Bildungskonto für alle - gleiche Chancen bei beruflicher Weiterbildung

Mit dem Bildungskonto unterstützt der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) Beschäftigte und Arbeitsuchende. Das Konto ist je nach individueller Voraussetzung mit 300 bis 2.000 Euro gefüllt.

Unterricht in einer Klasse

Die aktuelle Arbeitslosenquote zeigt deutlich: Je besser die Qualifikation, umso geringer ist das Risiko des Jobverlustes. Daher unterstützt die Stadt über den waff die Wienerinnen und Wiener gezielt für bessere berufliche Entwicklungschancen und investiert in ihre Aus- und Weiterbildung.

Damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer so einfach wie möglich zu ihrem Weiterbildungsgeld kommen, stellt der waff mit dem Bildungskonto ein zielgerichtetes Förderpaket bereit.

Höhe der Förderung

Die Höhe des persönlichen "Job-Gut-Habens" (so der Titel der Informationsoffensive zum Bildungskonto) hängt davon ab, welche Qualifikationen jemand hat, welchen beruflichen Entwicklungswunsch man mitbringt, wie viel man verdient und ob man arbeitsuchend oder beschäftigt ist.

Aus- und Weiterbildung: bis zu 300 Euro

So fördert der waff mit dem Bildungskonto die Aus- und Weiterbildung zu 50 Prozent mit bis zu 300 Euro, egal ob man beschäftigt oder arbeitslos ist. Es gibt keine Einkommensgrenze. Die Förderung kann unkompliziert nach absolvierter Weiterbildung auf antrag.waff.at beantragt werden.

Abschluss nachholen: bis zu 1.000 Euro

Beschäftigte Wienerinnen und Wiener, die die Berufsreifeprüfung, Matura oder einen zweiten Lehrabschluss nachholen wollen, fördert der waff mit dem Bildungskonto zu 90 Prozent mit bis zu 1.000 Euro. Die Antragstellung erfolgt auch hier im Nachhinein, also nach abgeschlossener Weiterbildung. Auch hier ist eine Online-Beantragung möglich.

Umfangreiche Weiterbildung: bis zu 2.000 Euro

Wer beschäftigt ist und sich umfangreicher beruflich weiterbilden will, für den bietet das waff-Bildungskonto bis zu 2.000 Euro finanzielle Unterstützung. Voraussetzung ist, dass man nicht mehr als 1.800 Euro netto im Monat verdient. Der Antrag auf Förderung muss persönlich und vor Kursanmeldung gestellt werden.

Mehrere Ausbildungen möglich

Die maximale Fördersumme kann bei allen Angeboten des Bildungskontos in Teilbeträgen für mehrere Ausbildungen innerhalb von vier Kalenderjahren genutzt werden.

Spezielle Angebote für Frauen

Berufstätige Frauen - vor allem die, die Teilzeit oder in schlecht bezahlten Jobs arbeiten - bleiben oft bei der Weiterbildung auf der Strecke. Grund sind nicht zuletzt Vereinbarkeitsprobleme zwischen Beruf und Privatleben. Die Konsequenz daraus sind fehlende berufliche Perspektiven mit allen negativen Folgeerscheinungen bis hin zur Altersarmut.

Mit seinem speziellen Programm FRECH - Frauen ergreifen Chancen unterstützt daher der waff beschäftigte Wienerinnen dabei, neue Wege einzuschlagen, um sich beruflich zu verbessern. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Erfolgschancen in der digitalen Arbeitswelt.

Verdient eine Frau nicht mehr als 1.800 Euro netto, kann sie mit finanzieller Unterstützung von bis zu 3.700 Euro rechnen. FRECH bietet neben finanzieller Unterstützung für Weiterbildung vor allem auch professionelle Beratung sowie Workshops von Frauen für Frauen und Vorträge mit Expertinnen. Der waff unterstützt außerdem beim Wiedereinstieg nach der Babypause oder Pflegekarenz. Ist eine Aus- oder Weiterbildung notwendig, gibt es auch hier finanzielle Unterstützung.

Zahlen belegen Wirksamkeit von Aus- und Weiterbildung

Aus- und Weiterbildung helfen, den Arbeitsplatz abzusichern, im Beruf weiterzukommen, mehr zu verdienen und sind auch die Grundlage für einen besseren Job und mehr Zufriedenheit im Beruf. Das bestätigt auch eine Studie des Forschungsinstitutes FORBA, die von der Arbeiterkammer und dem AMS Wien beauftragt und im Juni 2017 präsentiert wurde.

Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt bei Personen mit maximal Pflichtschulabschluss 37,9 Prozent, mit Lehrabschluss hingegen "nur" 14 Prozent und mit einer abgeschlossenen Berufsbildenden mittleren Schule 6,6 Prozent.

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