Stadt startet zusätzliche Wohnbau-Offensive

Panoramaansicht von Wien

Das Bevölkerungswachstum birgt für die Stadt Wien eine Reihe von Herausforderungen. Die städtische Infrastruktur muss entsprechend ausgebaut werden. Im Wohnbau lag die Neubauleistung in den letzten Jahren bereits auf Rekordniveau. Mit jährlich rund 10.000 neuen Wohneinheiten, davon etwa 7.000 aus dem geförderten Bereich, wird in Wien so viel gebaut wie in kaum einer anderen europäischen Stadt.

Um das Neubauvolumen auch in den kommenden Jahren auf ähnlichem Niveau zu halten und mittelfristig zu steigern, startete die Stadt Wien 2017 eine zusätzliche Wohnbau-Offensive.

Mehr, schneller, preiswert und nachhaltig

Mit der Wohnbau-Offensive soll - abgestimmt auf die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung - eine deutliche Steigerung des Neubauvolumens erreicht werden. Sie umfasst ein ganzes Maßnahmenbündel zur Optimierung, Beschleunigung und Steigerung der Effizienz in den Planungs- und Entwicklungsschritten. Insbesondere dienststellenübergreifende Abläufe sollen stärker vernetzt und aufeinander abgestimmt werden. Damit werden Verfahren beschleunigt und die Projektrealisierung von der Konzeption bis zur Schlüsselübergabe deutlich verkürzt.

Durch die verstärkte Inanspruchnahme des Modells der Wiener Wohnbauinitiative sowie der vom Bund über die Wohnbauinvestitionsbank (WBIB) bereitgestellten Mittel sollen zudem zusätzliche Wohneinheiten zu erschwinglichen Konditionen errichtet werden können.

Mehr: zusätzliche Projekte und zusätzliche Wohneinheiten

  • Deutliche Steigerung der Neubauleistung um 30 Prozent von derzeit insgesamt 10.000 Wohneinheiten im Jahresdurchschnitt ab dem Jahr 2017
  • Deutliche Erhöhung der Quantität durch die Verdoppelung auf 4.000 Gemeindewohnungen in der laufenden Periode
  • Start eines Sofortprogrammes mit 1.000 Wohnungen in Holzbauweise

Schneller: Verkürzung von Verfahren und raschere Realisierung

  • Optimierung von Verfahrensabläufen in Wohnbau und Planung, effizientere Gestaltung und Abbau von Hindernissen. Vom Bauträgerwettbewerb bis zur Wohnungsübergabe vergehen künftig im Regelfall maximal 32 Monate. Das entspricht einer Verkürzung um vier Monate.
  • Verkürzung der Bauträgerwettbewerbe um zwei Monate
  • Bauträger werden zur Inanspruchnahme von Finanzierungsangeboten der Wohnbau-Investitionsbank (WBIB) des Bundes motiviert und können bei positiver WBIB-Bewertung um zusätzliche Wohnbauförderung der Stadt Wien ansuchen. In diesem Zusammenhang kann die Befassung des Grundstücksbeirates entfallen.
  • Der Wohnbauförderungsbeirat entfällt und bringt einen Monat Zeitgewinn.
  • Beschleunigung der Widmungsverfahren und Verkürzung der Verfahrensdauer: Bereits fachjurierte Wohnhausprojekte müssen nicht mehr dem Fachbeirat für Stadtplanung und Stadtentwicklung vorgelegt werden. Der Zeitgewinn beträgt zwei Monate.

Preiswert: Eindämmung der Planungs- und Errichtungskosten

  • Deckelung der Kosten der Freiraumgestaltung
  • Optimierung der nicht ganzjährig genutzten und nachgefragten Gemeinschaftseinrichtungen
  • Anpassungen der Wiener Förderrichtlinien bringen Kostenreduktionen bei Wärmeschutz und Fenster.
  • Anpassung der Stellplatzverpflichtung und nachfrageorientierten Errichtung von kostengünstigen Stellplätzen durch die Bauträger sowie bedarfsgerechter Fahrradabstellräume

Nachhaltig: zielgerichtet, abgestimmt und mit Mehrwert

  • Zusätzliche Grundstücks- und Flächenmobilisierung durch die konsequente Umsetzung der Immobilienstrategie der Stadt Wien
  • Neustrukturierung der bisherigen Infrastrukturkommission als Lenkungs- und Steuerungsgremium sowie die Bereitstellung der notwendigen Mittel für soziale und technische Infrastruktur
  • Die Bezirksvertretungen als wichtige Partnerinnen werden bei Entscheidungen zur Infrastruktur in ihrer Verantwortung im Gesamtinteresse der Stadt Wien bestärkt.
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