Ausstellung "Der Legionär als Handwerker" - Rückblick

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Archäologische Ausgrabungen im Bereich der Feuerwehrzentrale am Hof

Kopf einer römischen Geniusstatuette aus Marmor

Die Ausstellung "Der Legionär als Handwerker" war von Mai 2008 bis März 2009 zu sehen. Die Existenz von Werkstätten in Legionslagern ist eine wenig bekannte, aber umso faszinierendere Tatsache. Bildliche und schriftliche Quellen berichten von verschiedenen Arten von Werkstattbetrieben, in denen handwerklich spezialisierte Legionäre für Legionäre arbeiteten.

Archäologische Ausgrabungen, die die MA 7 - Kultur, Referat Stadtarchäologie "Am Hof" durchführte, bestätigten auch für das Legionslager von Vindobona die Existenz von solchen "fabricae" (Werkstätten). Anhand von Grabungsdokumentation, Rekonstruktionen und bemerkenswerten Funden wie dem Marmorköpfchen einer Geniusstatuette gab die Ausstellung einen faszinierenden Einblick in Lagerleben und Werkstattentwicklung bis in die Spätantike.

Eingebettet war diese Ausstellung in die Eröffnung des Römermuseums am 10. Mai 2008. Die Außenstelle des Wien Museums befindet sich am Hohen Markt. Das Römermuseum bietet Besucherinnen und Besuchern einen Überblick über römisches Leben in Legionslager, Lagervorstadt und Zivilstadt. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch verschiedene Wechselpräsentationen, die das Bild von Vindobona und seinem räumlichen Umfeld vervollständigen und abrunden. Als erste in einer Reihe von interessanten Präsentationen bespielte die MA 7 - Kultur, Referat Stadtarchäologie den Wechselpräsentationsbereich mit neuesten Forschungsergebnissen. Eine bislang "dunkle Ecke" des Legionslagers wurde "hell ausgeleuchtet" und spiegelte im wahrsten Sinn des Wortes farbenprächtige Facetten römischer Präsenz von Eisenrecycling bis zur Erzeugung von blauem Farbstoff wider.

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