Arbeitsmarkt-Schwerpunkte für Wien 2019

  • Rekordbeschäftigung und deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit 2018
  • Wirtschaftswachstum wird auch 2019 groß genug sein, um die Arbeitslosigkeit zu senken.
  • Neues Arbeitsmarktpaket und waff-Qualifizierungsangebot mit Schwerpunkt Digitalisierung
  • Ziel: 50.000 Beschäftigte mehr bis 2020
Diagramm mit der Veränderung der unselbstständigen Beschäftigung in Wien

Veränderung der unselbstständigen Beschäftigung in Wien

Die Konjunktur soll auch 2019 genutzt werden, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Gemeinsam mit der Arbeiterkammer wird derzeit eines der größten Arbeitsmarktpakete der letzten Jahrzehnte erarbeitet. Ende Jänner 2019 wird zudem das neue Arbeitsprogramm des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) präsentiert. Beide haben den Schwerpunkt Digitalisierung.

Ziel der Wiener Arbeitsmarktpolitik ist es, von 2018 bis Ende 2020 rund 50.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. 2018 wurden bereits 19.590 neue Beschäftige gezählt. Damit ist das Ziel nach dem ersten Jahr bereits zu 39 Prozent erreicht.

Peter Huber, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und  Klemens Himpele

Peter Huber (WIFO), Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke und MA 23-Abteilungsleiter Klemens Himpele (v.l.n.r.)

Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke: "Wir verzeichnen Rekordbeschäftigung und einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in unserer Stadt. Darauf dürfen wir uns nicht ausruhen und müssen heute schon die Vorbereitungen für die kommenden Jahre treffen, damit auch in Zukunft die Wirtschaftsleistung weiter wächst und die Arbeitslosigkeit sinkt. "


Arbeitsmarkt und Konjunkturentwicklung

Diagramm mit der Anzahl der unselbstständigen Beschäftigungsverhältnisse in Wien

Unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse in Wien

Der Wiener Arbeitsmarkt hat sich 2018 gut entwickelt. Die Beschäftigung ist auf einem historischen Höchststand in der Zweiten Republik. Mit 848.530 Personen sind in Wien noch nie jeden Tag so viele Menschen in der Früh aufgestanden, um arbeiten zu gehen.

Mit einem Beschäftigungszuwachs von +2,4 Prozent im Jahr 2018 verzeichnete Wien den höchsten Wert seit der Jahrtausendwende.

Die Arbeitslosigkeit sinkt in nahezu allen Bereichen. Grundsätzlich sind die Arbeitslosenzahlen unter die Werte von 2015 gefallen. Das ist erfreulich, aber: Jede arbeitslose Wienerin und jeder arbeitslose Wiener ist zu viel. Im vergangenen Jahr sind in ganz Österreich 86.193 neue Beschäftigungsverhältnisse entstanden. 19.590 davon alleine in Wien. Das bedeutet, dass rund jeder 4. neue Job in Österreich in Wien entstanden ist.

2018 ist die Wirtschaftskraft Wiens um 2,5 Prozent gewachsen. Die Wirtschaft in den kommenden Jahren wird nicht mehr so stark wachsen. Das Wirtschaftswachstum 2019 wird mit etwa +1,8 Prozent aber hoch genug sein, um die Arbeitslosigkeit weiter zu senken.

Auch die Beschäftigung in Wien dürfte 2019 um 1,3 Prozent steigen. Die Arbeitslosenquote sollte im Jahresdurchschnitt bei 11,9 Prozent liegen.

Herausforderungen für die Zukunft

Für 2019 hat die Stadt Wien 3 Herausforderungen identifiziert:

  • Ältere Arbeitslose: Lediglich bei der Gruppe der älteren Arbeitslosen musste Wien 2018 einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnen.
  • Langzeitarbeitslosigkeit: Trotz des Rückgangs 2018 droht ohne intensive Betreuung dieser Gruppe eine Verkrustung bei Langzeitarbeitslosen.
  • Digitalisierung: Die Digitalisierung ist der größte Umbruch am Arbeitsmarkt seit der industriellen Revolution. Wien muss auf die Herausforderungen der Digitalisierung heute schon vorbereitet sein, um Beschäftigung weiter zu steigern. Daher braucht es maßgeschneiderte und punktgenaue Qualifizierungsangebote und den Ausbau der Infrastruktur.

Die Stadt Wien setzte mit dem österreichweit einzigartigen Instrument, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), auf Weiterbildung und Senkung der Jugendarbeitslosigkeit.

Wiener Arbeitsmarktstrategie wirkt

Wien ist mit seiner bisherigen Arbeitsmarktstrategie 2018 richtiggelegen: Rund 60 Prozent all jener, die aus der Arbeitslosigkeit wieder den Sprung in eine Beschäftigung geschafft haben, haben maximal Pflichtschulabschluss. Die größten Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit wurden in zwei Altersgruppen verzeichnet: Bei den jungen Menschen von 20 bis 24 ist die Arbeitslosigkeit um 9,7 Prozent gesunken. Bei jenen zwischen 25 und 29 um 7,3 Prozent. Das sind die höchsten Rückgänge am Wiener Arbeitsmarkt.

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