Modell der Wiener HausbetreuerInnen wird ausgebaut

Nach der erfolgreichen Einführung wird das Angebot überall dort, wo es die Mieterinnen und Mieter wünschen, sukzessive ausgeweitet.

Vier Hausbetreuerinnen und -betreuer

Die ersten Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer sind seit mehreren Monaten in den Wiener Gemeindebauten tätig. Die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner mit dem neuen Angebot ist ausgesprochen hoch. Nach der erfolgreichen Einführung wird dieses Service nun weiter ausgebaut.

Aktuell sind 25 Wiener Hausbetreuerinnen und Hausbetreuer bei der "Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung" beschäftigt. Einige von ihnen haben dieser Tage ihre Tätigkeit in jenen Wohnhausanlagen, die nunmehr in ihrer direkten Betreuung und Verantwortung stehen, aufgenommen. Gleichzeitig sind weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab Mai als Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer tätig sein werden, in Ausbildung. In Abstimmung mit den jeweiligen Wohnhausanlagen und in Einklang mit dem Wunsch der Mehrheit der Hausgemeinschaft wird das Angebot jeden Monat um acht bis zwölf Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer schrittweise ausgeweitet.

Modell der Wiener HausbetreuerInnen

Im Mittelpunkt des Modells der Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer steht, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klar definierte Betreuungstätigkeiten haben. Sie stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern vor allem auch als direkte Ansprechpartnerinnen und -partner mit fixen Sprechstundenzeiten zur Verfügung.

Damit kann den Mieterinnen und Mietern der Wiener Gemeindebauten trotz des politischen Vetos gegen ein neues Bundes-HausbesorgerInnengesetz, das seit dem Vorjahr als Entwurf vorliegt, ein entsprechendes Alternativangebot gemacht werden.

Klar definierte Aufgaben zu fixen Arbeitszeiten

Die Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer sind täglich und ausschließlich in der von ihnen betreuten Wohnhausanlage vor Ort. Sie haben fixe, den Mieterinnen und Mietern bekannte Sprechstundenzeiten. Der Leistungsumfang bezieht sich auf die Reinigung der gesamten Innen- und Außenbereiche zu klar festgelegten Dienstzeiten.

Ausgenommen davon ist der Winterdienst, der aufgrund der geltenden Bestimmungen des Arbeitszeit- und Arbeitszeitruhegesetzes nicht möglich ist. Bei Schneefall ist vorgesehen, dass die Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer die vorherrschenden Witterungsverhältnisse telefonisch an die Einsatzleitung melden. Bei Gefahr in Verzug - etwa bei Blitzeisbildung - wird eine Streuung durchgeführt.


Aufgaben

  • Fachgerechte Reinigung der zugeordneten Bereiche
  • Durchführung von Sofortmaßnahmen bei Gefahr in Verzug und Meldungen an die Winterdienst-Einsatzzentrale
  • Kontrolle der Wohnhausanlagen und Meldung eventueller Schäden an die Hausverwaltung Wiener Wohnen
  • Durchführung einfacher Kleinreparaturen oder Unterstützung des Technikteams zur Durchführung von größeren Reparaturarbeiten - Lagerverwaltung und Materialanforderung
  • Direkte Ansprechpartnerinnen und -partner mit fixen Sprechstunden für Mieterinnen und Mieter sowie deren Vertreterinnen und Vertretern und damit die Kommunikationsschnittstelle zur Hausverwaltung Wiener Wohnen - Entgegennahme und Weiterleitung von Anfragen, Wünschen und Anregungen der Mieterinnen und Mieter an die Hausverwaltung
  • Einführung von Neu-Mieterinnen und -Mietern in der Wohnhausanlage
  • Konfliktmanagement

Ausbildung

Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auf die professionelle Reinigung und Durchführung von Reparaturen praktisch und fachlich vorbereitet. Nach der Einschulungsphase im Ausmaß von 120 Arbeitsstunden erfolgt ein Mentoring über einen Zeitraum von drei Wochen. Verpflichtend vorgesehen ist ebenso eine Aufzugsschulung, um die Betreuung der Lifte gemäß den geltenden Rechtsvorschriften gewährleisten zu können. Außerdem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Kommunikation und Methoden des Konfliktmanagements geschult.

Faires und transparentes Entlohnungssystem

Die Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer werden nach der zu reinigenden Fläche (Stiegenhäuser, allgemeine Flächen) und den zu verrichtenden Tätigkeiten leistungsgerecht entlohnt. Bei der Zuordnung der zu betreuenden Gebäudeteile wird darauf geachtet, dass neben der Reinigung, den Kontrollgängen und Kleinreparaturen auch Zeit für die Mieterinnen und Mieter vorhanden ist. Der direkte Kontakt zwischen den Mieterinnen und Mietern und den Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuern ist ein von den Wienerinnen und Wienern vielfach geäußerter Wunsch, dem durch diese Regelung Rechnung getragen wird.

Die Mehrkosten, die durch die ausgeweitete Betreuung und die fixen Anwesenheitszeiten entstehen, belaufen sich am Beispiel einer Wohnung mit 66 Quadratmetern (entspricht der durchschnittlichen Wohnungsgröße) auf 1,43 Euro pro Monat.

Die Wiener Hausbetreuerinnen und -betreuer kommen nur dort zum Einsatz, wo es auch dem Wunsch der Mehrheit der Mieterinnen und Mieter entspricht.

Im Gegensatz zu den bisherigen Hausbetreuerinnen und -betreuern ist keine Dienstwohnung vorgesehen. Die Vertretung während des Urlaubs oder im Krankheitsfall erfolgt durch Teams der "Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung".

Informationen für Mieterinnen und Mieter sowie Bewerberinnen und Bewerber

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