Wiener Medieninitiative: Neue Förderung für innovative Medienangebote

  • Neues Förderprogramm mit 2 Förderschienen für JournalistInnen, MedienmacherInnen und Verlagshäuser
  • Einreichungen sind seit November 2019 möglich.
  • Die nächsten 3 Jahre stehen insgesamt 7,5 Millionen Euro als Fördersumme zur Verfügung.

Das neue Förderprogramm "Wiener Medieninitiative" wird qualitativ hochwertige Journalismusprojekte unterstützen. Über die Wirtschaftsagentur Wien werden über die nächsten 3 Jahre insgesamt 7,5 Millionen Euro als Fördersumme zur Verfügung stehen, davon 2,5 Millionen Euro für das kommende Jahr.

Journalistinnen und Journalisten, Medienmacherinnen und Medienmacher sowie Verlagshäuser können die Förderung seit November 2019 bei der Wirtschaftsagentur Wien beantragen. Nicht antragsberechtigt sind unter anderem öffentlich-rechtliche Gebietskörperschaften, Vereine oder Unternehmen, die überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.

Die Richtlinien für die Förderung sind seit November 2019 auf der Website der Wirtschaftsagentur Wien abrufbar.

2 Herren in Anzug und eine Dame in Blazer stehen vor Plakat mit Aufschrift "Bis zu 100.000 Euro für neue Medienangebote"

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Generalsekretärin Presseclub Concordia Dr.in Daniela Kraus und Stadtrat Peter Hanke

Bürgermeister Michael Ludwig: "Journalismus trägt maßgeblich dazu bei, den demokratischen und aktuellen Diskurs in einer Stadt zu stärken und stellt somit einen Mehrwert für die Lebensqualität dar. Ziel ist es, mit unserem neuen Förderprogramm für innovative Medienangebote qualitativ hochwertigen Journalismus zu fördern. Auch der Wien-Bonus kommt dabei zu tragen, da es Wiener Projekte sein müssen."

Medien- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: "Es ist eine zentrale, wirtschaftspolitische Aufgabe der Stadt Wien, Anreize zu schaffen, die es Medienunternehmen ermöglichen, neue und nachhaltige Angebote zu realisieren. Darüber hinaus lebt der Wirtschaftsstandort besonders von Innovationen."

Die Förderungen sollen im Mediensegment Kreativität und Pioniergeist begünstigen, aber auch auf qualitätsvolle Arbeitsbedingungen für Journalistinnen und Journalisten Bezug nehmen.

2 Förderschienen

Insgesamt gibt es 2 Förderschienen. Dabei wurde auf eine entsprechende Niederschwelligkeit geachtet, um auch kleine Innovationsideen zu größeren weiterzuentwickeln.

  1. Wiener Medieninitiative - Medienstart: Um eine Idee oder ein Konzept für ein neues journalistisches Medienangebot auf Machbarkeit überprüfen zu können beziehungsweise um es "marktreif" zu machen, werden selbstständige Journalistinnen und Journalisten sowie kleine Medienunternehmen mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Die Förderquote für die 1. Förderschiene ist mit bis zu 75 Prozent der Projektkosten sehr hoch angesetzt.
  2. Wiener Medieninitiative - Medienprojekt: Die 2. Förderschiene richtet sich an Medien-Start-ups oder an bestehende Medienunternehmen, die planen, ein neues Medienangebot mit journalistischer Qualität zu realisieren. Die Förderquote beträgt für Start-up-Unternehmen bis zu 60 Prozent der Projektkosten, für bestehende Medienhäuser bis zu 45 Prozent der Projektkosten und ist mit 100.000 Euro gedeckelt.

Das zu fördernde Projekt muss ein neues oder verbessertes mediales Angebot darstellen. Außerdem muss es sich durch journalistische Qualität auszeichnen. Auch ein konkreter "Business Case" muss dahinterstehen, das heißt die Darstellung, wie künftig Gewinne erwirtschaftet werden sollen.

Jury

Die Prüfung der eingereichten Projekte erfolgt durch eine renommierte Fach-Jury, der auch internationale Expertinnen und Experten angehören. Teil der Jury wird auch Daniela Kraus, Generalsekretärin des Presseclub Concordia und Expertin für praxisorientierte Journalismus- und Medienforschung, sein.

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