Niederlassungsbewilligung für Angehörige von Österreicherinnen und Österreichern sowie von EWR- oder Schweizer Bürgerinnen und Bürgern

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Allgemeine Informationen

Haben Österreicherinnen und Östereicher, EWR- Bürgerinnen und -Bürger oder Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die dauernd in Österreich wohnhaft sind, von ihrer unionsrechtlichen Freizügigkeit keinen Gebrauch gemacht, können ihre Angehörigen unter bestimmten Voraussetzungen eine Niederlassungsbewilligung "Angehöriger" gemäß § 47 Abs. 2 NAG erhalten.

Die unionsrechtliche Freizügigkeit hat eine Person dann in Anspruch genommen, wenn sie sich länger als drei Monate außerhalb ihres Herkunftslandes innerhalb der EU aufgehalten hat oder regelmäßig Dienstleistungen über die Grenzen ihres Herkunftslandes hinaus durchführt.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

Als Angehörige gelten:

  • Verwandte der zusammenführenden Person oder der Ehegattin bzw. des Ehegatten oder der gleichgeschlechtlichen Partnerin bzw. des gleichgeschlechtlichen Partners in gerader aufsteigender Linie, wenn ihnen von diesen tatsächlich Unterhalt geleistet wird. Dazu zählen z. B. Eltern, Großeltern oder Schwiegereltern.
  • Lebenspartnerinnen und Lebenspartner. Eine dauerhafte Beziehung und die Leistung von Unterhalt müssen nachgewiesen werden.
  • Sonstige Angehörige, die
    • von der zusammenführenden Person bereits im Herkunftsland Unterhalt bezogen haben oder
    • mit der zusammenführenden Person bereits im Herkunftsland in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben oder
    • von der zusammenführenden Person nachweislich gepflegt werden müssen.

Die Zusammenführenden müssen jedenfalls eine Haftungserklärung abgeben.

Fristen und Termine

Die Verlängerung der Niederlassungsbewilligung muss beantragt werden, bevor die gültige Niederlassungsbewilligung abläuft.

Den dreijährigen Aufenthaltstitel kann man frühestens nach zwei Jahren Niederlassung und Erfüllung des Moduls I der Integrationsvereinbarung (A2 GER und Wertekurs) erhalten.

Zuständige Stelle

Einwanderungsbehörde (MA 35)

KundInnenverkehr: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen; am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 11 Uhr geöffnet
Amtsstunden: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen; am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 7.30 bis 12 Uhr geöffnet
Wichtiger Hinweis: Besonders am Donnerstag kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels in deutscher Sprache
  • Gültiges Reisedokument (z. B. Reisepass)
  • Aktuelles biometrisches Passfoto: Das Foto darf bei Erteilung des Aufenthaltstitels nicht älter als sechs Monate sein.
  • Geburtsurkunde oder eine entsprechende andere Urkunde
  • Nachweis oder Urkunde über die Verwandtschaftsverhältnisse
  • Nachweis des Rechtsanspruchs auf eine ortsübliche Unterkunft (z. B. Mietvertrag oder Eigentumsnachweis)
  • Nachweis über die Höhe der Miete bzw. der Betriebskosten der Unterkunft
  • Nachweis einer Krankenversicherung, die in Österreich leistungspflichtig ist und jedes Risiko deckt: Überblick über mögliche Krankenversicherungen: 68 KB PDF
  • Notariell oder gerichtlich beglaubigte Haftungserklärung des Zusammenführenden
  • Nachweis, wie der Lebensunterhalt in Österreich gesichert ist (z. B.: Lohnzettel, Lohnbestätigungen, Dienstverträge, Bestätigungen über Pensionsleistungen)
  • Aktuelle Selbstauskunft aus der Evidenz eines Gläubigerschutzverbandes (z. B. Kreditschutzverband - KSV 1870 Information GmbH)
  • Nachweis über Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nach dem GER
  • Für Verwandte in gerader aufsteigender Linie (Eltern, Großeltern): Nachweis über die Art und den Umfang der Unterhaltsleistung
  • Für sonstige Angehörige, wenn bereits im Herkunftsland Unterhalt geleistet wurde: Nachweis über die Art, den Umfang und den Zeitraum der Unterhaltsleistung
  • Für sonstige Angehörige, wenn sie bereits im Herkunftsland in häuslicher Gemeinschaft mit der zusammenführenden Person gelebt haben: Nachweis über die häusliche Gemeinschaft im Herkunftsland
  • Für sonstige Angehörige, die gepflegt werden müssen: Nachweis der schwerwiegenden gesundheitlichen Gründe und Nachweis über die zwingende Erforderlichkeit der persönlichen Pflege durch die zusammenführende Person.
  • Bei Erstanträgen:

In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass weitere Dokumente vorgelegt werden müssen.

Legen Sie bitte die Originaldokumente und Kopien davon vor.

Folgende Dokumente benötigen eine diplomatische Beglaubigung oder eine Apostille:

  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Partnerschaftsurkunde
  • Scheidungsurkunde
  • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Sterbeurkunde
  • Führungszeugnis

Fremdsprachige Dokumente müssen von einer Gerichtsdolmetscherin oder einem Gerichtsdolmetscher übersetzt werden. Die Übersetzungen benötigen auch eine Beglaubigung.

Kosten und Zahlung

  • Pauschalgebühr: 160 Euro
  • Zusätzlich für ausländische Personenstandsurkunden je nach Art des Dokuments: 3,90 Euro, 7,20 Euro oder 14,30 Euro

Sie bekommen den Aufenthaltstitel erst, wenn Sie alle Gebühren bezahlt haben. Die Gebühren können in bar, mit Bankomatkarte oder mit Kreditkarte bezahlt werden.

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

Zusätzliche Informationen

  • Der Antrag muss persönlich gestellt werden.
  • Die Erstniederlassungsbewilligung ist quotenfrei.
  • Personen mit einer Niederlassungsbewilligung "Angehöriger" dürfen nicht arbeiten.
  • Eine Zweckänderung auf den Aufenthaltstitel "Rot-Weiß-Rot-Karte plus" mit freiem Arbeitsmarktzugang ist nach zwei Jahren rechtmäßiger Niederlassung und bei fortgeschrittener Integration möglich, wenn ein entsprechender Quotenplatz vorhanden ist.
  • Die Integrationsvereinbarung muss erfüllt werden.
  • Folgende Personen müssen keine Deutschkenntnisse auf Niveau A1 nach dem GER nachweisen:
    • Kinder bis 14 Jahre
    • Personen, denen wegen ihres dauerhaft schlechten physischen oder psychischen Gesundheitszustandes die Erbringung nicht zugemutet werden kann (amtsärztliches oder vertrauensärztliches Gutachten)
  • Drittstaatsangehörige, die in den letzten fünf Jahren durchgehend zur Niederlassung berechtigt waren, können einen Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt EU" beantragen, wenn sie das Modul II der Integrationsvereinbarung (B1 GER und Wertekurs) erfüllen und ein regelmäßiges Einkommen haben.
  • Ist die Gültigkeit des Reisepasses kürzer als die mögliche Bewilligungsdauer, erhalten Sie die Niederlassungsbewilligung nur auf Dauer der Reisepassgültigkeit.

Homepage: Einwanderung

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