EU bzw. EWR-Berufsqualifikation - Gleichhaltungsverfahren - Antrag

Allgemeine Informationen

Das System der Diplomanerkennung beruht auf der EU-Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, RL 2005/36/EG in der Fassung der Änderungsrichtlinie 2013/55/EU. Ziel ist, den Zugang zu einem reglementierten Beruf in einem EU bzw. EWR-Mitgliedstaat zu ermöglichen, obwohl die Ausbildung in einem anderen Mitgliedstaat erfolgt ist.

Ein reglementierter Beruf ist ein Beruf, der den Nachweis bestimmter Befähigungen erfordert.

Wenn die Ausübung eines Gewerbes aus dieser Liste (Liste der Gewerbe, für die eine Anerkennung ausgesprochen werden kann: 56 KB PDF) angestrebt wird, kommt in erster Linie das Verfahren der Anerkennung zur Anwendung.

Die Gleichhaltung von im Herkunftsmitgliedsstaat erworbenen Berufsqualifikationen wird auf Antrag mit Bescheid des Amtes der Landesregierung ausgesprochen. Dieser berechtigt jedoch noch nicht zur Ausübung des Gewerbes. Hierzu bedarf es noch der rechtswirksamen Begründung der Gewerbeberechtigung bei der für den Standort zuständigen Behörde.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Die im Herkunftsmitgliedsstaat erworbene und nachgewiesene Berufsqualifikation ist mit dem österreichischen Befähigungsnachweis auf gleichem Niveau (Äquivalenzprüfung).

Fristen und Termine

Eine etwaige Äquivalenzprüfung muss spätestens innerhalb von vier Monaten nach Vorlage der vollständigen Unterlagen erfolgen.

Zuständige Stelle

Für das Gleichhaltungsverfahren ist in Wien das Amt der Wiener Landesregierung, Abteilung für Gewerberecht, Datenschutz und Personenstand (MA 63) zuständig.

Gewerberecht, Datenschutz und Personenstand (MA 63)
1., Wipplingerstraße 6-8, 1. Stock, Zimmer 138 (Erreichbar mit den Linien U1, U3, 1A, 2A und 3A)
Telefon: +43 1 4000-97117 oder -97118
Fax: +43 1 4000-99-97115
E-Mail: post@ma63.wien.gv.at

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 8 bis 13 Uhr. Am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 11.30 Uhr; an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.

Verfahrensablauf

  • Antragstellung
  • Erforderlichenfalls Anfrage bei der zuständigen Behörde im Heimat- oder Herkunftsstaat
  • Erlassung des Bescheides

Erforderliche Unterlagen

Dem Antrag müssen folgende Dokumente in Kopie angeschlossen werden:

  • Identitätssnachweis (z. B. Kopie des Personalausweises oder Reisepasses)
  • Für die Gleichhaltung zur Planung von Hochbauten zusätzlich (Bei nicht in deutscher Sprache verfassten Dokumenten samt beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache.):
    • Zeugnisse über im Heimat- oder Herkunftsstaat erworbene Berufsqualifikationen
  • Für die Gleichhaltung aller anderen Gewerbe zusätzlich (Bei nicht in deutscher Sprache verfassten Dokumenten samt beglaubigter Übersetzung in die deutsche Sprache.):
    • Nachweise (ausgestellt von der zuständigen Behörde) zur im Heimat- oder Herkunftsstaat erworbenen Berufsqualifikation (Befähigungsnachweis, Ausbildungsnachweis, Diplom usw.)
    • Nachweis über eine mindestens einjährige Tätigkeit im Gewerbe (Vollzeit) in den vorhergehenden zehn Jahren (sofern das Gewerbe im Herkunftsmitgliedstaat nicht reglementiert ist)

Kosten und Zahlung

Keine

Erledigungsdauer

Das Verfahren dauert in der Regel zirka vier Monate.

Formular

Online-Formular: EU/EWR-Berufsqualifikation - Gleichhaltungsverfahren - Antrag

Elektronische Zustellung
Bei diesem Verfahren erfolgt die Zustellung der behördlichen Erledigung elektronisch. Ist man bei keinem elektronischen Zustelldienst registriert, erhält man die Erledigung auf dem Postweg.

Information zur Elektronischen Zustellung behördlicher Dokumente

Zusätzliche Informationen

Homepage: Gewerberecht

Verantwortlich für diese Seite:
Gewerberecht, Datenschutz und Personenstand (Magistratsabteilung 63)
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