Einfach Betriebskosten überprüfen

Die Jahresabrechnungen der Betriebskosten müssen bis zum 30. Juni gelegt werden. Sie können online mit wenigen Mausklicks überprüft werden.

Taschenrechner und Rotstift, daneben Münzen und Sparschwein

Der Wiener Betriebskostenrechner ermöglicht den Wienerinnen und Wienern, schnell und unbürokratisch die eigene Betriebskostenabrechnung zu kontrollieren. Mit wenigen Mausklicks können sowohl die Gesamtabrechnung als auch die einzelnen Betriebskostenpositionen auf Plausibilität überprüft werden. Durch Eingabe der Werte aus der Betriebskostenabrechnung wird ermittelt, ob diese, verglichen mit dem zugrundeliegenden Datenmaterial, als niedrig, mittel oder (zu) hoch einzustufen sind.

Dem Programm liegen sowohl die aktuellen Referenzwerte für die Berechnung der aktuellen Betriebskostenabrechnung als auch jene der letzten Jahre zur Berechnung zugrunde. Der Service ist österreichweit einzigartig.

Online berechnen

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Wie die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, kommt es immer wieder vor, dass Hausverwaltungen den Mieterinnen und Mietern zu viel verrechnen. Daher sollten die Betriebskosten-Jahresabrechnungen von den Bewohnerinnen und Bewohnern kontrolliert werden. Mithilfe des Wiener Betriebskostenrechners kann jederzeit eine grundsätzliche Überprüfung der eigenen Jahresabrechnung vorgenommen werden.

Mit dem Online-Betriebskostenrechner bietet die Stadt Wien ein weiteres Service-Instrument für die Wienerinnen und Wiener. Ähnlich dem Wiener Mietenrechner wird auch der Wiener Betriebskostenrechner häufig aufgerufen.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig:

Wir bieten damit den Wienerinnen und Wienern eine wichtige Unterstützung, die einfach zu handhaben ist und selbstverständlich kostenlos zur Verfügung steht. Darüber hinaus helfen natürlich auch die Expertinnen und Experten der Mieterhilfe bei allen Fragen zu den Betriebskosten weiter.

Bei deutlichen Abweichungen hilft die Servicestelle

Der Betriebskostenrechner bietet die Möglichkeit der grundsätzlichen Überprüfung auf Angemessenheit. Die Ergebnisse bieten allerdings selbst bei niedrigen Werten keine Gewähr dafür, dass nicht auch eine unzulässige Verrechnung vorliegen kann. Demgegenüber kann auch bei ausgewiesenen hohen Werten deren Verrechnung dennoch zulässig sein. Mögliche Gründe für niedrige oder hohe Werte können mit nur wenigen Mausklicks in Erfahrung gebracht werden.

Bei deutlichen Abweichungen zwischen der Jahresabrechnung und den vom Wiener Betriebskostenrechner ausgewiesenen Beträgen ist eine Überprüfung durch eine der kostenlosen Servicestellen der Stadt Wien oder eine Mieterschutzorganisation zu empfehlen. Dies gilt speziell dann, wenn Ausgaben eingerechnet wurden, die gesetzlich unzulässig sind.

Was fällt unter die Betriebskosten?

In die Betriebskosten dürfen grundsätzlich nur ganz bestimmte, im Gesetz festgelegte Kosteneingerechnet werden, zum Beispiel Ausgaben für:

  • Wasserversorgung
  • Rauchfangkehren
  • Kanalräumung
  • Müllabfuhr
  • Entrümpelungen
  • Schädlingsbekämpfung
  • Beleuchtung allgemeiner Teile des Hauses
  • Hausversicherungen
  • Hausbesorger
  • Lift

Die Hausverwaltungen sind darüber hinaus verpflichtet, den Mieterinnen und Mietern in jedem Fall Einblick in die detaillierte Zusammenstellung der Abrechnung sowie auch in die Rechnungsbelege zu gewähren. Überschreiten die Betriebskosten pro Quadratmeter den Wert von zwei Euro wesentlich, ist eine genauere Überprüfung zu empfehlen.

Betriebskostenüberprüfungen und Beeinspruchungen sind je nach Mietverhältnis und Mietgegenstand innerhalb von sechs Monaten beziehungsweise in den meisten Fällen innerhalb von bis zu drei Jahren ab Legung der Betriebskostenabrechnung rückwirkend möglich.

Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen müssen Hausverwaltungen beziehungsweise Vermieterinnen und Vermieter bis spätestens 30. Juni die Betriebskosten für das zurückliegende Jahr abrechnen. Diese Betriebskostenabrechnung ist den Mieterinnen und Mietern verpflichtend offen zu legen. Den Bestimmungen zufolge sind darin alle Ausgaben für das vergangene Jahr in aufgeschlüsselten Positionen darzustellen. Aus der Abrechnung der getätigten Ausgaben und den von den Mieterinnen und Mietern bereits geleisteten, monatlich vorgeschriebenen Beiträgen ergibt sich ein Guthaben oder ein entsprechendes Saldo, welches mit Nachzahlungen verbunden ist.

Hilfe für Mieterinnen und Mieter

Die Betriebskosten-Jahresabrechnungen sind für den Laien zumeist schwer lesbar. Eine Überprüfung und Kontrolle der Abrechnungen ist oftmals nur durch Expertinnen und Experten möglich.

Kostenlose Auskünfte und Informationen zu den Betriebskostenabrechnungen erhalten alle Wienerinnen und Wiener beim InfoCenter sowie bei den Expertinnen und Experten der Mieterhilfe.

Einleitung eines Schlichtungsstellenverfahrens

Sollte der Verdacht auf unzulässige Verrechnungen bestehen und lässt sich dieser zwischen Mieterinnen und Mietern sowie der Hausverwaltung nicht ausräumen, so wird dies bei der Schlichtungsstelle geklärt. Die Schlichtungsstelle ist eine den Gerichten vorgelagerte Anlaufstelle bei Schwierigkeiten beziehungsweise Rechtsstreitigkeiten.

Kontakte der Wiener Schlichtungsstelle (MA 50)

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