Aufenthaltstitel für Drittstaatsangehörige mit einem "Daueraufenthalt - EU" eines anderen Mitgliedstaates

Aktuelle Informationen zum Thema "Brexit, Art. 50 EUV und Antragstellungen für Brit*innen" können Sie unter "Brexit" nachlesen.

Aktuelle Informationen zur Beantragung und Ausstellung einer Notvignette gemäß § 24 NAG finden Sie unter "Notvignette/Notfallvisum".

Ab sofort sind alle Anträge persönlich zu stellen. Dies ist aufgrund von COVID-19 nur mit Termin möglich.

Die Möglichkeit zur Online-Terminreservierung und weitere Informationen finden Sie unten beim Punkt "Zuständige Stelle".

Sie möchten einen Erst- oder Zweckänderungsantrag auf quotenpflichtige Niederlassungsbewilligung ausgenommen Erwerbstätigkeit stellen, dann können Sie den Termin im Referat 1.1 hier online reservieren.

Nachreichungen von Unterlagen bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail (siehe beim Punkt "Zuständige Stelle").

Für Informationen zu Ihrem Verfahren wenden Sie sich bitte an die Telefonnummer +43 1-4000-3535 oder per E-Mail an anliegen@ma35.wien.gv.at.

Allgemeine Informationen

Personen aus Drittstaaten mit einem "Daueraufenthalt - EU" eines anderen Mitgliedstaates können, wenn sie sich länger als 6 Monate in Österreich niederlassen wollen, folgende Aufenthaltstitel erhalten:

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

  • Sie müssen einen "Daueraufenthalt - EU" eines anderen Mitgliedstaates besitzen.
  • Für die Erteilung der Aufenthaltstitel ist ein Quotenplatz erforderlich.
  • Bei der Erstantragstellung muss ein Nachweis über Deutschkenntnisse auf dem Niveau A1 nach dem GER vorgelegt werden (gilt nicht für "Rot-Weiß-Rot-Karte"). Der Nachweis darf bei der Vorlage nicht älter als ein Jahr sein.
    Ausnahme:
    • Kinder bis 14 Jahre
    • Personen, denen wegen ihres dauerhaft schlechten physischen oder psychischen Gesundheitszustandes die Erbringung nicht zugemutet werden kann (amtsärztliches oder vertrauensärztliches Gutachten)

Fristen und Termine

Die Stellung eines Erstantrags im Inland ist binnen einer Frist von 3 Monaten ab der Einreise nach Österreich zulässig.

Der Aufenthaltstitel wird für eine Gültigkeitsdauer von 12 Monaten erteilt.

Ist die Gültigkeit des Reisepasses kürzer als die mögliche Bewilligungsdauer, erhalten Sie die Aufenthaltsbewilligung nur auf Dauer der Reisepassgültigkeit.

Die Verlängerung kann frühestens 3 Monate vor Ablauf des aktuellen Aufenthaltstitels beantragt werden. Sie muss beantragt werden, bevor der gültige Aufenthaltstitel abläuft. Das heißt, die Frist zur Beantragung der Verlängerung endet am letzten Tag der Gültigkeit des aktuellen Aufenthaltstitels.

Zuständige Stelle

Erstanträge bei geplanter Aufenthaltsdauer von weniger als 6 Monaten

Wenn Sie kürzer als 6 Monate in Österreich bleiben wollen, wenden Sie sich bitte an die österreichische Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland, um den genauen Ablauf zu klären.

Erstanträge bei geplanter Aufenthaltsdauer von länger als 6 Monaten

Wenn Sie länger als 6 Monate in Österreich bleiben wollen, müssen Sie den Erstantrag persönlich bei der österreichischen Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland bzw. im Land Ihres gewöhnlichen Aufenthalts stellen.

Nur wenn Sie zur visumfreien Einreise berechtigt sind (ein Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt EU" aus einem anderen EU-Mitgliedstaat berechtigt zu einem visumfreien Aufenthalt von 90 in 180 Tagen in Österreich), können Sie den Erstantrag auch während Ihres zulässigen visumfreien Aufenthalts in Österreich persönlich bei der Einwanderungsbehörde stellen:

Für "Niederlassungsbewilligung - ausgenommen Erwerbstätigkeit": Fachbereich Einwanderung Referat 1.1 - Erstantragszentrum

Vor der Antragstellung müssen Sie einen Termin vereinbaren:
Zur Online-Terminvereinbarung im Referat 1.1

Für "Rot-Weiß-Rot-Karte" und "Niederlassungsbewilligung": Fachbereich Einwanderung Business Immigration Office

Vor der Antragstellung müssen Sie einen Termin vereinbaren:
Zur Online-Terminvereinbarung im Business Immigration Office

Bitte beachten Sie: Wenn der Aufenthaltstitel nicht innerhalb des zulässigen visumfreien Aufenthalts ausgestellt werden kann, müssen Sie ausreisen und das Ende des Verfahrens im Ausland abwarten.

Verlängerungsanträge

Verlängerungsanträge stellen Sie bitte rechtzeitig vor Ablauf Ihres Aufenthaltstitels persönlich bei der für Ihren Wohnbezirk zuständigen Außenstelle.

Vor der Antragstellung müssen Sie einen Termin vereinbaren:

Nachreichen von Unterlagen und Auskünfte

Nachzureichende Unterlagen schicken Sie bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an das für Sie zuständige Referat.

Für Informationen zu Ihrem Verfahren wenden Sie sich bitte an die Telefonnummer +43 1-4000-3535 oder per E-Mail an anliegen@ma35.wien.gv.at.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung in deutscher Sprache
  • Gültiges Reisedokument (z. B. Reisepass)
  • Nur bei Erstanträgen: Vollständige Kopie des gesamten Reisepasses
  • Aktuelles biometrisches Passfoto: Das Foto darf bei Erteilung des Aufenthaltstitels nicht älter als 6 Monate sein.
  • Nur bei Erstanträgen: Geburtsurkunde oder eine entsprechende andere Urkunde
  • Wenn vorhanden:
    • Heiratsurkunde
    • Partnerschaftsurkunde
    • Scheidungsurkunde
    • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
    • Urkunde über eine Adoption
    • Nachweis oder Urkunde über die Verwandtschaftsverhältnisse
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine ortsübliche Unterkunft (z. B. Mietvertrag, Eigentumsnachweis oder Wohnrechtsvereinbarung)
  • Nachweis über die Höhe der Miete bzw. der Betriebskosten der Unterkunft
  • Nachweis einer Krankenversicherung, die in Österreich leistungspflichtig ist und jedes Risiko deckt, z. B. Pflichtversicherung nach dem ASVG oder private Krankenversicherung - Überblick über mögliche Krankenversicherungen: 300 KB PDF
  • Nachweis, wie der Lebensunterhalt in Österreich gesichert ist (z. B.: Lohnzettel, Lohnbestätigungen, Dienstverträge, eventuell Haftungserklärung mit Einkommensnachweis sowie Nachweis der Belastungen des Haftenden)
  • Aktuelle Selbstauskunft aus der Evidenz eines Gläubigerschutzverbandes (z. B. Kreditschutzverband - KSV 1870 Information GmbH)
  • Für die "Niederlassungsbewilligung" (selbstständige Erwerbstätigkeit): Nachweis über die selbstständige Erwerbstätigkeit und Businessplan (Beschreibung und Ziele der beabsichtigten unternehmerischen Tätigkeit)
  • Für die "Rot-Weiß-Rot-Karte" (unselbstständige Erwerbstätigkeit): Arbeitgebererklärung
  • Bei Erstanträgen:
    • "Daueraufenthalt - EU" eines anderen Mitgliedstaates
    • Auszug aus dem Strafregister aus dem Herkunftsland (Der Auszug darf nicht älter als 3 Monate sein.)

In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass weitere Dokumente vorgelegt werden müssen.

Legen Sie bitte die Originaldokumente und Kopien davon vor.

Folgende Dokumente benötigen eine diplomatische Beglaubigung oder eine Apostille:

  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Partnerschaftsurkunde
  • Scheidungsurkunde
  • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Sterbeurkunde
  • Führungszeugnis

Fremdsprachige Dokumente müssen von einer oder einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bzw. von einer Gerichtsdolmetscherin oder einem Gerichtsdolmetscher übersetzt werden. Die Übersetzungen benötigen auch eine Beglaubigung.

Nachzureichende Unterlagen schicken Sie bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an das für Sie zuständige Referat.

Kosten und Zahlung

  • Pauschalgebühr: 160 Euro
  • Zusätzlich für ausländische Personenstandsurkunden je nach Art des Dokuments: 3,90 Euro, 7,20 Euro oder 14,30 Euro

Sie bekommen den Aufenthaltstitel erst, wenn Sie alle Gebühren bezahlt haben.

Die Gebühren können in bar, mit Bankomatkarte oder mit Kreditkarte bezahlt werden.

Die Verrechnung erfolgt über die Abteilung Rechnungs- und Abgabenwesen - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

Zusätzliche Informationen

  • Familiennachzug ist möglich.
  • Die Integrationsvereinbarung muss erfüllt werden.
  • Den 3-jährigen Aufenthaltstitel kann man frühestens nach 2 Jahren Niederlassung und Erfüllung des Moduls 1 der Integrationsvereinbarung erhalten. Nach 5 Jahren durchgehender tatsächlicher Niederlassung und bei Erfüllung des Moduls 2 der Integrationsvereinbarung kann der Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt EU" für Österreich beantragt werden.
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