Obst-, Gemüse- und Blumengroßmarkt - Geschichte der Wiener Märkte
Die Wurzeln des Großmarktes lassen sich bis in die Zeit der Monarchie zurückverfolgen. 1916 sollte Wien einen neuen Viktualiengroßmarkt erhalten. Da man sich nicht für einen endgültigen Standort entscheiden konnte, wählte man zunächst den stadtauswärts an den Naschmarkt anschließenden überwölbten Bereich des Wienflusses aus. Hier wurde mangels eines Gleisanschlusses fast ausschließlich Obst und Gemüse aus dem Inland verkauft. Ausländische Ware wurde auf dem hiefür nicht vorgesehenen und daher infrastrukturell nicht geeigneten Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof umgeschlagen.
Großmarkt in Inzersdorf
Dieses Provisorium hatte über 50 Jahre Bestand. Dann wurde beschlossen, am Südrand Wiens in Wien-Inzersdorf einen Großmarkt für Obst und Gemüse zu errichten. Außerdem wurde der bisher in einer Markthalle im 4. Bezirk, der Phorushalle, untergebrachte Blumengroßmarkt hierher verlegt.
Auf 400.000 Quadratmeter entsteht der Großmarkt Inzersdorf. Auf einem verkehrsmäßig günstig gelegenen Grundstück von 400.000 Quadratmetern wurde mit einem Kostenaufwand von etwa 29 Millionen Euro die neue Anlage geschaffen. Baubeginn war im April 1969. Am 26. November 1969 wurde die zirka 3.500 Quadratmeter große Verkaufshalle für den Großhandel mit Blumen, die Blumenhalle, eröffnet. Die Eröffnung des Gesamtareals des Großmarktes Wien-Inzersdorf, heute Großmarkt Wien, erfolgte am 30. Oktober 1972. Im Jahr 1987 wurde die Blumenhalle auf rund 6.400 Quadratmeter vergrößert.
Weiterführende Informationen
- Detailmarkthallen - Phorushallen
- Großmarkt Wien
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