Aufenthaltsbewilligung "Unternehmensintern transferierte Arbeitnehmer ("ICT")"

Aktuelle Informationen zur Beantragung und Ausstellung einer Notvignette gemäß § 24 NAG finden Sie unter "Notvignette/Notfallvisum".

Ab sofort sind alle Anträge persönlich zu stellen. Dies ist aufgrund von COVID-19 nur mit Termin möglich.

Die Möglichkeit zur Online-Terminreservierung und weitere Informationen finden Sie unten beim Punkt "Zuständige Stelle".

Nachreichungen von Unterlagen bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail (siehe beim Punkt "Zuständige Stelle")

Für Informationen zu Ihrem Verfahren wenden Sie sich bitte an die Telefonnummer +43 1 4000-3535 oder per E-Mail an anliegen@ma35.wien.gv.at.

Drittstaatsangehörige, die als unternehmensintern transferierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorübergehend eine Tätigkeit für eine in Österreich ansässige Niederlassung ihrer Arbeitgeberin oder ihres Arbeitgebers ausüben wollen können eine Aufenthaltsbewilligung "Unternehmensintern transferierte Arbeitnehmer ("ICT")" erhalten.

Sie müssen die Aufenthaltsbewilligung persönlich bei der zuständigen Stelle beantragen. Dazu brauchen Sie die erforderlichen Unterlagen und die ausgefüllten Formulare:

Allgemeine Informationen

Drittstaatsangehörige, die als unternehmensintern transferierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorübergehend eine Tätigkeit für eine in Österreich ansässige Niederlassung ihrer Arbeitgeberin oder ihres Arbeitgebers ausüben wollen können eine Aufenthaltsbewilligung "Unternehmensintern transferierte Arbeitnehmer ("ICT")" erhalten.

Datenschutz

Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten als betroffene Person finden Sie unter: Datenschutzrechtliche Information

Voraussetzungen

  • Vorübergehende Tätigkeit für eine in Österreich ansässig Niederlassung Ihrer Arbeitgeberin oder Ihres Arbeitgebers mit Sitz außerhalb der Europäischen Union als
    • Führungskraft (Person, die die aufnehmende Niederlassung oder eine Abteilung der aufnehmenden Niederlassung leitet)
    • Spezialistin oder Spezialist (Person, die über unerlässliche Spezialkenntnisse für die Tätigkeitsbereiche der aufnehmenden Niederlassung und über ein hohes Qualifikationsniveau einschließlich Berufserfahrung verfügt)
    • Trainee (Person, die einen Hochschulabschluss hat und deren berufliche Entwicklung gefördert werden soll oder die sich branchenspezifisch, technisch oder methodisch fortbildet)
  • Der beabsichtige Aufenthalt in Österreich muss mehr als 6 Monate betragen.

Fristen und Termine

Die Aufenthaltsbewilligung "ICT" wird mit einer Gültigkeitsdauer von 12 Monaten erteilt.

Ist die Gültigkeit des Reisepasses kürzer als die mögliche Bewilligungsdauer, erhalten Sie die Aufenthaltsbewilligung nur auf Dauer der Reisepassgültigkeit.

Die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung muss beantragt werden, bevor die gültige Aufenthaltsbewilligung abläuft. Das heißt, die Frist zur Beantragung der Verlängerung endet am letzten Tag der Gültigkeit des aktuellen Aufenthaltstitels. Ein Antrag auf Verlängerung kann frühestens 3 Monate vor Ablauf der aktuellen Aufenthaltsbewilligung gestellt werden.

Führungskräfte und Spezialisten dürfen sich höchstens 3 Jahre, Trainees höchstens 1 Jahr im Gebiet der Mitgliedsstaaten aufhalten. Nach Ablauf der zulässigen Gesamtaufenthaltsdauer ist eine Ausreise in einen Drittsaat erforderlich, es sei denn, der oder dem Drittstaatsangehörigen wurde ein anderer Aufenthaltstitel nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz erteilt. Ein neuerlicher Antrag nach Ausreise in einen Drittstaat ist erst nach Ablauf von 4 Monaten zulässig.

Zuständige Stelle

Erstanträge bei geplanter Aufenthaltsdauer von weniger als 6 Monaten

Wenn Sie kürzer als 6 Monate in Österreich bleiben wollen, wenden Sie sich bitte an die österreichische Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland, um den genauen Ablauf zu klären.

Erstanträge bei geplanter Aufenthaltsdauer von länger als 6 Monaten

Wenn Sie länger als 6 Monate in Österreich bleiben wollen, müssen Sie den Erstantrag persönlich bei der österreichischen Berufsvertretungsbehörde in Ihrem Herkunftsland bzw. im Land Ihres gewöhnlichen Aufenthalts stellen.

Die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber kann den Antrag persönlich oder schriftlich für die antragstellende Person in Österreich bei der Einwanderungsbehörde stellen:
Einwanderungsbehörde (MA 35) - Fachbereich Einwanderung Business Immigration Office

Vor der Antragstellung müssen Sie einen Termin vereinbaren:
Zur Online-Terminvereinbarung im Business Immigration Office

Bitte beachten Sie: Die Abholung der "Aufenthaltsbewilligung ICT" ist ausschließlich mit einem "Visum D zur Erteilung eines Aufenthaltstitels" zulässig oder während des zulässigen visumfreien Aufenthalts in Österreich.

Verlängerungsanträge

Verlängerungsanträge stellen Sie bitte rechtzeitig vor Ablauf Ihres Aufenthaltstitels persönlich bei der Einwanderungsbehörde (MA 35) - Fachbereich Einwanderung Business Immigration Office

Vor der Antragstellung müssen Sie einen Termin vereinbaren:
Zur Online-Terminvereinbarung im Business Immigration Office

Nachreichen von Unterlagen und Auskünfte

Nachzureichende Unterlagen schicken Sie bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an: Einwanderungsbehörde (MA 35) - Fachbereich Einwanderung Business Immigration Office

Für Informationen zu Ihrem Verfahren wenden Sie sich bitte an die Telefonnummer +43 1-4000-3535 oder per E-Mail an anliegen@ma35.wien.gv.at.

Erforderliche Unterlagen

  • Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in deutscher Sprache
  • Gültiges Reisedokument (z. B. Reisepass)
  • Nur bei Erstanträgen: Vollständige Kopie des gesamten Reisepasses
  • Aktuelles biometrisches Passfoto: Das Foto darf bei Erteilung des Aufenthaltstitels nicht älter als 6 Monate sein.
  • Nur bei Erstanträgen: Geburtsurkunde oder eine entsprechende andere Urkunde
  • Nachweis einer Krankenversicherung, die in Österreich leistungspflichtig ist und jedes Risiko deckt, z. B. Pflichtversicherung nach dem ASVG oder private Krankenversicherung - Überblick über mögliche Krankenversicherungen: 300 KB PDF
  • Nachweis, wie der Lebensunterhalt in Österreich gesichert ist (z. B. Lohnzettel, Lohnbestätigungen, Dienstverträge)
  • Nachweis über regelmäßige Aufwendungen wie Miete, Alimente, Kreditbelastungen
  • Nur bei Verlängerungsanträgen: Aktuelle Selbstauskunft aus der Evidenz eines Gläubigerschutzverbandes (z. B. Kreditschutzverband - KSV 1870 Information GmbH)
  • Nur bei Erstanträgen: Auszug aus dem Strafregister aus dem Herkunftsland. Der Auszug darf nicht älter als 3 Monate sein.
  • Arbeitgebererklärung: 26 KB DOCX
  • Arbeitsvertrag und erforderlichenfalls Abordnungsschreiben des Arbeitgebers inklusive Erklärung, dass die bzw. der Drittstaatsangehörige nach Beendigung des unternehmensinternen Transfers in eine Niederlassung zurückkehren kann, die dem gleichen Unternehmen oder der gleichen Unternehmensgruppe angehört und in einem Drittstaat ansässig ist
  • Nachweis über ausreichende Vorbeschäftigungszeiten im Unternehmen oder der Unternehmensgruppe gemäß § 18a Abs. 1 Z 1 Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG)
  • Für Trainees: Trainee-Vertrag sowie der Nachweis eines Hochschulabschlusses
  • Für Spezialistinnen oder Spezialisten: Nachweis der erforderlichen beruflichen Qualifikation und Erfahrung durch Nachweis des Abschlusses einer Hochschule, Fachhochschule oder sonstiger fachlich besonders anerkannten Ausbildung sowie Dienstzeugnis und Arbeitsbestätigung
  • Für Führungskräfte: Nachweis der Leitungsfunktion durch den Arbeitsvertrag
  • Gegebenenfalls: Nachweis über die Zulassung zu einem in Österreich reglementierten Beruf
  • Firmenbuchauszug

In manchen Fällen kann es notwendig sein, dass weitere Dokumente vorgelegt werden müssen.

Legen Sie bitte die Originaldokumente und Kopien davon vor.

Folgende Dokumente benötigen eine diplomatische Beglaubigung oder eine Apostille:

  • Geburtsurkunde
  • Heiratsurkunde
  • Partnerschaftsurkunde
  • Scheidungsurkunde
  • Urkunde über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Sterbeurkunde
  • Führungszeugnis

Fremdsprachige Dokumente müssen von einer oder einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bzw. von einer Gerichtsdolmetscherin oder einem Gerichtsdolmetscher übersetzt werden. Die Übersetzungen benötigen auch eine Beglaubigung.

Nachzureichende Unterlagen schicken Sie bitte ausnahmslos per Post oder E-Mail an: Einwanderungsbehörde (MA 35) - Fachbereich Einwanderung Business Immigration Office

Kosten und Zahlung

  • Pauschalgebühr: 160 Euro
  • Zusätzlich für ausländische Personenstandsurkunden je nach Art des Dokuments: 3,90 Euro, 7,20 Euro oder 14,30 Euro

Sie bekommen die Aufenthaltsbewilligung erst, wenn Sie alle Gebühren bezahlt haben.

Die Gebühren können in bar, mit Bankomatkarte oder mit Kreditkarte bezahlt werden.

Die Verrechnung erfolgt über die Abteilung Rechnungs- und Abgabenwesen - Buchhaltungsabteilung 40.

Formular

Zusätzliche Informationen

  • Familiennachzug ist möglich.
  • Die Erteilung dieser Bewilligung ist quotenfrei.
  • Die Integrationsvereinbarung muss nicht erfüllt werden.
  • Es darf ausschließlich jene Erwerbstätigkeit ausgeübt werden, die auf der Aufenthaltstitelkarte genannt ist.
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