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Dr. h.c. Franz Jonas - Lebenslauf

Franz Jonas
  • Partei: SPÖ - Sozialdemokratische Partei Österreichs

Geburtsdatum

04.10.1899

Geburtsort

Wien

Sterbedatum

24.04.1974

Sterbeort

Wien

Persönliche Angaben

Nach Notizen seiner Mutter wurde er am 29. September 1899 geboren. Sohn eines Floridsdorfer Hilfsarbeiters. Musste noch vor Abschluss seiner Lehre zum Militär einrücken. Nach dem Ersten Weltkrieg diente er in der Volkswehr und nahm am Kärntner Abwehrkampf teil. Floh im Februar 1934 zunächst in die Tschechoslowakei, kehrte jedoch bereits im Juli desselben Jahres zurück um die politische Arbeit in der Illegalität aufzunehmen. Er wurde zu Beginn des Jahres 1935 aus politischen Gründen festgenommen und nach vierzehnmonatiger Untersuchungshaft, im so genannten Sozialistenprozess im März 1936, aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Ein neuerliches Einrücken im Zweiten Weltkrieg blieb ihm erspart, weil seine Arbeit in der Floridsdorfer Lokomotivfabrik als „kriegswichtig“ eingestuft wurde. Verheiratet war er mit Margarethe Towarek.

Ausbildung

Pflichtschulen, erlernter Beruf: Schriftsetzer, Arbeiterhochschule 1930

Beruflicher Werdegang

Schriftsetzer 1919 – 1923, Korrektor 1919 – 1932, Sekretär der SDAP Floridsdorf 1932 – 1934, Zeitungssetzer, Kaufmännischer Angestellter in der Floridsdorfer Lokomotivfabrik

Politische Funktionen

Bezirksvorsteher für den 21. Bezirk: 05.02.1946-10.06.1948
Funktionär der Buchdruckergewerkschaft
Funktionär der Sozialistischen Arbeiterjugend
Mitglied der Provisorische Gemeindeverwaltung in Floridsdorf 1945
Stellvertretender Parteiobmann der SPÖ Wien 1945 – 1949
Landesparteiobmann der SPÖ Wien 1949 – 1964
Obmann des Österreichischen Städtebundes 1951 - 1965
Mitglied des Bundesrates 06.06.1952 – 18.03.1953
Abgeordneter zum Nationalrat 18.03.1953 – 08.06.1965
Bundespräsident 09.06.1965 – 24.04.1974

Funktionen: Landtag/Gemeinderat und Landesregierung/Stadtsenat

Mitglied des Gemeinderates/Abgeordneter zum Wiener Landtag 05.12.1949-01.06.1965 (kandidierte im Wahlkreis 4 im 21. Bezirk, 1954 im 21. Bezirk)
Vorsitzender des Wiener Gemeinderates 22.06.1951-01.06.1965
Amtsführender Stadtrat Geschäftsgruppe Ernährungsangelegenheiten 18.06.1948-05.12.1949
Amtsführender Stadtrat Geschäftsgruppe Bauangelegenheiten 05.12.1949-22.06.1951
Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien 22.06.1951-01.06.1965

Sonstige Funktionen und Mitgliedschaften

Funktionär der Naturfreunde Österreichs
Funktionär der Arbeiterturner
Schloss sich 1924 dem Österreichischen Arbeiter-Esperanto-Bund an und wurde dessen Sekretär
Redakteur der Zeitschrift der Arbeiter-Esperantisten (Austria Socialista Ligo Esperantista) „La Socialisto“

Weitere Informationen, politische Schwerpunkte, Projekte

Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich, Überreichung: 06.08.1954 (Amtsblatt, 14.08.1954, 2)
Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland 1958
Bayerischer Verdienstorden (Amtsblatt, 10.12.1960, 8)
Großes Silbernes Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich (Amtsblatt, 30.01.1960, 4)
Ehrenring der Wiener Symphoniker (Amtsblatt, 25.02.1961, 5)
Ehrenbürger der Stadt Wien und Ehrennadel, Beschluss Wiener Gemeinderat 21.04.1961, Überreichung: 22.06.1961 (Amtsblatt, 28.06.1961, 3 ff.)
Grande Medaille de Verneil de la ville de Paris, Überreichung: 13.05.1963 (Amtsblatt, 22.05.1963, 3)
Ehrensenator der Technischen Hochschule (Amtsblatt, 02.12.1964, 1-3)
Ehrenring der Büchergilde Gutenberg (Amtsblatt, 16.12.1964, 5)
Ehrensenator an der Wiener Universität, Ernennung am 12.05.1965 (Amtsblatt, 19.05.1965, 2-3)
Großstern des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich, 1965
Ehrenbürger der Stadt Steyr 1968
Pierre-de-Coubertin-Medaille 1969
Collane des Finnischen Ordens der Weißen Rose 1970
Großkreuz mit großer Ordenskette des Verdienstordens der Italienischen Republik 1971
nach ihm wurde benannt: Franz-Jonas-Platz (Wien 21) benannt 14.04.1975 Gemeinderatsausschuss, Amtsblatt 22.5.1975, 7
Franz Jonas-Europaschule (Wien 21, Deublergasse 21) Beschluss Gemeinderatsausschuss 09.03.1999 (Amtsblatt, 08.04.1999, 40)
Ihm wurde gewidmet: Gedenktafel am Haus Franz-Jonas-Platz 8 (Wien 21)
Nach ihm wurde benannt: Franz-Jonas-Hof (städtische Wohnhausanlage in Wien 21, Prager Straße 93-99)
Bestattet am 29.04.1974 am Zentralfriedhof, Präsidentengruft, Gruppe 14C, PRÄS.

Quellen und Links

Amtsblatt der Stadt Wien
Solt, Wolfgang (1994). Personenindex, in: Josef Rauchenberger (Hg.), Stichwort Demokratie, Wien
Rathauskorrespondenz 11.09.2016
Österreichisches Parlament: Franz Jonas
Wien Geschichte Wiki: Franz Jonas
Bildquelle: WStLA, Fotos des Presse- und Informationsdienstes, FC1: 59117/6


Für den Inhalt verantwortlich: MA 08

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