Servitenviertel neu: Aktive Klimapolitik im 9. Bezirk

Im Frühjahr geht's los: Die Servitengasse und ein Teil der Grünentorgasse werden zur Fußgänger*innen-Zone mit vielen Bäumen, Grünflächen und Sitzmöbeln umgestaltet.

Nach dem mehrphasigen Beteiligungsverfahren, bei dem sich zahlreiche Bewohner*innen eingebracht haben, sind nun die Detailplanungen zur Umgestaltung der Servitengasse und der Grünentorgasse abgeschlossen.

Verkehrsberuhigtes und klimafittes Grätzl-Zentrum

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad

Bezirksvorsteherin Saya Ahmad: "Was mit einer mutigen Idee für den Bezirk und einem mehrphasigen Beteiligungsverfahren begonnen hat, kann sich jetzt sehen lassen. Das Servitenviertel wird verkehrsberuhigt, sicherer und klimafitter. Damit entwickeln wir die Lebens- und Aufenthaltsqualität für das gesamte Grätzl und gestalten den öffentlichen Raum im Sinne einer aktiven Klimapolitik weiter."

Das Grätzl wird durch kühlende Elemente der Klimamusterstadt, wie Entsiegelung, Straßenbegrünung und Baumpflanzungen im ganzen Projektgebiet abgekühlt. Zusätzliche Sitzmöbel werden den öffentlichen Raum für alle noch besser nutzbar machen.

Die Bezirksbewohner*innen können sich auf ein neues, klimafittes Grätzl-Zentrum freuen.

Baubeginn im Mai 2023

Der Baubeginn ist für Mai 2023 festgelegt. Die Umgestaltung soll etappenweise erfolgen und dauert voraussichtlich 5 bis 6 Monate.

Rendering einer bergünten Fußgänger*innen-Zone

Blick in die Servitengasse

Begrünte Fußgäner*innen-Zone

Blick in die Grünentorgasse


Umgestaltung im Detail

  • Neue Grünflächen: über 330 Quadratmeter
  • Entsiegelte Flächen: rund 1.000 Quadratmeter
  • 11 zusätzliche Bäume
  • 1 neues Wasserspiel
  • 1 neuer Trinkbrunnen
  • 27 zusätzliche Sitzgelegenheiten
  • LED-Beleuchtung wird verbessert.
  • Innovative Baumpflanzungen im Schwammstadt-Prinzip: Regenwasser wird zur Bewässerung gespeichert und genutzt.
  • Fußgänger*innen-Zone von Servitengasse 6 bis zur Grünentorgasse und um die Ecke bis zur Müllnergasse
  • In der Fußgänger*innen-Zone ist kein Auto- und LKW-Verkehr erlaubt (Lieferungen sind zu bestimmten Zeiten möglich). Radfahren ist erlaubt.
  • Neue Wohnstraße Grünentorgasse und Servitengasse: Die Zufahrt von der Hahngasse bis zur Pramergasse ist erlaubt.
  • Dank der ebenerdigen Planung wird Barrierefreiheit geschaffen.
  • Sichere Aufenthaltsbereiche für Kinder und Jugendliche werden ermöglicht.
  • Das Altstadtflair bleibt erhalten.

Plan ansehen (12 MB PDF)

Finanziert wird die Umgestaltung aus den Mitteln des Bezirks und dem Förderprogramm der Stadt Wien Lebenswerte Klimamusterstadt.

Mehr Ruhe und Sicherheit im Servitenviertel

BVin-Stv. Christian Sapetschnig

BVin-Stv. Christian Sapetschnig

Bezirksvorsteherin-Stellvertreter Christian Sapetschnig: "Mit der Neugestaltung der Serviten- und Grünentorgasse ist uns ein guter Wurf für den gesamten Bezirk gelungen. Das verkehrsberuhigte Grätzl sorgt für mehr Ruhe und Sicherheit im Servitenviertel. Das Schöne am Servitenviertel ist, dass alles, was man täglich braucht, ums Eck ist. Verkehrsfreie Grätzl-Zentren tragen viel zum Zusammenleben bei und sind wichtig für die Mobilitätswende."


Wichtiges während der Bauarbeiten

Der Einfluss der Baustelle auf Bewohner*innen, Betriebe und Lokale soll möglichst gering gehalten werden. Gastronom*innen werden in die Bauphase eingebunden, die Schanigärten sollen möglichst unberührt bleiben. Der Bauernmarkt wird während der Bauphase verlegt, kehrt jedoch nach der Umgestaltung wieder zurück.

Wichtiges nach der Umgestaltung

Nach der Umgestaltung können alle Schanigärten im gleichen Ausmaß bestehen bleiben. Die Zufahrt zu genehmigten Garagenplätzen wird möglich sein. Das Denkmal "Schlüssel gegen das Vergessen" wird ebenfalls bestehen bleiben.

Beteiligungsprozess - Rückblick

An der Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Servitengasse haben Bürger*innen aktiv mitgewirkt. Der Einladung zur Ideengenerierung sind zahlreiche Bewohner*innen per Postkarte und online gefolgt. Insgesamt wurden 69 Postkarten mit Anregungen und Wünschen an die Bezirksvorstehung Alsergrund gesendet.

Auf der Online-Plattform Discuto haben sich 207 registrierte Teilnehmer*innen eingebracht, diskutiert und bewertet. 46 davon haben sich für die Beibehaltung der Wohnstraße ausgesprochen. Die meisten Stimmen erhielt Beitrag Nr. 74 "ein echter Platz". Dieser Vorschlag enthielt einen Plan, wo die Fußgänger*innen-Zone in die Grünentorgasse und die nördliche Servitengasse erweitert wird. Die Beiträge können unter "Discuto - Servitengasse" nachgelesen werden.

Chronologie

  • Im Sommer 2020 fand eine 1. Gesprächsrunde mit Geschäftstreibenden statt.
  • Im September 2020 fand das 1. Dialogforum zur Fußgänger*innen-Zone Servitengasse statt. Bewohner*innen des 9. Bezirks konnten ihre Ideen und Anregungen einbringen und den Expert*innen der Fachdienststellen Fragen stellen.
  • Im Oktober 2020 wurden die häufigsten Fragen zur Umgestaltung der Servitengasse beantwortet.
  • Das 2. Dialogforum fand am 29. April 2021 aufgrund der Pandemie online statt.
  • Von 30. April bis 30. Mai 2021 gab es eine Online-Plattform. Alle konnten sich einbringen und mit anderen Interessierten diskutieren.
  • Analog zur Online-Plattform wurden Karten per Post verschickt, auf denen die Bewohner*innen des Viertels ihre konkreten Wünsche, Ideen sowie Anregungen einbringen konnten.
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