Flohmarkt - Geschichte der Wiener Märkte

Über Anregung der Bezirksvorstehung des 1. Bezirks wurde zur Belebung der Innenstadt am 18. November 1972 zum ersten Mal ein auf privater Basis durchgeführter Kunst- und Antiquitätenmarkt auf dem Platz Am Hof abgehalten. Die Veranstaltung mit etwa 30 Verkaufsständen wurde an sechs Samstagen bis Weihnachten wiederholt.

Steigendes Besucherinteresse

Nachdem Studenten einen Verein zur Förderung des Flohmarktes gegründet hatten, wurde ab dem 7. April 1973 an drei Samstagen auf derselben Fläche Am Hof ein Flohmarkt mit rund 25 auf privater Basis vergebenen Plätzen veranstaltet. Mit 1. Juli 1973 wurde die Abhaltung eines Flohmarktes dem Wiener Marktamt übertragen. Dieser fand nun wöchentlich am Samstag auf dem Platz Am Hof statt. Zunächst waren keine gewerblichen Verkäufer zugelassen. Dennoch stieg die Zahl der Anbieter rasch von 100 bis 150 auf bis zu 300 an. Der Platz wurde bereits Ende 1974 nicht zuletzt wegen des immer stärker steigenden Besucherinteresses zu klein. Am 1. Juli 1974 wurde das Marktgebiet auf den Schulhof ausgeweitet. Der Schwerpunkt dort war der Kunstmarkt. Er wurde mangels Interesse Ende 1975 wieder aufgegeben.

Verlegung des Marktes 1977

Schwarz-Weiß-Foto: Flohmarkt am Naschmarkt mit Besuchern an einem Stand 1988

Lädt zum Schauen und Stöbern ein: Flohmarkt am Naschmarkt.

Anfang 1977 wurde aufgrund des steigenden Interesses am Flohmarkt entschieden, ihn an den äußeren Bereich des Naschmarkts zu verlegen. Von dort war der provisorische Obst- und Gemüsegroßmarkt nach Inzersdorf verlegt worden. Am 2. Juli 1977 eröffnete der Flohmarkt am Naschmarkt. Dieser wird nun jeden Samstag, auch an Feiertagen mit Ausnahme des Weihnachtsfeiertags, veranstaltet. Die Größe des hier zur Verfügung stehenden Areals machte es möglich, einen Teilbereich der Marktfläche auch gewerblichen Händlern zu öffnen.


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