Start der Jobinitiative "Aktion 20.000"

Am 1. Juli 2017 startete die Jobinitiative "Aktion 20.000". Durch die Schaffung neuer Jobs in Gemeinden und gemeinnützigen Organisationen soll die Langzeitarbeitslosigkeit von über 50-Jährigen halbiert werden.

Pressekonferenz zum Thema Aktion 20.000 mit Bundesminister Alois Stöger und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner

Bundesminister Alois Stöger und Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner

2016 waren fast 25 Prozent aller in Wien arbeitslos gemeldeten Personen über 50 Jahre. Rund 20.000 der über 50-jährigen Wienerinnen und Wiener waren im Jahresdurchschnitt 2016 langzeitbeschäftigungslos, also mehr als ein Jahr durchgängig ohne Job.

Durch den Beschluss des Nationalrats kann die Aktion 20.000 wie geplant in den neun Modellregionen in allen Bundesländern umgesetzt werden.

Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner: "Für uns war daher von Anfang an klar, dass wir bei der Aktion 20.000 des Bundes mitmachen. Ich freue mich sehr, dass es uns in Wien in kurzer Zeit gelungen ist, die im Pilotprojekt geplanten rund 200 neuen Jobs im Magistrat und Einrichtungen der Stadt Wien aufzustellen. Diese neuen Jobs sollen dazu beitragen, Abläufe zu erleichtern und Services auszubauen. Die Aktion ist außerdem ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Altersarmut."

Informationsmesse im Rathaus

Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), Gesamtkoordinator des Wiener Pilotprojektes, veranstaltete am 19. Juli 2017 eine Informationsmesse im Wiener Rathaus.

Die Besucherinnen und Besucher konnten sich dort von 9 bis 15 Uhr im Detail über die umfangreichen Beschäftigungsmöglichkeiten informieren und gleich ihr Interesse für ein konkretes Tätigkeitsfeld bekunden. Anschließend wurden die Personen an die jeweilige Abteilung im Magistrat oder gemeindenahe Einrichtungen vermittelt.

Eingeschult werden die ausgewählten Personen, sobald sie den Job antreten. Auch längere Einschulungs- beziehungsweise Ausbildungszeiten erfolgen zu Beginn des Dienstverhältnisses.

Interessenten können sich bei Informationsständen zu den aktuellen 200 Stellenangeboten informieren. Außerdem werden Infos über zusätzliche Fördermöglichkeiten des AMS für über 50-Jährige geboten.

Breites Spektrum an Jobs

Im Rahmen der Aktion 20.000 werden Jobs für alle Qualifikationsniveaus angeboten. Auch das Berufsspektrum ist sehr breit. Es reicht von Büroberufen über IT-Berufe, handwerkliche und technische Berufe, sowie Sozialberufe bis zu Hilfstätigkeiten in diesen Bereichen.

Das Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser stellt 37 Positionen bereit. Gesucht werden vor allem "AlltagsbegleiterInnen" für die 30 Häuser zum Leben. Sie sollen die Bewohnerinnen und Bewohner zum Beispiel beim Einkaufen unterstützen, sie zum Facharzt begleiten, vorlesen und ähnliches.

Beim Fonds Soziales Wien sind es sogar rund 65 Stellen, sowohl im administrativen als auch im handwerklichen Bereich. Auch Sozialpädagoginnen und -pädagogen sowie mehrsprachige Freizeitpädagoginnen und -pädagogen für die Flüchtlingsbetreuung werden gesucht.

Wiener Wohnen bietet 23 Stellen an, zum Beispiel als OrdnungsberaterInnen (Verschmutzung, Graffitis et cetera), MaklerInnen oder WerkmeisterInnen (örtliche Bauaufsicht und Kontrolle). Die Wiener Bäder (MA 44) suchen 13 Badewartinnen beziehungsweise -warte und das Wiener Stadtgartenamt (MA 42) bietet 20 Stellen zur Reinigung der Wiener Parkanlagen, im Winterdienst, sowie bei der Müllentsorgung.

Erweiterung der Aktion in Wien ab 2018

Ab Jänner 2018 wird die Aktion 20.000 auf gemeinnützige Einrichtungen und Vereine erweitert. Die Erfahrungen aus dem Wiener Pilotprojekt sollen dafür die Grundlage sein. Die Gesamtverantwortung für die Umsetzung der Aktion 20.000 in Wien liegt beim AMS Wien.

Nähere Informationen zum Wiener Pilotprojekt im Rahmen der Aktion 20.000 können beim waff unter der Telefonnummer 01 217 48-777 eingeholt werden.

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