WAIS - Wiener Archivinformationsystem - Tektonik

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Tektonik

  • WStLA - Wiener Stadt- und Landesarchiv
    • Bestand 1 - Stadtarchiv | 14. Jh.-21. Jh.
      • Bestand 1.2 - Historische Registraturen | 1509-21. Jh.
        • Bestand 1.2.4 - Sonderregistraturen | 1509-21. Jh.
          • Bestand 1.2.4.7 - Stiftungen | 1548-21. Jh.
            • Bestand 1.2.4.7.1 - Stiftungen allgemein | 1525-21.Jh.
              Vollansicht Bestand 1.2.4.7.1
              Feldname Inhalt
              1.1 Signatur 1.2.4.7.1
              1.2 Titel Stiftungen allgemein
              1.3 Zeitraum 1525-21.Jh.
              1.4 Verzeichnungsstufe Teilbestand
              1.5 Umfang/Medium Bände: 161=10,2 Laufmeter; Schachteln: 27; Faszikel: 6,5 Laufmeter; Sonderformate: 0,4 Laufmeter
              2.2 Verwaltungsgeschichte/Biografie In Wien gab es eine Reihe von Institutionen, die sich um die Armen der Stadt kümmerten. Dies waren für das Mittelalter vor allem das Bürgerspital (vergleiche WStLA, Bürgerspital und Bürgerspitalfonds 1.7.1) und das Pilgramhaus (vergleiche WStLA, Pilgramhaus 1.7.3), die ebenso wie andere ähnliche Institutionen zur Versorgung Armer, Kranker, Alter und Waisen durch private Stiftungen begründet worden waren. Neben Messstiftungen, die den Großteil der Stiftungen ausmachten, wurden auch sachbezogene Stiftungen - etwa die Stiftung von Krankenbetten, Bädern, Kleidung und Nahrungsmittel für die Armen und anderes - getätigt. Um Waisen- oder Hausarmenmädchen eine Heirat zu ermöglichen, wurden häufig Heiratslegate in Testamenten vermacht.

              Nach den im Bestand Stiftungen nur vereinzelt vorhandenen Stiftungsurkunden aus dem Mittelalter, stieg die Zahl der Stiftungen (sowie deren quellenmäßiger Niederschlag) ab dem 16. Jahrhundert, im Besonderen aber nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) und den Türkenkriegen an. Besonders nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung 1683 wurden zahlreiche Versorgungsanstalten für Kriegsveteranen und Kriegswaisen gestiftet. Der Großteil der im Bestand Stiftungen vorhandenen älteren Unterlagen stammt aus der Zeit nach 1683. In dieser Zeit entstanden das Großarmenhaus, das Johann-Nepomuk-Spital, die Chaossche Stiftung (bereits 1663 gegründet), das k.k. Waisenhaus (vergleiche WStLA, Waisenhaus Rosenhügel 2.4.2), das Findelhaus (vergleiche WStLA, Findelhaus 2.4.1) und andere.

              Seit 1920 ist Wien als Land für die behördlichen Angelegenheiten der Stiftungen und Fonds nach dem Stiftungs- und Fondsgesetz zuständig, in dieser Kompetenz agiert die Magistratsabteilung 62, die auch alle zur Aufbewahrung übernommenen Stiftbriefe dem Archiv übergibt.
              2.3 Bestandsgeschichte Nach der Ausgliederung der Johannesspitals- und Großarmenhausstiftung aus staatlicher Verwaltung wurden die zugehörigen Stiftbriefe an das Archiv abgetreten, die von Karl Weiß als gesonderter Bestand in alphabetischer Ordnung abgelegt wurden. Die erste Verzeichnung von sechs Faszikeln Stiftbriefe erfolgte von Karl Uhlirz 1886.

              Der Bestand Stiftungen wurde um 1944 von Rudolf Geyer geordnet und aufgenommen; durch zahlreiche Neuzugänge sind jedoch verschiedene Ergänzungen und zum Teil Umgruppierungen notwendig geworden, die 1950 bis 1954 von Hanns Jäger-Sunstenau abgeschlossen wurden. Es erfolgte dabei die Neuordnung, Aufnahme und Signierung des Bestands.
              Die laufend von der Magistratsabteilung 62 dem Archiv übergebenen Stiftbriefe wurden jeweils von Helmut Kretschmer bis 1990, von Michaela Laichmann bis 1994 und von Susanne Claudine Pils von 1994 bis 2012 aufgenommen. Seit 7. Jänner 2013 wird der Bestand von Heinrich Berg betreut.

              Die meisten Stiftbriefe vor 1920 sind bis 1939 unter die Hauptarchiv-Akten (3.1.2) eingereiht worden. Die Stiftbriefe 7001 bis 7568 waren ungeordnet übergeben worden, bei der Neuordnung 1954 wurden sie in einzelne Umschläge gegeben, es wurden kurze Regesten angelegt und wieder in jene Ordnung gebracht, nach der sie im „Ausweis über die Stiftungen bis 1804" (vgl. Stiftungen B 2-4) angeführt sind beziehungsweise in der sie auch nach 1804 fortgeführten Dorsalvermerken folgend gereiht waren.
              Ab Stiftbrief 7569 folgen Stücke nach Accessionsnummern.
              Die 123 Urkunden (C. Akten), die 1950 aufgenommen wurden, reichen von 1358 (Testament) bis 1784 (Stiftbrieferneuerung). Die meisten Pergamenturkunden sind Lehensbriefe (1525-1778), die Papierurkunden meist Reverse (1451-1664). Ab etwa 1670 sind die Reverse aktenmäßig gehalten und wurden daher nicht mehr eigens aufgenommen.

              2.4 Übergeben von Einzelne Stiftbriefe von privat erworben; Stiftbriefe 7001 bis 7568 (A 4) vom Grundbuchsamt der Stadtbuchhaltung 1902 übergeben (Arch.Zl. 341-690 und 701-1010/1902, jedoch keine Accessionsnummer). 1906 wurden Stiftbriefe, Akten, Protokolle (zusammen mit Unterkammeramtsrechnungen und anderem) in einem Dachbodenabteil im Rathaus aufgefunden und ins Archiv übernommen (Acc.Nr. 1778-1781); aus der Hauptregistratur übernommen 1911 (Acc.Nr. 2301, 2305, 2306); von der Fachrechnungsabteilung IIIa übernommen 1930: Stiftungsprotokolle, Stiftungsbücher des Johannesspitals und des Großarmenhauses (Acc.Nr. 3053); Bezirksvertretung III, 1935: ein Faszikel Stiftbriefe (Acc.Nr. 3155); Fachrechnungsabteiling III 1936: Rechnungsbücher Großarmenhausfonds, Bürgerladefonds, Versorgungsfonds, Johannesspitalstiftungsfonds und andere (Acc.Nr. 3177); im Archiv aufgefunden 1947: ein Buch Stiftung städtisches Armenhaus Wien 16 (Acc.Nr. 3385).
              3.1 Form/Inhalt Von der Stadt oder von privat ausgestellte Stiftbriefe, Unterlagen für die Abrechnung der unter städtischer Aufsicht stehenden Stiftungen (Rechnungsbücher, Kontenbücher), Normalien und Verordnungen. Als große, vom Magistrat verwaltete Stiftungen sind zu nennen: Johannes-Spital-Stiftung, Großarmenhausstiftung, Herther-Fonds, Beckmann-Stiftung, Wiener allgemeiner Versorgungsfonds, Bürgerlade-Fonds, Schwestern Fröhlich-Stiftung. Als große lokal verwaltete Stiftungen sind zu nennen: von der Bezirksvorstehung Josefstadt verwaltete Stiftungen, Städtisches Armenhaus Ottakring, von der Bezirksvorstehung Mariahilf verwaltete Stiftungen.
              3.3 Neuzugänge Bestand abgeschlossen
              3.4 Ordnung/Klassifikation Serien: B 1 - B 12 allgemeine Protokolle, Abschriften von Stiftbriefen, B 51 - B 57 einzelne vom Magistrat verwaltete Stiftungen, B 100 - B 103 lokal verwaltete Stiftungen, A 1 - A 5.
              4.1 Zugangsbestimmungen Unbeschränkt benützbar: Schutzfristen abgelaufen [§§ 9 (1) und 10 (1 und 2) Wr.ArchG], bzw. unbeschränkt benützbar: war bereits vor der Archivierung öffentlich zugänglich [§ 9 (2) Wr.ArchG].
              4.3 Sprache Deutsch
              4.5 Findhilfsmittel Ordner im Benützersaal; WStLA, Archivbehelfe in Karteiform (1.1.14.2.4), K 32; Datenbank.
              5.3 Verwandte Unterlagen WStLA, H.A.-Akten (3.1.2).
              5.4 Veröffentlichungen Die Wiener Stiftungen: Ein Handbuch, herausgegeben von Carl Ferdinand Mautner Ritter von Markhof, bearbeitet von Eugen Guglia, Wien 1895.
              7.1 Erschlossen durch Beschreibung von Michaela Laichmann 2008; Ergänzung von Susanne Claudine Pils Mai 2013
              7.1 Status Bearbeitung Freigabe zur Veröffentlichung
              7.2 Regeln ISAD(G)
              7.3 Datum der Beschreibung 25.06.2008
              7.3 Paraffe pil
            • Bestand 1.2.4.7.2 - Hochschuljubiläumsstiftung der Stadt Wien | 1965-21. Jh.



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