Innovative Photovoltaik-Anlagen unter Berücksichtigung architektonischer Aspekte - Förderungsantrag

Allgemeine Informationen

Innovative, insbesondere unter Berücksichtigung architektonischer Aspekte interessante Photovoltaik-Anlagen werden in Wien auf Neubauten und im Zuge der Sanierung gefördert.

Die Förderung wird nach den Förderungsrichtlinien 2017 für die Förderung der Erzeugung von Ökostrom und Energieeffizienzprogrammen gewährt und wird aus den Mitteln des Ökostromfonds Wien finanziert.

Voraussetzungen

Anträge für die Landesförderung können von natürlichen und juristischen Personen gestellt werden. Die Gewährung einer Förderung erfolgt in Form einer schriftlichen Zusicherung (Fördervertrag).

Unter Berücksichtigung der zu Verfügung stehenden Mittel werden Anlagen über 5 kWp nach positiver Bewertung durch den Ökostrombeirat unter allfälliger Beiziehung von Architektur-Expertinnen und -Experten mit 600 Euro pro kWp bzw. bis zu 40 Prozent der förderungsfähigen Gesamtkosten gefördert. Die Förderobergrenze beträgt 60.000 Euro pro Förderfall.

Voraussetzung dafür sind mindestens 700 Volllaststunden im Jahr unter Nachweis standardisierter Berechnungsmethoden und die Einspeisung ins öffentliche Netz muss möglich sein.

Die Maßnahme muss vor Beginn der Projektumsetzung zur Förderung eingereicht werden, inklusive Konzept der architektonischen Fachplanung.

Nicht förderfähig sind:

  • Anlagen unter 5 kWp
  • Eigenleistungen
  • Anlagen ohne Netzanschluss (Inselanlagen)
  • Leistungen oder Lieferungen, die vor Einlangen des Ansuchens bei der Förderstelle in Auftrag gegeben, erbracht oder bezogen worden sind
  • Jene Anteile von Photovoltaikanlagen, die gemäß §118 Abs. 3b Bauordnung für Wien verpflichtend zu errichten sind. Diese "Solarverpflichtung" gilt für Neubauten, mit Ausnahme von Wohngebäuden und Bauwerken, die ausschließlich oder überwiegend Bildungszwecken dienen.
  • Jene Projekte, die durch den Ökostrombeirat unter allfälliger Beiziehung von Architektur-Expertinnen und -Experten negativ bewertet wurden und auch nicht die 900 Volllaststunden als Voraussetzung für die "allgemeinen Förderschiene für PV-Anlagen" erreichen

Jede zusätzlich beantragte und in Anspruch genommene Förderung muss der Förderstelle umgehend gemeldet werden.

Fristen und Termine

Die Förderaktion ist bis 31. Dezember 2017 befristet. Der schriftliche Antrag muss vor Beginn der Arbeiten für das Vorhaben gestellt werden. Der Beginn der Arbeiten ist entweder der Beginn der Bauarbeiten für die Investition oder die erste rechtsverbindliche Verpflichtung zur Bestellung von Ausrüstung oder eine andere Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist (Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission).

Zuständige Stelle

Energieplanung (MA 20)
1., Rathausstraße 14-16, 3. Stock
Telefon: + 43 1 4000-88305, -88306
Fax: + 43 1 4000-88304
E-Mail: post@ma20.wien.gv.at

Telefonische Auskünfte: Montag und Mittwoch bis Freitag von 9 bis 11 Uhr; Dienstag von 14 bis 15.30 Uhr. Es werden keine telefonischen Auskünfte über den Stand der Förderabwicklung erteilt.

Verfahrensablauf

  • Im Vorfeld einer Antragstellung ist mit der Förderstelle (MA 20) ein Beratungsgespräch durchzuführen (Telefonische Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch). Bei diesem Beratungsgespräch wird geprüft, ob prinzipiell die Voraussetzungen einer Förderwürdigkeit gegeben sind.
  • Die Förderstelle entscheidet im Einvernehmen mit dem Ökostrombeirat über die Förderwürdigkeit des geplanten Vorhabens. Bei Bedarf ist das Vorhaben durch die Antragstellerin bzw. Antragsteller dem Ökostrombeirat vorzustellen.
  • Übergabe des Antragsformulars an die Förderwerberin bzw. den Förderwerber, sofern das vorgestellte Projekt für eine Förderung im Rahmen dieser Förderbedingungen in Frage kommt.

Das Antragsformular kann im Rahmen der Vorbesprechung persönlich bei der Förderstelle abgeholt werden. Das ausgefüllte Antragsformular kann elektronisch oder persönlich bei der Förderstelle abgegeben werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Angebot durch ein befugtes Elektrounternehmen
  • Konzept der architektonischen Fachplanung
  • Lageplan, Fotos vom Umfeld, Fotomontagen, Perspektiven, Ansichten
  • Angaben zur prognostizierten jährlichen Stromerzeugung mittels standardisierter Berechnungsmethode
  • Wird der Antrag durch eine Anlagenerrichterin bzw. einen Anlagenerrichter oder eine andere natürliche oder juristische Person eingebracht, muss eine schriftliche Vollmacht der Förderwerberin bzw. des Förderwerbers beigelegt werden.

Mit einer Meldung über die Fertigstellung des Projekts sind folgende Unterlagen zu übermitteln:

  • Unterzeichneter Fördervertrag
  • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen
  • Anerkennungsbescheid als Ökostromanlage sowie die Genehmigung der Anlage (z. B. durch die MA oder durch die Gewerbebehörde, usw.)
  • Unterschriebener Prüfbefund der PV-Anlage durch den Errichter nach ÖVE E 8001
  • Fotos der Module und des Wechselrichters der innovativen, architektonisch interessanten Photovoltaikanlage

Kosten und Zahlung

Der Antrag ist gebührenfrei.

Erledigungsdauer

Die Dauer der Erledigung richtet sich danach, ob alle Unterlagen vollständig und fristgerecht eingereicht wurden. Durch die unvollständige Vorlage von Unterlagen kann das Verfahren verzögert werden.

Zusätzliche Informationen

Förderungsrichtlinien 2017 für die Förderung der Erzeugung von Ökostrom und Energieeffizienzprogrammen: 195 KB PDF

Förderbedingungen für innovative Photovoltaikanlagen in Wien unter Berücksichtigung architektonischer Aspekte: 136 KB PDF

Auf die Gewährung einer Förderung nach den geltenden Förderungsrichtlinien besteht kein Rechtsanspruch.

Homepage: Energie

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Energieplanung (Magistratsabteilung 20)
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