10 Millionen Euro für "Jugend und Zukunftsberufe"

Die Stiftung "Jugend und Zukunftsberufe" hilft 800 arbeitslosen Jugendlichen bis 25 Jahre mit neuen Ausbildungschancen und qualifiziert für Zukunftsberufe.

Die Corona-Krise hat die Arbeitslosigkeit massiv ansteigen lassen, besonders unter jungen Menschen. Bei den 20- bis 24-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum September 2019 um 35 Prozent gestiegen.

Die Stadt Wien, der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), das AMS Wien und die Arbeiterkammer Wien haben daher eine gemeinsame Zielgruppenstiftung für junge, arbeitslose Erwachsene geschaffen. Sie stellen dafür 10 Millionen Euro bereit. Rund 800 Jugendliche und junge Erwachsene können bis 2024 in die Stiftung eintreten.

Bürgermeister Michael Ludwig, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und AK Präsidentin Renate Anderl

Bürgermeister Michael Ludwig, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und AK Präsidentin Renate Anderl (v.l.n.r.)

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig: "Mir ist es ein Herzensanliegen, dass alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine vollwertige und qualitätsvolle Ausbildung bekommen. Wir können es nicht zulassen, dass junge Wienerinnen und Wiener in Folge der Corona-Krise ohne Perspektive, ohne Job und ohne Zukunft dastehen. Wie dramatisch die Lage ist, zeigen die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Unsere Antwort darauf ist das 17 Millionen Euro schwere Wiener Ausbildungspaket. Die Jugendstiftung ist ein wesentlicher Teil davon."

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: "Wir dürfen nicht zulassen, dass eine verlorene Generation entsteht mit negativen sozialen Folgen für unsere gesamte Gesellschaft. Junge Menschen brauchen echte Chancen. Gleichzeitig ist es auch von entscheidender Bedeutung, dass die Wirtschaft für eine nachhaltige Erholung gut qualifizierte Fachkräfte hat. Das gesamte Wiener Ausbildungspaket und insbesondere auch die Jugendstiftung Zukunftsberufe kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. So geben wir arbeitslosen jungen Menschen die Möglichkeit, sich speziell in Zukunftsbranchen wie Gesundheit- und Krankenpflege oder Informatik zu qualifizieren."

Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl: "Wir müssen alles dazu tun, um die Spuren, die die Corona-Krise hinterlassen hat, möglichst rasch zu beseitigen. Das gilt besonders für den Arbeitsmarkt. Mit der Beteiligung der AK Wien an der Stiftung 'Jugend und Zukunftsberufe' leisten wir einen konkreten Beitrag, um unsere Mitglieder zu unterstützen."

Der Weg zur Ausbildung

Interessentinnen und Interessenten können sich auf "Jugend & Zukunftsberufe" registrieren.

Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ist die Voraussetzung für die Teilnahme an der Stiftung. Daher ist es wichtig, dass sie vorab mit dem AMS klären, ob und wie lange sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

Nach der Registrierung nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des waff Kontakt auf und klären in einem kurzen Gespräch die Details. Wer in die Stiftung eintritt, erhält Unterstützung bei der Wahl der richtigen Ausbildung, die Ausbildungskosten werden finanziert und Hilfe gibt es auch bei der anschließenden Jobsuche.

Während der Ausbildung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schulungsarbeitslosengeld. Ausbildungen sind bis zu 3 Jahre möglich und reichen vom Nachholen des Schulabschlusses über den Lehrabschluss bis hin zum Bachelorstudium.

Im Rahmen der Stiftung werden Ausbildungen in den folgenden Bereichen finanziert:

  • Gesundheit und Pflege
  • IT
  • Umwelt, Klima und Energie
  • Pädagogik und Soziales
  • Kaufmännischer Bereich mit Schnittpunkten zur Digitalisierung

Teil des Wiener Corona Ausbildungspaketes

Die Stiftung "Jugend und Zukunftsberufe" ist Teil des Wiener Corona Ausbildungspaketes. Damit sollen arbeitslose Jugendliche bis 25 Jahre, die beispielsweise ihren Lehrplatz verloren, die Ausbildung abgebrochen oder die trotz ihrer Ausbildung keine beruflichen Perspektiven haben, neue Ausbildungschancen erhalten. Sie bietet insbesondere Ausbildungsmöglichkeiten in Zukunftsberufen durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Fachhochschulen.

Corona-Ausbildungspaket für junge WienerInnen

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