Neuer Stadtteil im Sonnwendviertel

In unmittelbarer Nähe zum neuen Hauptbahnhof bekommt Wien ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, einem Schulcampus, einer großen Parkanlage sowie Bürobauten und zahlreichen Geschäften.

Visualisierung des Parks, Blickrichtung Südwesten auf Wohnbauten, Quartier Belvedere im Hintergrund

Das Sonnwendviertel im 10. Bezirk befindet sich südlich vom neuen Hauptbahnhof. Die Fläche wird überwiegend als Wohngebiet genutzt werden. Die Gruppierung der Wohnhäuser um einen etwa sieben Hektar großen Park stellt eine hohe Lebensqualität sicher. Insgesamt entstehen rund 5.000 Wohnungen für etwa 13.000 Menschen. Die Errichtung von Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten, Ärztepraxen und Apotheken garantiert eine hervorragende Infrastruktur.

Die unmittelbare Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, ein durchgängiges Wege- und Radwegenetz sowie ein großes Angebot an Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten sind weitere Pluspunkte.


Wohnbau als Motor der Stadtentwicklung

Der Baustart für die ersten Wohnhäuser bildete den Auftakt zur Entstehung des neuen Viertels. Schrittweise werden in den kommenden Jahren weitere Wohn-, Büro-, Gewerbe sowie Infrastruktur- und Bildungsprojekte folgen. Bis voraussichtlich 2019 wird das gesamte neue Stadtviertel errichtet und besiedelt sein. Die ersten Wohnungen wurden Ende 2013 bezogen.

Geförderte Wohnungen

Bei den Bauträgerwettbewerben steht die soziale Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Neben

  • vielfältigen Wohnungstypen
  • flexibel adaptierbaren Wohnungsgrundrissen
  • Wohnungen für Menschen mit besonderen Bedürfnissen
  • betreutem Wohnen
  • Wohnen-für-Generationen-Wohnungen
  • Home-Offices

ist ein breit gefächerter Mix an Kommunikationsflächen und Gemeinschaftsräumen für alle Generationen vorgesehen. Dazu zählen auch Nachbarschaftsgärten, MieterInnenbeete und multifunktionelle Räume. Diese stehen für Hobbys, Theateraufführungen oder Feste zur Verfügung. Zudem bieten Grünräume Platz für entspannten Austausch und für Erholung.

Auf diese Weise wird das Zusammenleben gefördert. Die sozialen Netze innerhalb der Hausgemeinschaften werden gestärkt. Ergänzt werden die Angebote durch soziale Einrichtungen, wie beispielsweise ein Tagesmutterzentrum.

SMART-Wohnungen

Speziell für Jungfamilien, Paare, Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher sowie Singles bietet die Stadt Wien mit den neuen SMART-Wohnungen erschwinglichen Wohnraum. Wohnungen mit optimaler Flächennutzung, wählbaren Ausstattungsvarianten und niedrigen monatlichen Kosten kennzeichnen das "smarte" Wohnungsangebot.

Im Sinne dieses zusätzlichen, neuen Wohnbauprogramms werden klar definierte Obergrenzen definiert. Diese betreffen sowohl für die von den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern zu entrichtenden Eigenmittel als auch das gesamte monatliche Nutzungsentgelt. Der Finanzierungsbeitrag (Baukostenbeitrag und Grundkostenbeitrag) ist mit 60 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche und das monatliche Nutzungsentgelt mit maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche begrenzt.

SMART-Wohnbauprogramm

Freifinanzierter Wohnbau

Die Stadt Wien stellt im Rahmen der Wohnbauinitiative den Partnerkonsortien besonders günstige Darlehen und Liegenschaften zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichten sich die Konsortien zur Schaffung von besonders günstigen Mietkonditionen, die deutlich unter denen des freien Wohnungsmarktes liegen. Zudem müssen hohe Qualitätskriterien erfüllt werden.

Zwei Varianten werden angeboten:

  • Die Nettomiete ist mit maximal 6,10 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche begrenzt. Der zu leistende Finanzierungsbeitrag liegt bei maximal 150 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche.
  • Die Nettomiete ist mit maximal 4,75 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche begrenzt. Der zu leistende Finanzierungsbeitrag liegt bei maximal 500 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche.

Die verpflichtende Mietpreisbindung besteht zehn Jahre lang ab Baufertigstellung und gilt sowohl für Neuvermietung als auch Wiedervermietung. Die Nettomieten werden jährlich VPI-indiziert. Bei bestehenden Mietverträgen ändert sich auch nach den zehn Jahren nichts. Zehn Jahre nach Baufertigstellung kann bei Neuabschlüssen von Mietverträgen der Mietzins angehoben werden.

Infrastruktur

Nach dem erfolgten Bauauftakt für die ersten Wohnungen wurde 2012 mit den ersten Infrastrukturprojekten begonnen. Den Anfang machte 2014 der neue, moderne Bildungscampus.

Daneben entsteht der neue Helmut-Zilk-Park. 2016 wurden bereits rund drei Viertel der Gesamtfläche fertiggestellt. Die rund sieben Hektar große Parkanlage soll die längliche "grüne Mitte" dieses neuen Stadtteils werden.

Stadtteilmanagement im Sonnwendviertel

Das Sonnwendviertel und die angrenzenden Sanierungszielgebiete werden seit 2012 durch ein eigenes Stadtteilmanagement begleitet.

Gebiete, die neu bebaut werden oder in denen in naher Zukunft Änderungen der baulichen Struktur, der Nutzung oder der Bevölkerungsstruktur zu erwarten sind, werden durch ein eigenes Stadtteilmanagement der Gebietsbetreuung Stadterneuerung begleitet. Der Einsatz eines eigenen Stadtteilmanagements ist ein wesentlicher Schritt, um statt Monostrukturen belebte Stadtteile zu entwickeln. Liegen die neu zu bebauenden Flächen neben bereits bewohnten Wohngebieten oder Stadtteilen, so stellt dies für das bauliche, funktionale und soziale Zusammenwachsen eine besondere Herausforderung dar. Stadtteilmanagement fördert die Verschmelzung von "Alt" und "Neu".

Stadtteilmanagement im Sonnwendviertel

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