Güterzentrum Wien Süd eröffnet

Am südlichen Stadtrand von Wien wurde das neue, multifunktionale Güterzentrum Wien Süd errichtet, sozusagen der neue Hauptbahnhof des Güterverkehrs.

Güterzentrum Wien Süd

Das Güterzentrum Wien Süd wurde nach dreijähriger Bauzeit am 5. Dezember 2016 eröffnet. Es ist aufgrund der zentralen Lage eine bedeutende internationale Drehscheibe für den Import und Export. Mit dem Bau wurden die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die umweltfreundliche Schiene geschaffen. Bis zu 220.000 Lkw können so von der Straße auf die Schiene geholt werden.

Mit der Inbetriebnahme des Güterzentrums Wien Süd wird zudem den Wirtschaftsstandort Wien gestärkt. Ein weiterer Vorteil dieser Standortkonzentration ist die Verringerung der innerstädtischen Zug- und Verschubfahrten sowie des innerstädtischen Lkw-Verkehrs.

Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bei der Eröffnung des Güterzentrums Wien Süd

Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (2.u.3.v.l.)

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: "Das neue Güterzentrum Inzersdorf bringt der Stadt und der Region enorm viel: bessere Bedingungen für den Güterverkehr auf der Schiene und viel Platz in der Innenstadt für dringend benötigten Wohnraum. Damit ist das Güterzentrum ein zentraler Baustein für die Mobilitäts- und die Klimastrategie der Stadt und eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Wien ausreichend neue Wohnungen auch im Inneren der Stadt zur Verfügung stellen kann."


Drehscheibe für Süd- und Osteuropa

Auf einem Gelände von 55 Hektar, das entspricht der Größe von rund 77 Fußballfeldern, entstand eine moderne Güterumschlagsanlage. Schwerpunkmäßig ist das neue Güterzentrum auf Transporte im Kombinierten Ladungsverkehr ausgerichtet. Der neue Hauptbahnhof für Güter liegt im Süden von Wien, an der Schnittstelle zwischen der Pottendorfer Eisenbahnlinie und der Außenring Schnellstraße S1. Das Güterzentrum ist ein Knotenpunkt für Verbindungen zur Nordsee und zum Schwarzen Meer sowie für die Bahnanbindungen an die großen Adriahäfen. Damit wird Wien zur Drehscheibe für Güter von beziehungsweise nach Süd- und Osteuropa.

In den Bau des Güterzentrums wurden rund 246 Millionen Euro investiert.

Spitzenreiter beim umweltfreundlichen Güterverkehr

In Österreich beträgt der Schienenanteil im Güterverkehr derzeit über 30 Prozent. Damit zählen die ÖBB zu den Spitzenreitern innerhalb der Europäischen Union. Das verkehrspolitische Ziel ist es, künftig rund 40 Prozent mit der Bahn zu transportieren.

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