Karl Seitz - Lebenslauf
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Partei:
SDAP - Sozialdemokratische Arbeiterpartei Österreichs
SPÖ - Sozialdemokratische Partei Österreichs
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Geburtsdatum
04.09.1869
Geburtsort
Wien
Sterbedatum
03.02.1950
Sterbeort
Wien
Persönliche Angaben
Sohn des Brennholzhändlers Karl Seitz und der Gastwirtstochter Barbara (Betty) Kaiser. Kam, als er 1875 den Vater verlor und seine Mutter die Familie nicht erhalten konnte, ins damalige Waisenhaus in der Galileigasse. In der Monarchie wegen politischer Tätigkeit wiederholt diszipliniert. Wurde am 12.02.1934 verhaftet, später jedoch ohne Anklageerhebung wieder freigelassen. Nach dem fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler vom 20.07.1944, verfügten die Nationalsozialisten seine Verhaftung und Einlieferung in das Konzentrationslager Ravensbrück. Nach seiner Entlassung in Privathaft, wurde er im April 1945 befreit und kehrte am 23.06.1945 schwer krank nach Wien zurück. Verheiratet mit Emilie Heindl, ab 1945 in zweiter Ehe mit Emma Seidel.
Ausbildung
Volksschule, Lehrerbildungsanstalt in St. Pölten
Beruflicher Werdegang
Volksschullehrer in verschiedenen Wiener Außenbezirken 1888, Unterlehrer in Wien/Favoriten, aufgrund seiner politischen Betätigung 1897 aus dem Schuldienst entlassen, in der Folge in der Bildungsarbeit der SDAP tätig
Politische Funktionen
Reichsratsabgeordneter 15.01.1901
Abgeordneter zum Niederösterreichischen Landtag 1902
Vizepräsident des Abgeordnetenhauses 1918
Obmann der SDAP 1918
Mitglied der Provisorischen und der Konstituierenden Nationalversammlung 21.10.1918 – 09.11.1920
Präsident der Provisorischen Nationalversammlung 21.10.1918 – 16.02.1919
Präsident der Konstituierenden Nationalversammlung 05.03.1919 – 09.11.1920
Parteivorsitzender der SDAP 1920 – 1934
Abgeordneter zum Nationalrat 10.11.1920 – 01.10.1930
Zweiter Präsident des Nationalrates 15.12.1920 – 20.11.1923
Abgeordneter zum Nationalrat 02.12.1930 – 17.02.1934
Abgeordneter zum Nationalrat 19.12.1945 – 03.02.1950
Ehrenvorsitzender der SPÖ auf Lebenszeit 1945
Funktionen: Landtag/Gemeinderat und Landesregierung/Stadtsenat
Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien 13.11.1923 – 12.02.1934 (kandidierte im 21. Bezirk)
Bürgermeister 13.11.1923 – 12.02.1934
Vorsitzender des Gemeinderates der Stadt Wien 13.11.1923 – 12.02.1934
Sonstige Funktionen und Mitgliedschaften
Mitglied im „Klub der Jungen“
Obmann des Zentralvereins der Wiener Lehrerschaft 1896
Lehrervertreter im Bezirksschulrat 1897
Weitere Informationen, politische Schwerpunkte, Projekte
Gründung des „Zentralverbands der Wiener Lehrer“ 18.06.1896
Ehrenbürger der Stadt Wien (06.09.1929)
Nach ihm wurden benannt: Karl-Seitz-Hof, 21. Bezirk, Jedleseer Straße 66-94, städtische Wohnhausanlage. Karl-Seitz-Platz, 21. Bezirk
Ihm wurden gewidmet: Seitzdenkmal, 1. Bezirk, Rathauspark, Nordpark, bei der Ringstraße, Bronzestatute Karl Seitz‘ von Gottfried Buchberger. Gedenktafel am Haus Himmelstraße 43, 19. Bezirk sowie eine Gedenktafel am Haus Galileigasse 8, 9. Bezirk (enthüllt am 16.10.2019 durch Bürgermeister Michael Ludwig
Ehrengruftanlage am Zentralfriedhof: Gruppe 24, Reihe 5, Nr. 2
Quellen und Links
Knauer, Oswald (1963). Der Wiener Gemeinderat 1861 – 1962, in: Handbuch der Stadt Wien 1963, Wien
Solt, Wolfgang (1995). Mitglieder des Gemeinderates der Stadt Wien (Wiener Landtages) und des Stadtsenates der Stadt Wien (der Wiener Landesregierung) 1918 – 1934, Wien
Wien Geschichte Wiki: Karl Seitz
Österreichisches Parlament: Karl Seitz
Das Rote Wien: Seitz Karl
Für den Inhalt verantwortlich: MA 08
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