Wohnbauinitiative 2011 schafft günstigen Wohnraum

Flinger deutet auf einen Bebauungsplan

Mit der Wohnbauinitiative hat die Stadt Wien 2011 ein zusätzliches, den geförderten Wohnbau ergänzendes Neubauprogramm ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine besondere Variante des frei finanzierten Wohnbaus. Durch günstige Darlehen der Stadt Wien bieten die Wohnungen ähnlich vorteilhafte Konditionen für die Mieterinnen und Mieter wie der geförderte Wohnbau.

Die Vergabe der Darlehen der Stadt Wien wird sowohl an verpflichtende Eigenmittel- und Mietzinsobergrenzen als auch an Qualitätskriterien geknüpft, die sich am geförderten Wiener Wohnbau orientieren. Sie werden von einem eigens eingerichteten Fachbeirat überprüft.

Projekte der Wohnbauinitiative werden von Partner-Konsortien, die aus Bauträgerinnen und Bauträgern sowie Finanzdienstleisterinnen und Finanzdienstleistern bestehen, realisiert.

Eigenmittel- und Mietzinsobergrenzen

Zwei Varianten werden angeboten:

  • Die Nettomiete ist mit maximal 6,10 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche begrenzt. Der zu leistende Finanzierungsbeitrag liegt bei maximal 150 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, Preisbasis März 2011.
  • Die Nettomiete ist mit maximal 4,75 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche begrenzt. Der zu leistende Finanzierungsbeitrag liegt bei maximal 500 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, Preisbasis März 2011.

Die verpflichtende Mietpreisbindung besteht zehn Jahre lang ab Baufertigstellung und gilt sowohl für Neuvermietung als auch Wiedervermietung. Die Nettomieten werden jährlich VPI-indiziert. Bei bestehenden Mietverträgen ändert sich auch nach den zehn Jahren nichts. Zehn Jahre nach Baufertigstellung kann bei Neuabschlüssen von Mietverträgen der Mietzins angehoben werden.

Impuls für Investitionen

Im Rahmen der Wohnbauinitiative werden insgesamt rund 6.250 neue Wohnungen - im Wesentlichen in den Bezirken 2, 10, 11, 21 und 22 - errichtet. Damit setzt die Stadt Wien einen starken Impuls für die Wirtschaft. Die Wohnbauinitiative löst ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,04 Milliarden Euro aus und sichert dadurch 6.000 Arbeitsplätze.

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