Die alten Märkte in der Innenstadt - Geschichte der Wiener Märkte

Die Geschichte der Wiener Märkte muss um das Jahr 1150 begonnen haben. Die zu dieser Zeit erfolgte Verlegung der Babenberger-Residenz nach Wien brachte den entscheidenden Impuls für das Wachsen der bestehenden Ansiedlung. Die Stadterhebung Wiens ließ nicht sehr lange auf sich warten. Gleichzeitig mit dem ersten Stadtprivileg von Herzog Leopold VI. im Jahr 1221 erhielt Wien auch das Stapelrecht. Es bedeutete, dass durchziehende Kaufleute in Wien ihre Waren niederlegen mussten, um damit Handel zu ermöglichen.

Reges Marktleben

Die Bedürfnisse nach Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs brachten im Verlauf des Mittelalters in Wien ein reges Marktleben auf allen wichtigen Plätzen der heutigen Inneren Stadt hervor. Es entstanden auch zahlreiche bewegliche Verkaufsstände auf anderen Straßen und Plätzen. Die arbeitsteilige Wirtschaft löste die frühmittelalterliche Naturalwirtschaft ab.

Straßenbezeichnungen

Einige heutige Straßenbezeichnungen weisen noch auf eine frühere Nutzung als Marktplatz hin: Hoher Markt (forum altum), Neuer Markt (novum forum), Bauernmarkt (Pawrnmarckt), Fleischmarkt (carnifices Wiennensis), Getreidemarkt (Traitmarckt) oder Kohlmarkt (Holzkohle, ursprünglich Witmarckt, gleich Brennholzmarkt). Lediglich am Wildpretmarkt wurde ursprünglich Kienspan als preisgünstiges Beleuchtungsmittel verkauft, erst im 19. Jahrhundert siedelte sich hier ein Wildbrethändler an.

Innenstadtmärkte

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