Daniel Wisser zum Alsergrunder "Bezirksschreiber" gekürt

Die Bezirksvertretung Alsergrund vergibt 2017 das mit 4.200 Euro dotierte "Bezirksschreiber"-Stipendium an den Autor Daniel Wisser.

Jurysprecher und Autor Friedrich Hahn und Martina Malyar mit Daniel Wisser

Jurysprecher und Autor Friedrich Hahn und Martina Malyar überreichten Daniel Wisser das Stipendium.

Der 9. Bezirk blickt auf eine lange Tradition literarischen Schaffens zurück: Heimito von Doderer, Stefan Zweig, Friedrich Torberg, Erich Fried und Leo Perutz lebten oder wirkten am Alsergrund. Am 16. Oktober 2017 präsentierte der frischgekürte Bezirksschreiber Daniel Wisser sein literarisches Schaffen im Rahmen der Alsergrunder Literatur-Soirée im Nachbarhaus des Schauspielhauses.

Jury wählt Daniel Wisser

Daniel Wisser wurde im Oktober 2017 zum Gewinner des Stipendiums "Alsergrunder Bezirksschreiber" gewählt. Der Autor wurde 1971 in Klagenfurt geboren und lebt seit 1989 in Wien. Wisser verfasst Prosa, Lyrik und dramatische Werke. 2003 erschien sein Debütroman "Dopplergasse acht". Neben dem Schreiben gründete er mit Thomas Pfeffer, Jürgen Plank und Florian Wisser das "Erste Wiener Heimorgelorchester". Dessen Musik wird auch für Film- und Theaterproduktionen verwendet, beispielsweise im Burgtheater für Peter Handkes "Untertagblues". 2011 wurde er mit seinem Text "Standby" für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. Seit 2012 tritt Wisser mit frei vorgetragenen Erzählungen auf. 2016 erschien eine Sammlung dieser Erzählungen unter dem Titel "Kein Wort für Blau". Daniel Wisser wurde aus 60 Bewerbungen ausgewählt. Die Jury bestand heuer aus Sabine Poglitsch von der Buchhandlung Orlando, Gabriele Kögl, der Preisträgerin von 2015, und dem Autor Friedrich Hahn.

Stipendium "Alsergrunder Bezirksschreiber"

Die Bezirksvertretung Alsergrund schrieb im Sommer zum vierten Mal ein Stipendium für die literarische Auseinandersetzung mit dem 9. Bezirk aus. Das mit 4.200 Euro dotierte Literaturstipendium wird in sechs Monatsraten zu je 700 Euro ausbezahlt. Bewerben konnten sich Autorinnen und Autoren, die bereits literarische oder journalisitische Veröffentlichungen vorzuweisen haben. Die literarischen Annäherungen an den Bezirk Alsergrund sollen in Form eines zehnseitigen literarischen Textes (circa 30.000 Zeichen) dokumentiert werden.

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