"Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit"

Aufgrund der COVID-Maßnahmen der Bundesregierung ist eine persönliche Vorsprache bei der MA 35 derzeit nur mit Termin möglich.

Einen Termin können Sie nur reservieren, wenn Sie einen Erstantrag auf einen Aufenthaltstitel oder eine EWR-Dokumentation stellen möchten. Verlängerungs- und Zweckänderungsanträge sind per Post oder Amtsbriefkasten zu stellen.

Abholtermine für Aufenthaltstitel bleiben aufrecht - bitte nehmen Sie den Termin wahr.

Für Fragen zum Verfahren, Auskünfte oder Nachreichungen von Unterlagen werden keine Termine vergeben. Bitte wenden Sie sich an die Telefonnummer +43 1-4000-3535 oder per E-Mail an anliegen@ma35.wien.gv.at.

Nachreichungen von Unterlagen bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an die für Ihren Antrag zuständige Stelle.
Falls erforderlich, nimmt die MA 35 mit Ihnen für eine Terminvereinbarung Kontakt auf.

Aktuelle Informationen zur Beantragung und Ausstellung einer Notvignette gemäß § 24 NAG finden Sie unter "Notvignette/Notfallvisum".

Personen aus Drittstaaten können eine "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" erhalten, wenn sie sich länger als 6 Monate in Österreich niederlassen und eine unselbständige Tätigkeit ausüben wollen, die vom Ausländerbeschäftigungsgesetz ausgenommen ist.

Sie müssen die Niederlassungsbewilligung persönlich bei der zuständigen Stelle beantragen. Dazu brauchen Sie die erforderlichen Unterlagen und die ausgefüllten Formulare:

Allgemeine Informationen

Personen aus Drittstaaten können eine "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" erhalten, wenn sie sich länger als 6 Monate in Österreich niederlassen und eine unselbständige Tätigkeit ausüben wollen, die vom Ausländerbeschäftigungsgesetz ausgenommen ist.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Die beabsichtigte Tätigkeit muss vom Ausländerbeschäftigungsgesetz ausgenommen sein. Dies gilt für folgende Personengruppen:

  • Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer, die an Unterrichtsanstalten oder Instituten, die auf zwischenstaatlichen Kulturabkommen beruhen, tätig sind
  • Diplomatisches Personal und Bedienstete von diplomatischem Personal
  • Seelsorgerinnen oder Seelsorger einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgemeinschaft
  • Besondere Führungskräfte (z. B. Position auf der Vorstands- oder Geschäftsleitungsebene in international tätigen Unternehmen), ihre EhepartnerInnen und Kinder sowie ihre ausländischen Bediensteten
  • Berichterstatterinnen oder Berichterstatter für ausländische Medien mit Akkreditierung
  • Wissenschaftliches Personal in öffentlichen und privaten Einrichtungen und Unternehmen
  • Personal am Europäischen Zentrum für Sozialpolitik
  • Lehrpersonal an bestimmten internationalen Schulen in Österreich
  • Personen hinsichtlich ihrer technischen Tätigkeiten im Rahmen zwischenstaatlicher Abkommen über den Luftverkehr
  • Lehr- oder Forschungspersonal an Fachhochschulen
  • Personen hinsichtlich ihrer militärfachlichen Tätigkeit an einer Dienststelle des Bundesministeriums für Landesverteidigung
  • Personen, die eine wissenschaftliche oder pädagogische Tätigkeit oder eine Ausbildung an der Diplomatischen Akademie oder an der Sicherheitsakademie betreiben
  • Personal bestimmter internationaler Organisationen

Bei der ersten Antragstellung muss ein Nachweis von Deutschkenntnissen (A1 GER) erbracht werden.

Fristen und Termine

Die "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" wird für eine Gültigkeitsdauer von 12 Monaten erteilt.

Ist die Gültigkeit des Reisepasses kürzer als die mögliche Bewilligungsdauer, erhalten Sie die Niederlassungsbewilligung nur für die Dauer der Reisepassgültigkeit.

Die Verlängerung der "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" muss beantragt werden, bevor die gültige "Niederlassungsbewilligung - Sonderfälle unselbständiger Erwerbstätigkeit" abläuft. Die Frist zur Beantragung der Verlängerung endet am letzten Tag der Gültigkeit des aktuellen Aufenthaltstitels. Ein Antrag auf Verlängerung kann frühestens 3 Monate vor Ablauf der aktuellen Niederlassungsbewilligung gestellt werden.

Zuständige Stelle

Erstanträge bei geplanter Aufenthaltsdauer von weniger als 6 Monaten

Wenn Sie kürzer als 6 Monate in Österreich bleiben wollen, wenden Sie sich bitte an die österreichische Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland, um den genauen Ablauf zu klären.

Erstanträge bei geplanter Aufenthaltsdauer von länger als 6 Monaten

Wenn Sie länger als 6 Monate in Österreich bleiben wollen, müssen Sie den Erstantrag persönlich bei der österreichischen Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland bzw. im Land Ihres gewöhnlichen Aufenthalts stellen.

Nur wenn Sie zur visumfreien Einreise berechtigt sind, können Sie den Erstantrag auch während Ihres zulässigen visumfreien Aufenthalts in Österreich persönlich bei der Einwanderungsbehörde stellen. Wissenschaftliches Personal, Lehr- oder Forschungspersonal an Fachhochschulen und Personen, die an der Diplomatischen Akademie oder an der Sicherheitsakademie tätig sind können den Erstantrag zusätzlich auch während ihres rechtmäßigen Aufenthalts (z. B. mit Visum D) in Österreich bei der Einwanderungsbehörde stellen:
Einwanderungsbehörde (MA 35) - Fachbereich Einwanderung Business Immigration Office

Vor der Erstantragstellung müssen Sie einen Termin vereinbaren:
Zur Online-Terminvereinbarung im Business Immigration Office

Bitte beachten Sie: Wenn der Aufenthaltstitel nicht innerhalb des zulässigen visumfreien oder des rechtmäßigen Aufenthalts ausgestellt werden kann, müssen Sie ausreisen und das Ende des Verfahrens im Ausland abwarten.

Bei Antragstellung auf Erteilung eines Aufenthaltstitels müssen von allen Personen, die das 6. Lebensjahr vollendet haben, Fingerabdrücke abgenommen werden.

Verlängerungs- und Zweckänderungsanträge

Verlängerungs- und Zweckänderungsanträge müssen Sie per Post oder Amtsbriefkasten bei der für Ihren Wohnbezirk zuständigen Außenstelle der MA 35 stellen. Der Antrag muss vor Ablauf Ihres Aufenthaltstitels bei der Behörde einlangen.

Allgemeine Informationen zur Antragstellung

Nachreichen von Unterlagen und Auskünfte

Nachzureichende Unterlagen schicken Sie bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an das für Sie zuständige Referat.

Für Informationen zu Ihrem Verfahren wenden Sie sich bitte an die Telefonnummer +43 1-4000-3535 oder per E-Mail an anliegen@ma35.wien.gv.at.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels in deutscher Sprache
  • Gültiges Reisedokument (z. B. Reisepass)
  • Nur bei Erstanträgen: Vollständige Kopie des gesamten Reisepasses
  • Aktuelles biometrisches Passfoto: Das Foto darf bei Erteilung des Aufenthaltstitels nicht älter als 6 Monate sein.
  • Nur bei Erstanträgen: Geburtsurkunde oder eine entsprechende andere Urkunde
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine ortsübliche Unterkunft (z. B. Mietvertrag, Eigentumsnachweis oder Wohnrechtsvereinbarung)
  • Nachweis über die Höhe der Miete bzw. der Betriebskosten der Unterkunft
  • Nachweis einer Krankenversicherung, die in Österreich leistungspflichtig ist und jedes Risiko deckt, z. B. Pflichtversicherung nach dem ASVG oder private Krankenversicherung - Überblick über mögliche Krankenversicherungen: 300 KB PDF
  • Nachweis, wie der Lebensunterhalt in Österreich gesichert ist (z. B. Lohnzettel, Lohnbestätigungen, Dienstverträge)
  • Nachweis über regelmäßige Aufwendungen wie Miete, Alimente, Kreditbelastungen
  • Nur bei Verlängerungsanträgen: Aktuelle Selbstauskunft aus der Evidenz eines Gläubigerschutzverbandes (z. B. Kreditschutzverband - KSV 1870 Information GmbH)
  • Nur bei Erstanträgen: Auszug aus dem Strafregister aus dem Herkunftsland. Der Auszug darf nicht älter als 3 Monate sein.
  • Nur bei Erstanträgen: Nachweis von Deutschkenntnissen durch Zertifikat mindestens auf Niveau A1 von ÖIF, ÖSD, Goethe Institut, Telc GmbH. Es kann auch bei einer dieser Organisationen im Ausland ausgestellt worden sein und darf bei Vorlage nicht älter als 1 Jahr sein.
  • Vorlage des Dienstvertrages, der der unselbständigen Tätigkeit zugrunde liegt
  • Nachweis der besonderen Voraussetzung für diese spezielle Tätigkeit: z. B. bei Medienbediensteten die Akkreditierung

In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass weitere Dokumente vorgelegt werden müssen.

Legen Sie bitte die Originaldokumente und Kopien davon vor.

Folgende Dokumente benötigen eine diplomatische Beglaubigung oder eine Apostille:

  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Partnerschaftsurkunde
  • Scheidungsurkunde
  • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Sterbeurkunde
  • Führungszeugnis

Fremdsprachige Dokumente müssen von einer oder einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bzw. von einer Gerichtsdolmetscherin oder einem Gerichtsdolmetscher übersetzt werden. Die Übersetzungen benötigen auch eine Beglaubigung.

Nachzureichende Unterlagen schicken Sie bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an das für Sie zuständige Referat.

Kosten und Zahlung

  • Pauschalgebühr: 160 Euro
  • Zusätzlich für ausländische Personenstandsurkunden je nach Art des Dokuments: 3,90 Euro, 7,20 Euro oder 14,30 Euro

Sie bekommen den Aufenthaltstitel erst, wenn Sie alle Gebühren bezahlt haben.

Die Gebühren können in bar, mit Bankomatkarte oder mit Kreditkarte bezahlt werden.

Die Verrechnung erfolgt über die Abteilung Rechnungs- und Abgabenwesen - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

Zusätzliche Informationen

  • Familiennachzug ist möglich.
  • Es darf ausschließlich jene Erwerbstätigkeit ausgeübt werden, die auf der Aufenthaltstitelkarte genannt ist.
  • Die Integrationsvereinbarung muss erfüllt werden.
  • Den 3-jährigen Aufenthaltstitel kann man frühestens nach 2 Jahren Niederlassung und Erfüllung des Moduls 1 der Integrationsvereinbarung erhalten. Nach 5 Jahren durchgehender tatsächlicher Niederlassung und bei Erfüllung des Moduls 2 der Integrationsvereinbarung kann der Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt - EU" beantragt werden.
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