Modernisierung der Per-Albin-Hansson-Siedlung

Die Per-Albin-Hansson-Siedlung im 10. Bezirk zählt mit rund 14.000 Bewohnerinnen und Bewohnern zu den größten kommunalen Stadtvierteln. In den kommenden Jahren wird die Siedlung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA_Wien) modernisiert.

Wohngebäude im Per-Albin-Hansson-Stadtteil

6.340 Wohnungen gibt es in der Favoritner Gemeindebausiedlung. Von einer Gesamtgrundstücksfläche von 1,5 Millionen Quadratmetern sind nur rund 400.000 Quadratmeter bebaut. Der Rest der Fläche setzt sich aus Grün- und Spielflächen, lokaler Infrastruktur sowie Wegeerschließungen zusammen.

Zwei Männer halten ein Plakat, das einen Stadtplan zeigt

Bezirksvorsteher Marcus Franz und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig

Als erste Maßnahmen der Modernisierung sind eine Informations- und Beteiligungsveranstaltung für Seniorinnen und Senioren sowie eine Licht- und Sicherheitsplanung mit der Wiener Polizei vorgesehen. Außerdem sind zusätzliche LED-Lampen für die Siedlungswege und ein Fachkonzept für eine Gestaltung der Grün- und Freiräume eingeplant.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Die Per-Albin-Hansson-Siedlung hat viele Qualitäten, die damals wie heute gültig sind. Mir ist wichtig, diese mit in die Zukunft zu nehmen und gleichzeitig auf die aktuellen Wohnbedürfnisse einzugehen."

Bezirksvorsteher Marcus Franz: "Die Per-Albin-Hansson-Siedlung bietet zahlreichen Favoritnerinnen und Favoritnern ein Zuhause mit bester Infrastruktur. Sie umfasst neun Schulen, 22 Ärztinnen und Ärzte, zwei Apotheken, ein Jugendzentrum, eine Bibliothek, ein Einkaufzentrum sowie im nächsten Umkreis eine Polizeistation und eine Rundsporthalle."


Erste Maßnahmen

Altersgerechtigkeit

  • Ende November 2017 wird im Haus Laaerberg eine Informations- und Beteiligungsveranstaltung für Seniorinnen und Senioren stattfinden.
  • SeniorInnen-gerechte Wohnangebote und Service-Einrichtungen werden Schritt für Schritt ausgebaut.

Mobilität

  • Im Umfeld der Schulen, Kindergärten und des SeniorInnen-Wohnhauses wird in Abstimmung mit Bewohnerinnen und Bewohnern ein Maßnahmenkatalog zur Verkehrsberuhigung erstellt. Er soll bis Ende dieses Jahres zu einem Umsetzungsplan weiterentwickelt werden.
  • Parkgaragen werden geschaffen.
  • Ein Maßnahmenkatalog für alternative Mobilitätsformen sowie eine Optimierung des lokalen Verkehrsraums werden im Rahmen einer Verkehrsuntersuchung überprüft.

Lokale Infrastruktur

  • Aktuell laufen Erhebungen zu freistehenden Lokalen und Verbesserungsmaßnahmen für ein umfassendes Geschäftsflächenmanagement.
  • Das Hansson-Zentrum soll künftig weiter ausgebaut werden. Gemeinsam mit dem Bezirk und den neuen Eigentümerinnen beziehungsweise Eigentümern wird dafür ein Kriterienkatalog erstellt.

Sicherheit

  • Die Beleuchtung der Wegeverbindungen wird detailliert überprüft.
  • Noch heuer wird eine Licht- und Sicherheitsplanung in Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei ("Aktion Gemeinsam Sicher!") gestartet.

Grün- und Freiräume

  • Verbesserungen bei der bedarfsgerechten Gestaltung der Frei- und Grünräume, speziell für Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren
  • Unterstützung von lokalen BewohnerInnen-Initiativen (zum Beispiel zum Garteln)

Einbindung der Bevölkerung

Die Basis für die Maßnahmen bildet eine abgeschlossene, umfassende BewohnerInnen-Befragung der IBA_Wien gemeinsam mit dem Gallup-Institut, bei der Wohnen, Sicherheit, Grünraum, Mobilität, Verkehr und Infrastruktur unter die Lupe genommen wurden.

Das Thema Wohnzufriedenheit schnitt bei der Befragung positiv ab. 70 Prozent bewerteten diese mit sehr gut und gut. 84 Prozent der Befragten gaben hervorragende Noten für das nachbarschaftliche Miteinander.

Die Ergebnisse zeigten Verbesserungsbedarf bei der Beleuchtung der Siedlungswege, der Anzahl der Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie in puncto Verkehrsberuhigung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erweiterung des Angebots für Seniorinnen und Senioren, da 36 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner über 60 Jahre alt sind.

Ab November 2017 starten in der Siedlung Veranstaltungen, bei denen Expertinnen und Experten gemeinsam mit interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern Lösungen zu Themenfeldern entwickeln.

Verantwortlich für diese Seite:
wien.at-Redaktion
Kontaktformular