Neues Abkommen für den Industriestandort Wien

Video: Stadt und Industriellenvereinigung schließen Standortabkommen

Am 17. April 2018 wurde zwischen der Stadt und der Industriellenvereinigung (IV-Wien) ein neues Standortabkommen unterzeichnet. Darin werden gemeinsame Maßnahmen und Projekte für eine Stärkung der Industrie in Wien aufgeführt. Schwerpunkte sind die Themen "Unternehmensstadt Wien", "Innovation", "Bildung" und "Verkehr".

Damit wird die bisherige konstruktive Zusammenarbeit in den nächsten Jahren fortgesetzt. Seit 2006 schlossen Stadt und IV bereits vier Übereinkommen.


IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun, Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner und Bürgermeister Michael Häupl

IV-Wien-Präsident Wolfgang Hesoun, Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner, Bürgermeister Michael Häupl und IV-Wien-Geschäftsführer Johannes Höhrhan (v.l.n.r.)

Bürgermeister Michael Häupl: "Wir sind stolz auf unsere Industrie. Gemeinsam werden wir daher auch in der Zukunft alles dafür tun, was dazu notwendig ist, damit die produzierenden Unternehmen in unserer Stadt beste Rahmenbedingungen vorfinden und die Industrie in ihrer Rolle als Taktgeber unseres Wirtschaftsstandorts weiter gestärkt wird."

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner: "Wir brauchen hier den weiteren Ausbau von Infrastruktur genauso wie eine entsprechende Zahl an gut ausgebildeten, qualifizierten, Arbeitskräften. Der technologische Wandel führt zudem dazu, dass sich der Arbeitsmarkt verändert. Wir wollen da nicht bloß zusehen, sondern uns den Herausforderungen der Digitalisierung gemeinsam stellen. Dabei wollen wir als Stadt dieser Entwicklung mit so viel Freiheit wie möglich und so wenig Regulierung wie nötig begegnen und unsere Angebote weiterentwickeln."

Wiener Standortabkommen 2018 - "Industrie und Wirtschaft in der Stadt": 814 KB PDF

Industrie als Basis des Wirtschaftsstandorts

Rund 200 größere industriell produzierende Unternehmen sorgen für über 173.000 Beschäftigungsverhältnisse. Sie steuern rund 25 Prozent der Wiener Wertschöpfung bei. Insgesamt umfasst der produzierende Bereich sogar 8.500 Betriebe, die inklusive ihrer wirtschaftlichen Effekte für 300.000 Jobs in der Bundeshauptstadt sorgen. Das sind so viele wie nie zuvor.

Auch im internationalen Wettbewerb hat sich Wien in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Wien kann seit vielen Jahren internationale Betriebsansiedlungsrekorde verbuchen. 2017 waren es beispielsweise 191 internationale Unternehmen, die in Wien eine Niederlassung errichtet haben.

Eckpunkte

Unternehmensstadt Wien

  • Fortsetzung der gemeinsamen Standortkampagne "Made in Vienna"
  • Business Support: Erfolgreichen One-Stop-Shop in der Wirtschaftsagentur weiterführen
  • Betriebszonen sichern und Umfeldmanagement beachten
  • Proaktives Produktflächen-Management verwirklichen
  • Expat Services und Integration in den Arbeitsmarkt weiterverfolgen
  • Verwaltungsverfahren weiter vereinfachen
  • Transparente Verwaltung weiter ausbauen

Innovation

  • Smart City-Strategie konsequent weiterverfolgen
  • Chancen der Digitalisierung ergreifen
  • Vision 2025: Dialog zu großen Technologietrends einleiten
  • Förderung für innovative Produktionsunternehmen fortsetzen
  • Call Pro Industry: Forschung und Entwicklung in Unternehmen steigern
  • Das Wiener Forschungsfest als Erfolgsprojekt fortsetzen
  • Fokus auf Innovationen im Gesundheitsbereich legen
  • Innovation und Wertschöpfung bei Start-ups stärken

Bildung

  • Kindergärten und Volksschulen stärken
  • Qualifikationsplan 2030: Aus- und Weiterbildung forcieren
  • Fachkräftemangel entgegenwirken
  • Hochschulstandort Wien stärken
  • Qualitätssiegel "Top-Lehrbetrieb" fortsetzen
  • "Wiener Zukunftsschulen": Schule mit Wirtschaft zusammenbringen

Verkehr

  • Höherrangige Straßenverbindungen sichern
  • Stadtstraße Aspern realisieren
  • S8 Marchfeld Schnellstraße: Wirtschaftsräume verbinden
  • Bahnknoten Wien: Mehr Verbindungen schaffen
  • Marchegger Ast: "Twin City Rail" nach Bratislava verwirklichen
  • Wirtschaftsfaktor Flughafen forcieren
  • U-Bahn: Lebensader für Wien weiter ausbauen
  • Russische Eisenbahnbreitspur verlängern
  • Güterzentrum Wien-Süd: Optimalen Betrieb vorantreiben
  • Hafen Wien: Güterumschlag weiter erhöhen
  • Mobilität in Unternehmen: Alternativen unterstützen
  • Nachhaltige Logistik 2030+: Moderne Konzepte erschaffen
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