Aufenthaltsbewilligung "Student"

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Allgemeine Informationen

Studierende aus Drittstaaten können eine Aufenthaltsbewilligung "Student" beantragen, wenn sie sich länger als sechs Monate in Österreich aufhalten wollen.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

  • Außerordentliches Studium
    • Im Rahmen von Universitätslehrgängen, die mindestens 40 ECTS-Anrechnungspunkte umfassen und nicht ausschließlich der Vermittlung einer Sprache dienen
    • Im Rahmen eines Universitätslehrganges, der auf die in der Zulassungsentscheidung vorgeschriebene Ergänzungsprüfung vorbereitet
    • Zur Herstellung der Gleichwertigkeit eines ausländischen Studienabschlusses
    • Zum Besuch einzelner Lehrveranstaltungen aus wirtschaftlichen Fächern, sofern das außerordentliche Studium im Rahmen eines Universitätslehrganges, der auf die in der Zulassungsentscheidung vorgeschriebene Ergänzungsprüfung vorbereitet, erfolgreich abgeschlossen wurde und das Aufnahme- oder Eignungsverfahren aus nicht von der oder dem Drittstaatsangehörigen zu vertretenden Gründen erst im darauffolgenden Semester absolviert werden kann

Wenn Sie ein ordentliches Studium abgeschlossen haben und im Anschluss daran eine für die Berufsausbildung gesetzlich verpflichtende fachliche Ausbildung absolvieren (Gerichtspraxis, Aspirantenjahr et cetera).

Fristen und Termine

Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung muss beantragt werden, bevor die gültige Aufenthaltsbewilligung abläuft.

Wenn Sie ein Studium in Österreich erfolgreich abgeschlossen haben und die Erteilung einer "Rot-Weiß-Rot-Karte", "Blaue Karte" oder Niederlassungsbewilligung "Forscher" anstreben, kann die Aufenthaltsbewilligung "Student" ein Mal zum Zweck der Arbeitssuche oder Unternehmensgründung für maximal zwölf Monate verlängert werden. Diese Verlängerung muss vor Ablauf der Gültigkeit der Aufenthaltsbewilligung "Student" beantragt werden.

Zuständige Stelle

Wenn Sie kürzer als sechs Monate in Österreich bleiben wollen, wenden Sie sich bitte an die österreichische Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland.

Wenn Sie länger als sechs Monate in Österreich bleiben wollen, wenden Sie sich bitte an die Einwanderungsbehörde. In Wien ist das die MA 35.

KundInnenverkehr: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen; am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 8 bis 11 Uhr geöffnet
Amtsstunden: Montag bis Freitag von 7.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag zusätzlich von 15.30 bis 17.30 Uhr
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen; am Karfreitag, am 24.12. und am 31.12. von 7.30 bis 12 Uhr geöffnet
Wichtiger Hinweis: Besonders am Donnerstag kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in deutscher Sprache
  • Gültiges Reisedokument (z. B. Reisepass)
  • Aktuelles biometrisches Passfoto: Das Foto darf bei Erteilung des Aufenthaltstitels nicht älter als sechs Monate sein.
  • Geburtsurkunde oder eine entsprechende andere Urkunde
  • Wenn vorhanden:
    • Heiratsurkunde
    • Partnerschaftsurkunde
    • Scheidungsurkunde
    • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
    • Urkunde über eine Adoption
    • Nachweis oder Urkunde über die Verwandtschaftsverhältnisse
  • Nachweis über die Höhe der Unterkunftskosten
  • Nachweis einer Krankenversicherung, die in Österreich leistungspflichtig ist und jedes Risiko deckt: Überblick über mögliche Krankenversicherungen: 585 KB PDF (bei Studentinnen und Studenten ist auch eine Selbstversicherung bei der WGKK (ohne Wartezeit) möglich)
  • Nachweis, wie der Lebensunterhalt in Österreich gesichert ist (z. B.: Stipendium, Bankguthaben, Nachweis über regelmäßige Überweisungen). Personen unter 24 Jahren müssen monatlich mindestens 515,30 Euro nachweisen. Personen ab 24 Jahren müssen monatlich mindestens 933,06 Euro nachweisen. Einem Ehepaar müssen monatlich mindestens 1.398,97 Euro zur Verfügung stehen. Für jedes Kind in der Familiengemeinschaft sind zusätzlich 143,97 Euro erforderlich. Die Beträge müssen nach Abzug der monatlichen regelmäßigen Kosten (z. B. Miete, Krankenversicherungsprämie, Kreditraten usw.) vorhanden sein. Beträge bis zu einer Summe von 294,65 Euro ("freie Station") müssen nicht berücksichtigt werden. Diese Geldmittel müssen für die Dauer der Bewilligung zur Verfügung stehen.
  • Nachweis über die Herkunft der Geldmittel
  • Eine Haftungserklärung pro Verfahren ist möglich. Wenn eine Haftungserklärung abgeben wird, bitte die Einkommensnachweise und eine Aufstellung der monatlichen Ausgaben des Haftenden beilegen.
  • Gegebenfalls Nachweis über die Teilnahme an einem unions- oder multilateralen Programm mit Mobilitätsmaßnahmen oder das Vorliegen einer Vereinbarung zwischen zwei/mehreren Hochschuleinrichtungen (z. B. Erasmus+)
  • Bei Erstanträgen:
    • Auszug aus dem Strafregister aus dem Herkunftsland (Der Auszug darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein.). Wenn sich die Antragstellerin oder der Antragsteller im Ausland aufhält und das Verfahren länger als 6 Monate dauert, kann die Vorlage eines aktuellen Strafregisterauszugs erforderlich sein.
    • Aufnahmebestätigung bzw. Zulassung zum Studium und Inskriptionsbestätigung
  • Bei Verlängerungsanträgen:
    • Studienerfolgsnachweis des vorangegangenen Studienjahres bzw. Zulassung zum ordentlichen Studium
    • Im Fall der gesetzlich verpflichtete fachliche Ausbildung: angemessener Ausbildungsfortschritt
    • Aktuelle Selbstauskunft aus der Evidenz eines Gläubigerschutzverbandes (z. B. Kreditschutzverband - KSV 1870 Information GmbH)

In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass weitere Dokumente vorgelegt werden müssen.

Legen Sie bitte die Originaldokumente und Kopien davon vor.

Folgende Dokumente benötigen eine diplomatische Beglaubigung oder eine Apostille:

  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Partnerschaftsurkunde
  • Scheidungsurkunde
  • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Sterbeurkunde
  • Führungszeugnis

Fremdsprachige Dokumente müssen von einer Gerichtsdolmetscherin oder einem Gerichtsdolmetscher übersetzt werden. Die Übersetzungen benötigen auch eine Beglaubigung.

Kosten und Zahlung

  • Pauschalgebühr: 160 Euro
  • Zusätzlich für ausländische Personenstandsurkunden je nach Art des Dokuments: 3,90 Euro, 7,20 Euro oder 14,30 Euro

Sie bekommen die Aufenthaltsbewilligung erst, wenn Sie alle Gebühren bezahlt haben. Die Gebühren können in bar, mit Bankomatkarte oder mit Kreditkarte bezahlt werden.

Rechnungen und Zahlungen
Ansprechpartnerin in Zahlungsfragen ist die MA 6 - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

Zusätzliche Informationen

  • Der Antrag muss persönlich gestellt werden.
  • Der Antrag kann nach rechtmäßiger Einreise und während rechtmäßigen Aufenthalts im Inland gestellt werden.
  • Familiennachzug ist möglich.
  • Die erste Erteilung dieser Bewilligung ist quotenfrei.
  • Die Integrationsvereinbarung muss nicht erfüllt werden.
  • Die Ausübung einer nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz zulässigen Erwerbstätigkeit ist erlaubt, solange dadurch das Studium nicht beeinträchtigt wird. Informationen zur Erteilung einer Beschäftigungsbewilligung erteilt das Arbeitsmarktservice.
  • Ist die Gültigkeit des Reisepasses kürzer als die mögliche Bewilligungsdauer, erhalten Sie die Aufenthaltsbewilligung nur auf Dauer der Reisepassgültigkeit.
  • Studentinnen und Studenten, die an einem unions- oder multilateralen Programm mit Mobilitätsmaßnahmen teilnehmen oder für die eine Vereinbarung zwischen 2 oder mehreren Hochschuleinrichtungen gilt, können bei Vorliegen aller sonstigen Voraussetzungen, eine Aufenthaltsbewilligung für 2 Jahre erhalten.
Verantwortlich für diese Seite:
Zentralkanzlei (Magistratsabteilung 35)
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