Ausstellung "Der Wiener Linienwall. Vom Schutzbau zur Steuergrenze" - Rückblick

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Die Ausstellung informierte von Jänner bis April 2017 über die Baugeschichte, Nachfolgeprojekte und die erhaltenen Reste des Linienwalls.

Befestigungsmauer mit davor lagernden Personen

Der Linienwall auf einem historischen Aquarell von A. S. Kronstein

Zum Schutz der Vorstädte Wiens und als abschreckende Maßnahme gegen die immer wieder in Niederösterreich einfallenden aufständischen Ungarn, die Kuruzzen, wurde 1704 der sogenannte Linienwall errichtet.

Der Verlauf dieses zweiten Befestigungsrings um Wien orientierte sich an den äußersten Vorstadtbebauungen und schloss auch einen Teil der Felder mit ein.

Tatsächlich musste der Wall als militärische Einrichtung nur ein einziges Mal dem Angriff der Kuruzzen standhalten. Nachdem weder eine ständige, lückenlose Bewachung noch die Erhaltungskosten des Bauwerks gesichert waren, wurde die Linie schließlich zu einer Steuergrenze umgewandelt. Diese Funktion hatte sie bis zu ihrem Abbruch, der am Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte. Die Beseitigung des Linienwalls ermöglichte schließlich die Vollendung des Gürtels und die Errichtung der Stadtbahntrasse.

Die Ausstellung stellte erstmals von Oktober 2012 bis März 2013 in der Volkshochschule Meidling und dann nochmals von Oktober 2014 bis April 2015 im Bezirksmuseum Simmering sowie von Jänner bis April 2017 im Bezirksmuseum Wieden die Ausgrabungen der Stadtarchäologie zwischen 1989 und 2012 im Bereich des früheren Linienwalls vor.

Publikationen

Zur Ausstellung ist folgendes Buch erschienen:

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