Die neuen Wiener Sanierungszielgebiete

Begrünter Innenhof, Bänke, Laube, Spielgeräte

In Sanierungszielgebieten werden Maßnahmen zur Stadterneuerung mit zusätzlichen Fördermöglichkeiten unterstützt. Dazu zählen vor allem höhere Förderungen für die Schaffung von neuem und leistbarem Wohnraum in Form von Zubauten und Dachgeschossausbauten. Totalsanierungen mit Neubauten werden ausschließlich in Sanierungszielgebieten gefördert. Darüber hinaus werden alle Projekte in diesen Gebieten vorgereiht und können damit rascher realisiert werden.


Wohnbaustadtrat Michael Ludwig mit Plan der Sanierungszielgebiete

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig

Nach einer umfassenden Analyse neuester Daten wurden nun die neuen "Sanierungs-Hotspots" definiert, die seit 2017 gültig sind. Die letzte Festlegung der Zielgebiete erfolgte 2006. Seitdem wurden im Bereich der Stadterneuerung gewaltige Leistungen erbracht, die von den Vereinten Nationen mit dem höchsten Preis im Bereich des Wohnens, der "Scroll of Honour", ausgezeichnet wurden.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Sanierungszielgebiete stehen für die Marschrichtung, in die es im Wesentlichen im Stadtraum geht. Dieser Plan weicht heute signifikant von jenen vor 25 oder auch 10 Jahren ab. Denn nach Jahrzehnten, in denen mittels sanfter Stadterneuerung Wohngebäude mit rund 337.000 Wohnungen sowie ganze Grätzel aufgewertet wurden, richtet sich der Fokus immer stärker auf kleinere Gebiete."

Mehr kleinere Gebiete

Die Festlegung der Sanierungszielgebiete erfolgt auf Basis der verfügbaren statistischen Auswertungen zum Gebäude- und Wohnungsbestand, aber auch nach Kriterien der sozialen Treffsicherheit. Die aktuelle Datenlage zeigt, dass Wien in den vergangenen zehn Jahren im Rahmen der sanften Stadterneuerung einen Quantensprung gemacht hat: Vormals noch flächigere Sanierungszielgebiete können daher heute immer mehr auf mehrere Häuserblöcke und kleinere Viertel konzentriert werden.

Sanierungszielgebiete in 18 Wiener Bezirken

Ab 2017 stehen viele kleinere Gebiete in 18 Wiener Bezirken im Zentrum der Anstrengungen. Größere, zusammenhängende Gebiete gibt es noch im Bereich des Stuwerviertels im 2. Bezirk, der Davidgasse im 10. Bezirk, der Oberen Mariahilferstraße im 15. Bezirk, der Klosterneuburger Straße im 20. Bezirk oder der Brünnerstraße im 21. Bezirk.

Die künftigen Sanierungszielgebiete sehen im Wesentlichen zusammenhängende Flächen entlang des Westgürtels (15. und 16. Bezirk), im 10. Bezirk zwischen Favoritenstraße und Laxenburger Straße, im 20. Bezirk im Bereich der Klosterneuburger Straße und der Salzachstraße sowie im 2. Bezirk im Stuwerviertel vor. Im 1., 6., 8., 9. und 13. Bezirk befinden sich keine Sanierungszielgebiete mehr.

Überblick

  • 2. Bezirk: mehrere Baublöcke im Stuwerviertel, entlang der Darwingasse, sowie am Donaukanal zwischen Taborstraße und Lilienbrunngasse.
  • 3. Bezirk: zwei Zielgebiete entlang des Landstraßer Gürtels beziehungsweise der Landstraßer Hauptstraße.
  • 4. Bezirk: Sanierungszielgebiet entlang der Favoritenstraße.
  • 5. Bezirk: Zwei Sanierungszielgebiete entlang der Wiedner Hauptstraße/Reinprechtsdorfer Straße sowie an der Reinprechtsdorfer Straße zwischen Arbeitergasse und Brandmayergasse.
  • 7. Bezirk: ein Baublock entlang des Neubaugürtels.
  • 10. Bezirk: größere zusammenhängende Zielgebietsflächen zwischen der Favoritenstraße und der Laxenburger Straße, entlang der Quellenstraße sowie noch einige Baublöcke entlang der Triester Straße/Grenzackerstraße
  • 11. Bezirk: Zielgebietsflächen, im Wesentlichen im Bereich der Simmeringer Hauptstraße.
  • 12. Bezirk: Gebiet entlang des Margaretengürtels sowie weitere einzelne Gebiete im Bereich der Niederhofstraße, der Oswaldgasse und der Altmannsdorfer Straße.
  • 14. Bezirk: Zwei Sanierungszielgebiete, beide im Bereich der Hütteldorfer Straße.
  • 15. Bezirk: Schwerpunktgebiet mit Sanierungszielgebieten nördlich und südlich vom Westbahnhof.
  • 16. Bezirk: Schwerpunktgebiet, mit vor allem die entlang des Gürtels und entlang der Thaliastraße beziehungsweise Ottakringer Straße liegenden zusammenhängenden Sanierungszielgebieten.
  • 17. Bezirk: Zwei Gebiete entlang der Rosensteingasse und am Hernalser Gürtel.
  • 18. Bezirk: ein Sanierungszielgebiet im Bereich des Währinger Gürtels.
  • 19. Bezirk: drei Sanierungszielgebiete.
  • 20. Bezirk: etwas größere zusammenhängende Sanierungszielgebiete im Bereich der Klosterneuburger Straße und der Salzachstraße.
  • 21. Bezirk: Sanierungszielgebiete im Bereich der Brünner Straße beim Floridsdorfer Spitz bis zur Werndlgasse.
  • 22. Bezirk: Sanierungszielgebiet entlang der Erzherzog-Karl Straße an der Ecke zur Donaustadtstraße.
  • 23. Bezirk: kleinere Zielgebiete im Bereich der Draschestraße und entlang der Triester Straße.

Eine detaillierte Adressabfrage ist beim wohnfonds_wien möglich:

Sanierungszielgebiete

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