Die Zeit des Ersten Weltkrieges - Geschichte des Wiener Marktamtes (MA 59)
Der Erste Weltkrieg hatte große Auswirkungen auf die Bevölkerung der Millionenstadt. Im März 1915 musste der niederösterreichische Statthalter zu größerer Sparsamkeit beim Verbrauch von Brot aufrufen. Im April wurden die ersten Lebensmittelkarten für Brot und Mehl ausgegeben. Am 1. Dezember 1916 wurde ein Volksernährungsamt geschaffen. Festgesetzte Höchstpreise und Bekanntgabe von Ersatzlebensmitteln konnten die Versorgungslage jedoch nicht verbessern. Im März 1918 musste die wöchentliche Fettquote auf 40 Gramm reduziert werden. 1918 betrug die landwirtschaftliche Produktion in der österreichischen Reichshälfte nur noch 50 Prozent der Menge von 1913.
Die Bewirtschaftung von Lebensmitteln konnte erst im November 1922 zur Gänze beendet werden.
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