sich im Laufe der Zeit durch die Zusammenarbeit von vielen kleinen Lokalen, dem Wochenmarkt, der Pfarre, den Anrainer*innen sowie der Bezirkspolitik zu einem beliebten Aufenthaltsort entwickelt. Doch noch steht den Autos zu viel und den Menschen zu wenig Platz zur Verfügung. An das Durchfahrtsverbot halten sich nur wenige Menschen. Die Neugestaltung soll das ändern.

Beschluss zur Neugestaltung 2021

Im November 2021 beschloss das Bezirksparlament die Neugestaltung des Servitenviertels. Dem Beschluss geht ein breit angelegter Beteiligungsprozess zur Umgestaltung der Servitengasse voraus. Dieser brachte ein klares Ergebnis und deutliche Zustimmung zu einer Verkehrsberuhigung, einer Modernisierung und einer aktiven Klimapolitik im Grätzl.

Viele Ideen und Anregungen sind in die Planungen eingeflossen. Nachdem die Verkehrsorganisation im Bezirksparlament beschlossen wurde, geht es jetzt in die Detailplanungen.

Maßnahmen für mehr Platz im Servitenviertel

Grafik zur Umgestaltung des Servitenviertel

Die Neugestaltung des Servitenviertels bringt mehr Platz für die Bewohner*innen und Nutzer*innen des Grätzls. Die Verkehrsorganisation orientiert sich an den Wünschen der Bewohner*innen. Somit wird eine kluge Lösung für die Zu- und Abfahrt mit einer Verkehrsberuhigung kombiniert.

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad: "Mein Anspruch war es immer, den öffentlichen Raum mutig zu denken und so zu gestalten, dass ihn auch alle gut nutzen können. Besonders die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig der Aufenthalt an der frischen Luft ist. Das Projekt bedeutet für das gesamte Grätzl eine echte Aufwertung. Ich freue mich schon jetzt auf eine moderne, verkehrsberuhigte und klimafitte Serviten- und Grünentorgasse, die für alle da ist. Denn der öffentliche Raum gehört uns allen".

Verkehrsberuhigung

Folgende Verkehrsänderungen gibt es:

  • Die neue Fußgänger*innen-Zone beginnt ab Servitengasse 5/6 und erstreckt sich bis zu einem Teil der Grünentorgasse.
  • Die Zufahrt zur nördlichen Servitengasse ist weiterhin möglich. Diese wird als Wohnstraße geführt. Bauliche Maßnahmen sollen zu einer Verkehrsberuhigung im gesamten Grätzl beitragen.
  • Allgemeine Ladezonen sind geplant.
  • Radfahrer*innen sollen weiterhin durch die Fußgänger*innen-Zone fahren können.

Umgestaltung

Folgende Umgestaltungs-Maßnahmen gibt es:

  • Die derzeit asphaltierten Flächen werden größtmöglich entsiegelt.
  • Die Altstadt-Elemente sowie die Pflasterung bleiben erhalten.
  • Gehsteige und Straße werden ebenengleich gestaltet.
  • Das Grätzl wird durch kühlende Elemente der Klima-Musterstadt, Straßenbegrünung und Baumpflanzungen im ganzen Projektgebiet abgekühlt.
  • Zusätzliche Sitzmöbel und mehr konsumfreie Zonen werden den öffentlichen Raum für alle noch besser nutzbar machen.
  • Die Idee der Agenda Gruppe zur Gestaltung einer Gedenk-Allee wird umgesetzt. Das Mahnmal "Schlüssel gegen das Vergessen" bleibt erhalten.

Beteiligungsprozess - Rückblick

Ein Mann und eine Frau vor einer großen Planskizze

Bürger*innen waren aktiv in die Umgestaltung und Verkehrsberuhigung des Servitenviertels eingebunden.

An der Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Servitengasse haben Bürger*innen aktiv mitgewirkt. Der Einladung zur Ideengenerierung sind zahlreiche Bewohner*innen per Postkarte und online gefolgt. Insgesamt wurden 69 Postkarten mit Anregungen und Wünschen an die Bezirksvorstehung Alsergrund gesendet.

Auf der Online-Plattform Discuto haben sich 207 registrierte Teilnehmer*innen eingebracht, diskutiert und bewertet. 46 davon haben sich für die Beibehaltung der Wohnstraße ausgesprochen. Die meisten Stimmen erhielt Beitrag Nr. 74 "ein echter Platz". Dieser Vorschlag enthielt einen Plan, wo die Fußgänger*innen-Zone in die Grünentorgasse und die nördliche Servitengasse erweitert wird. Die Beiträge können unter "Discuto - Servitengasse" nachgelesen werden.

Zahlreiche Rückmeldungen und Diskussionsbeiträge

Eine Zusammenfassung aller Beiträge, die mittels Postkarte und auf der Online-Plattform gesammelt wurden, finden Sie auf der Website der Gebietsbetreuung Stadterneuerung. Einen Ergebnisbericht können sie auch in der Bezirksvorstehung einsehen. Bitte vereinbaren Sie dazu einen Termin unter der Telefonnummer +43 1 4000 09110.

Bisherige Schritte

  • Im Sommer 2020 fand eine 1. Gesprächsrunde mit Geschäftstreibenden statt.
  • Im September 2020 fand das 1. Dialogforum zur Fußgänger*innen-Zone Servitengasse statt. Bewohner*innen des 9. Bezirks konnten ihre Ideen und Anregungen einbringen und den Expert*innen der Fachdienststellen Fragen stellen.
  • Im Oktober 2020 wurden die häufigsten Fragen zur Umgestaltung der Servitengasse beantwortet.
  • Das 2. Dialogforum fand am 29. April 2021 aufgrund der Pandemie online statt.
  • Von 30. April bis 30. Mai 2021 gab es eine Online-Plattform. Alle konnten sich einbringen und mit anderen Interessierten diskutieren.
  • Analog zur Online-Plattform wurden Karten per Post verschickt, auf denen die Bewohner*innen des Viertels ihre konkreten Wünsche, Ideen sowie Anregungen einbringen konnten.
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