Novelle für umweltfreundliches Bauen

Seit 1. Jänner 2013 sind in Wien nur noch umweltfreundliche Neubauten erlaubt. Eine entsprechende Novelle der Bauordnung sieht die Verpflichtung zu hocheffizienten Energiesystemen vor.

Solarzellen im Vordergrund, Wien-Panorama im Hintergrund

Welche Form der nachhaltigen Energieversorgung sie verwenden wollen, bleibt GebäudeeigentümerInnen laut der Techniknovelle selbst überlassen.

Mit 1. Jänner 2013 wurde die Wiener Bauordnung geändert: Die sogenannte Techniknovelle 2012 sieht den verpflichtenden Einsatz hocheffizienter Energiesysteme vor und erleichtert Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Sie besagt, dass Neubauten sowie Zu- und Umbauten künftig nur mehr mit Solaranlagen oder anderen umweltfreundlichen Energiesystemen errichtet werden dürfen, wenn dies technisch, ökologisch und wirtschaftlich realisierbar ist.

Die Techniknovelle 2012 gilt für alle Neubauten, größere Renovierungen sowie Um- und Zubauten, wenn mindestens 25 Prozent der Oberfläche des Gebäudes betroffen sind. Davon betroffen sind gleichermaßen Wohn- wie Bürogebäude sowie Geschäftslokale. Mit der Novellierung der Wiener Bauordnung wird eine EU-Richtlinie umgesetzt.

Verschiedene Energieformen möglich

Den Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümern bleibt die Auswahl der am besten geeigneten Energieform selbst überlassen. Zu den effizienten, umweltfreundlichen Energiesystemen zählen neben Solaranlagen auch Fernwärme, Windenergie und Wärmepumpen.

Wohnbau wird nicht teurer

Wesentlich ist die wirtschaftliche Realisierbarkeit. So muss ein kostenoptimales Verhältnis zwischen den Investitionen und den über die Lebensdauer des Gebäudes eingesparten Energiekosten erreicht werden. Damit soll sichergestellt werden, dass es zu keinen zusätzlichen Kosten - und somit zu keinen zusätzlichen Belastungen für Bewohnerinnen und bewohner - kommt.

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