Tombolaspiel, Glückshafen oder Juxausspielung - Bewilligung

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Persönliche Termine zu konkreten Projekten und Anträgen sind derzeit nur nach Reservierung möglich. Termine können Sie in folgenden Angelegenheiten online reservieren:
Anlagen- und Gewerbetechnik
Sportwetten, Tanzschulen und Glücksspiel
Veranstaltungen
Verwaltungsstrafen
Verkaufsstände, Eintrittskartenverkauf ("MozartverkäuferInnen")

Allgemeine Informationen

Tombola, Glückshafen und Juxausspielung sind Lotterien ohne Erwerbsabsicht der Veranstalterin oder des Veranstalters. Beträgt das Spielkapital der Veranstalterin oder des Veranstalters mehr als 4.000 Euro pro Kalenderjahr ist eine Genehmigung erforderlich. Das Spielkapital ergibt sich, wenn man den Lospreis mit der Anzahl der Lose multipliziert.

Bei einem Glückshafen gewinnt nur ein Teil der Lose. Die Spielteilnehmerin oder der Spielteilnehmer zieht selbst entweder ein Gewinnlos oder eine Niete.

Eine Juxausspielung ist eine Verlosung, bei der alle Lose gewinnen. Die Spielteilnehmerin oder der Spielteilnehmer zieht selbst ein Los.

Bei einer Tombola erhalten die Spielteilnehmerinnen und Spielteilnehmer eine Tombolakarte, auf der sich 3 Reihen mit jeweils 5 Zahlen zwischen 1 und 90 befinden. In den Spielbedingungen ist festgelegt, welche Zahlenkombinationen einen Gewinn bezeichnen. Zum Beispiel gewinnen bei "Ambo" 2 der gezogenen Gewinnzahlen in einer Reihe oder bei "Tombola" alle 15 Zahlen der Tombolakarte. Die Gewinnzahlen werden in einer öffentlichen Ziehung ermittelt.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Spielkapital bis 4.000 Euro pro Jahr:

  • Das Spielkapital einer Veranstalterin oder eines Veranstalters pro Jahr ist nicht höher als 4.000 Euro, somit unterliegen der Glückshafen, die Juxausspielung oder die Tombola nicht dem Glücksspielgesetz.
  • Eine Genehmigung ist nicht erforderlich.
  • Es dürfen keine persönlichen Interessen oder Erwerbsabsichten verfolgt werden.

Spielkapital von 4.001 Euro bis 15.000 Euro pro Jahr:

  • Die Veranstalterin oder der Veranstalter muss eine juristische Person sein. Juristische Personen sind zum Beispiel Vereine, Ges.m.b.H.s oder Aktiengesellschaften.
  • Der Sitz der Organisation muss in Österreich sein.
  • Es dürfen keine persönlichen Interessen oder Erwerbsabsichten verfolgt werden.

Spielkapital über 15.000 Euro pro Jahr:

  • Die Veranstalterin oder der Veranstalter muss eine juristische Person sein.
  • Der ausschließliche Zweck der juristischen Person muss darin liegen, dem "allgemeinen Wohl" zu dienen. Dies muss zum Beispiel in den Statuten stehen. In Statuten wird beispielsweise festgehalten, wie ein Verein organisiert ist und welche Ziele er verfolgt.

Fristen und Termine

Den Antrag müssen Sie spätestens 4 Wochen vor der Veranstaltung einreichen.

Spätestens 4 Monate nach der Veranstaltung müssen Sie eine notarielle Bestätigung des Verwendungszweckes sowie eine Einnahmen- und Ausgaben-Abrechnung bei der Behörde einreichen.

Eine Verlosung darf frühestens 6 Monate nach der vorangegangenen Verlosung durchgeführt werden.

Zuständige Stelle

Gewerbetechnik, Feuerpolizei und Veranstaltungen (MA 36)
Dezernat K - Sportwetten, Glücksspiel und Tanzschulen (rechtliche Angelegenheiten)
20., Dresdner Straße 75, 4. Stock, Zimmer 412 und 413
Telefon: +43 1 4000--36331, -36322, -36323
Fax: +43 1 4000-99-36336
E-Mail: post@ma36.wien.gv.at

Dienstag und Donnerstag von 8 bis 12 Uhr. Am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 12 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Erforderliche Unterlagen

Mit einem formlosen Antrag müssen Sie folgende Unterlagen einreichen:

  • Amtlichen Lichtbildausweis der anmeldenden Person(en)
  • Wenn eine bevollmächtigte Person die Anmeldung der Veranstaltung vornimmt: Vollmacht der Veranstalterin oder des Veranstalters
  • Nachweis, dass die Tätigkeit der Firma bzw. des Vereines im Interesse des allgemeinen Wohls liegt, wie z. B. Statuten
  • Auszug aus dem Firmenbuch bzw. Auszug aus dem Vereinsregister
  • Nachweis über die Sicherheitsleistung für den Gesamttrefferwert (z. B. Hinterlegen eines Sparbuchs bei einer Notarin oder einem Notar)
  • Angaben zu:
    • Spielkapital
    • Gesamttrefferwert
    • Verwendungszweck des Reinertrags

Kosten und Zahlung

  • 130,90 Euro Bundesgebühr
  • 6,54 Euro Verwaltungsabgabe

Bitte beachten Sie, dass bei der Durchführung einer Verlosung weitere Kosten wie z. B. Notariatskosten, Spielabgabe an das Finanzamt, bestelltes Aufsichtsorgan und sicherheitspolizeiliche Überwachung der Ziehung anfallen.

Die Verrechnung erfolgt über die Abteilung Rechnungs- und Abgabenwesen - Buchhaltungsabteilung 40.

Zusätzliche Informationen

Vor der Verlosung

Die Verlosung darf erst öffentlich angekündigt werden, nachdem sie genehmigt wurde.

Für den Verkauf von Losen sind nur Inhaberinnen und Inhaber einer Genehmigung gemäß §14 Glücksspielgesetz berechtigt.

Die Veranstalterin oder der Veranstalter muss bei Tombolaspielen eine Sicherheitsleistung für den Gesamttrefferwert erbringen. Bei Glückshafen und Juxausspielung ist diese nur für den Wert der nicht gespendeten Treffer notwendig. Der Nachweis der Sicherheitsleistung kann zum Beispiel durch das Hinterlegen von Sparbüchern bei einer Notarin oder einem Notar erfolgen und ist für die Genehmigung der Verlosung erforderlich.

Nach der Verlosung

Nach der Veranstaltung muss eine öffentliche Notarin oder ein öffentlicher Notar eine Einnahmen- und Ausgaben-Abrechnung erstellen. Sie oder er muss zusätzlich schriftlich bestätigen, dass die Einnahmen dem karitativen Zweck entsprechend verwendet und dass die Bestimmungen des Glücksspielgesetzes und des Genehmigungsbescheides eingehalten wurden. Die Überprüfungsergebnisse müssen innerhalb von 4 Monaten der Abteilung für Gewerbetechnik, Feuerpolizei und Veranstaltungen übermittelt werden.

Als Ausgaben können nur Kosten angeführt werden, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Verlosung stehen, zum Beispiel Steuern, die auf die Verlosung entfallen. Die Kosten für zum Beispiel die Saalmiete oder für die Musik können nicht als Ausgaben berücksichtigt werden.

Rechtliche Grundlage: Glücksspielgesetz

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