Einfach Betriebskosten überprüfen

Die Jahresabrechnungen der Betriebskosten können online mit wenigen Mausklicks überprüft werden.

Taschenrechner und Rotstift, daneben Münzen und Sparschwein

Leider verrechnen einige Hausverwaltungen den Mieterinnen und Mietern zu viel Betriebskosten. Daher sollten die Betriebskosten-Jahresabrechnungen kontrolliert werden.

Der Wiener Betriebskostenrechner ermöglicht schnell und unbürokratisch, die eigene Betriebskostenabrechnung zu überprüfen. Mit wenigen Mausklicks können sowohl die Gesamtabrechnung als auch die einzelnen Betriebskostenpositionen überprüft werden. Durch Eingabe der Werte aus der Betriebskostenabrechnung wird ermittelt eher als niedrig, mittel oder (zu) hoch einzustufen sind.

Online berechnen

Hilfe bei deutlichen Abweichungen

Bei deutlichen Abweichungen zwischen der Jahresabrechnung und den vom Wiener Betriebskostenrechner ausgewiesenen Beträgen ist eine kostenlose Überprüfung durch die MieterHilfe oder eine Mieterschutz-Organisation zu empfehlen. Dies gilt speziell dann, wenn Ausgaben eingerechnet wurden, die gesetzlich unzulässig sind.

Was fällt unter die Betriebskosten?

In die Betriebskosten dürfen grundsätzlich nur ganz bestimmte, im Gesetz festgelegte Kosteneingerechnet werden, zum Beispiel Ausgaben für:

  • Wasserversorgung
  • Rauchfangkehren
  • Kanalräumung
  • Müllabfuhr
  • Entrümpelungen
  • Schädlingsbekämpfung
  • Beleuchtung allgemeiner Teile des Hauses
  • Hausversicherungen
  • Hausbesorger
  • Lift

Die Hausverwaltungen sind darüber hinaus verpflichtet, den Mieterinnen und Mietern in jedem Fall Einblick in die detaillierte Zusammenstellung der Abrechnung sowie auch in die Rechnungsbelege zu gewähren. Überschreiten die Betriebskosten pro Quadratmeter den Wert von über 2 Euro, ist eine genauere Überprüfung zu empfehlen.

Betriebskostenüberprüfungen und Beeinspruchungen sind je nach Mietverhältnis und Mietgegenstand innerhalb von 6 Monaten bis zu 3 Jahren ab Legung der Betriebskostenabrechnung rückwirkend möglich.

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen müssen Hausverwaltungen beziehungsweise Vermieterinnen und Vermieter bis spätestens 30. Juni die Betriebskosten für das zurückliegende Jahr abrechnen. Diese Betriebskostenabrechnung ist den Mieterinnen und Mietern verpflichtend offen zu legen. Den Bestimmungen zufolge sind darin alle Ausgaben für das vergangene Jahr in aufgeschlüsselten Positionen darzustellen. Aus der Abrechnung der getätigten Ausgaben und den von den Mieterinnen und Mietern bereits geleisteten, monatlich vorgeschriebenen Beiträgen ergibt sich ein Guthaben oder ein entsprechendes Saldo, welches mit Nachzahlungen verbunden ist.

Einleitung eines Schlichtungsstellenverfahrens

Sollte der Verdacht auf unzulässige Verrechnungen bestehen und lässt sich dieser zwischen Mieterinnen und Mietern sowie der Hausverwaltung nicht ausräumen, so wird dies bei der Schlichtungsstelle geklärt. Die Schlichtungsstelle ist eine den Gerichten vorgelagerte Anlaufstelle bei Schwierigkeiten beziehungsweise Rechtsstreitigkeiten.

Kontakte der Wiener Schlichtungsstelle (MA 50)

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