Smarter Wohnraum in "Neu Leopoldau"

Visualisierung eines begrünten Platzes mit Wohnbauten in "Neu Leopoldau"

Rund 1.000 neue geförderte Wohnungen entstehen in einem neuen Stadtteil am ehemaligen Standort "Gaswerk Leopoldau". Auf insgesamt acht Bauplätzen werden die geförderten Wohnungen errichtet. Weitere 400 werden frei finanziert errichtet.

Die Fertigstellung ist bis Anfang 2019 vorgesehen. Bei Gesamtbaukosten von 120,8 Millionen Euro schießt die Stadt 41,6 Millionen Euro an Wohnbaufördermitteln bei.


Junges Wohnen

Visualisierung einer Wohnanlage in "Neu Leopoldau"

Der Bauträgerwettbewerb, der unter dem Motto "Junges Wohnen" stattgefunden hat, wurde 2016 abgeschlossen. Etwa 330 Wohnungen werden als besonders kostengünstige SMART-Wohnungen ausgeführt. Ein Bauplatz ist für eine Baugruppe reserviert. "Junges Wohnen" wird Familien und AlleinerzieherInnen unter anderem durch einen 7-gruppigen Kindergarten gerecht. Neben den Wohnungen werden acht Wohngemeinschaften und vier Heimeinheiten für Jugendliche und Kinder, Lehrlinge sowie Studierende in die Wohnprojekte integriert.

Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai, Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak, Wiener Stadtwerke-Stadträtin Ulli Sima und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig

Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai, Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak, Wiener Stadtwerke-Stadträtin Ulli Sima und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (v.l.n.r.)

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig: "Die geförderten Wohnungen sind speziell auf die Bedürfnisse der Jungen - Singles, AlleinerzieherInnen, Familien mit Kindern und Jugendlichen - zugeschnitten. Mir ist der Bau von kostengünstigen, qualitätsvollen, innovativen, ökologischen und sozial nachhaltigen Wohnungen für junge Menschen besonders wichtig, denn sie zählen zu einer der wachsenden Bevölkerungsgruppen der Stadt."

Wiener Stadtwerke-Stadträtin Ulli Sima: "Das Projekt auf der Fläche der Wiener Netze hat eine lange Vorgeschichte und zeigt, wie innovativ Wien ist. Wir gestalten hier gemeinsam einen Stadtteil der Zukunft, setzen auf Innovationen, alternative Energieträger und moderne Mobilitätskonzepte."

Platz zum Leben und Arbeiten

Beteiligung und Mitgestaltung bei den Wohnungsangeboten und bei der "Bespielung" der Gemeinschaftseinrichtungen werden großgeschrieben. Den zukünftigen Mieterinnen und Mietern des gesamten Quartiers stehen Gemeinschaftsräume in der Größe von rund 1.000 Quadratmetern zur Verfügung. Unter anderem wird es einen Kids-Corner, das Quartierszentrum "Trafohaus" als Drehscheibe und Klubraum sowie eine Sommerküche mit Terrasse geben.

Zahlreiche Initiativen in den Bereichen "Urban Gardening" und Gemeinschaftsgärten sowie Food Coops und Reparatur-Cafés sollen helfen, auf die ökologische und regionale Herkunft von Lebensmitteln zu achten oder sie selbst anzubauen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des gesamten Viertels "Neu Leopoldau" und darüber hinaus werden unterstützt, ihre diesbezüglichen Interessen zu bündeln und umzusetzen.

Neben den Wohnbauten entstehen auch Flächen für Gewerbe und kreative Nutzungen. So werden künftig Flächen an kleinere Gewerbetreibende sowie Kreativhandwerkerinnen und -handwerker vergeben, die das Areal beleben werden. In "Neu Leopoldau" soll es einen belebenden Mix aus Leben und Arbeiten geben.

Smartes Vorzeigeprojekt

Plan des neuen Stadtteils "Neu Leopoldau"

Plan von "Neu Leopoldau"

Auf dem rund 42 Hektar großen "Gaswerk Leopoldau" wurde bis 1969 Stadtgas aus Kohle hergestellt. Im Zuge der Produktion, der Auflassung der Anlagen und durch Kriegseinwirkungen kam es auf dem Altstandort zu Verunreinigung des Untergrundes. Die Fläche wurde von den Wiener Netzen aufwendig saniert und gilt als gesichert. Das Areal wurde anschließend städtebaulich entwickelt. Gemeinsam mit der Wiener Netze GmbH hat sie eines der größten kooperativen Planungsverfahren Wiens durchgeführt und abgeschlossen.

In der ersten Projektphase wurde gemeinsam mit den Bauträgerinnen und Bauträgern an einem innovativen Konzept gearbeitet, um das neue Wohngebiet zu einem echten Vorzeigeprojekt im Sinne der "Smart City Wien" zu machen. Dazu gehören ein Mobilitätskonzept, ein Energiekonzept und Auflagen zur möglichst lebenswerten Gestaltung des Geländes.

Öffentliche Flächen

Das Wohngebiet "Neu Leopoldau" wird einen großen öffentlichen Park erhalten, der rund 8.100 Quadratmeter groß sein wird.

Die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner werden bei der Gestaltung des öffentlichen Raums ihrer Wohnhausanlagen eingebunden. Zentrales Element des Freiraumkonzepts ist der Ring, der das Zentrum von "Neu Leopoldau" umschließt. Er besteht aus einer Fahrbahn - vorrangig für den Radverkehr - und einem Gehweg. Plätze entlang des Rings dienen als Treffpunkte. Eine interne Wegachse ("Gelber Flux") bindet alle Bauplätze an den historischen Baubestand an. Zahlreiche Spiel- und Sportflächen stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung. Alles ist mit einheitlichen Materialien, Pflanzen, Möbeln, Belägen und Beleuchtungskörpern ausgestattet.

Grüne Dächer

Die zukünftigen Wohnhausanlagen sollen teilweise von den Bewohnerinnen und Bewohnern begrünte Dächer bekommen, wobei dieses "Urban Gardening" gleich mit dem Energiekonzept kombiniert wird.

Fest steht schon jetzt, dass einige Wohnhausanlagen mit Photovoltaikanlagen am Dach bestückt werden. Sofern auf den Dächern ein Dachgarten eingeplant ist, wird der Solarstrom für Bewässerungspumpen verwendet. Durch die Photovoltaik-Elemente wird für die Beschattung gesorgt.

Fernwärme

Da sich in der unmittelbaren Nachbarschaft der "Neu Leopoldau" eine Fernwärmezentrale befindet, setzt man am gesamten Areal auf Fernwärme für Heizung und Warmwasser. Wien Energie wird gemeinsam mit den Bauträgerinnen und Bauträgern Energiekonzepte im Einklang mit der Smart City Rahmenstrategie entwickeln. Ziel ist eine leistbare, vorzeigbare und umweltfreundliche Energieversorgung.

Das Stadterweiterungsgebiet mit seinen 1.400 Wohnungen - etwa 400 werden frei finanziert errichtet - und Nahversorgerflächen soll möglichst vom Durchzugsverkehr frei gehalten werden.

Mobilität

Das Mobilitätskonzept wird auch die möglichst gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz beinhalten. Die S-Bahn-Station Siemensstraße ist ganz in der Nähe, die U1-Station Leopoldau zu Fuß erreichbar. Die Wiener Linien adaptieren für das Projekt die Linienführung der Buslinien 36A und 36B. Zudem werden Parkgaragen für Wohnungen sowie Nahversorgerinnen und Nahversorger mit rund 1.000 Stellplätzen errichten.

Informationen für Wohnungssuchende

Die Wohnberatung Wien ist die zentrale Anlaufstelle für alle, die sich für eine Gemeindewohnung oder eine geförderte Miet-, Genossenschafts- oder Eigentumswohnung interessieren.

Wohnberatung Wien

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