Hoher Markt - Geschichte der Wiener Märkte
In einer im Jahr 1208 verfassten Schrift wurde erstmals ein Marckt zu Wienn erwähnt. Man ist sich einig, dass damit nur der Hohe Markt gemeint sein kann. Dieser allgemein als ältester Markt Wiens angesehene Marktplatz fand im Jahr 1233 als forum altum Erwähnung. Aus Dokumenten des Jahres 1282 geht hervor, dass am Hohen Markt der Fischmarkt der Stadt abgehalten wurde.
Handel im Mittelalter
Von Beginn des 14. bis ins 15. Jahrhundert gab es auch einen regen Handel mit Brot. Er wurde von Bäckern mit ihren Brottischen im Bereich der heutigen Orientierungsnummern Zehn und Elf durchgeführt. Weitere mittelalterliche Markttätigkeiten am Hohen Markt betrafen den Handel mit tierischem Fett, dem Schmer (rohes Fett) und dem Unschlitt (ausgebranntes Fett), mit Bienenwachs, Textilien und Schuhen. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts ging der Verkauf handwerklich angefertigter Gegenstände immer mehr zurück. Die Handwerker gingen dazu über, die von ihnen hergestellten Gegenstände in ihren eigenen Werkstätten zum Verkauf anzubieten.
Verlegung des Fischmarktes
Im August 1753 wurde der Fischmarkt durch eine Verordnung aus der Stadt an das Ufer der Donau verlegt. Obwohl durch die Absiedlung des Fischmarktes der Hohe Markt seine Attraktivität als Marktplatz verlor und immer weniger Händler hier ihre Waren feilboten, hatte er doch bis ins Jahr 1939 als Wochenmarkt Bestand.
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