Neue Marktamtsabteilungen - Geschichte des Wiener Marktamtes (MA 59)

Die im Dezember 1890 im Zuge der zweiten Stadterweiterung erfolgte Eingemeindung der 43 Vororte außerhalb des Linienwalls, des heutigen Gürtels, als Bezirke 11 bis 19 bewirkte die Verdreifachung der Fläche Wiens. Die Einwohnerzahl erhöhte sich auf 1.430.000. Im Jahr 1892 wurden Exposituren des Marktamtes in den neuen Bezirken eingerichtet.

Yppenmarkt und Brunnenmarkt

Marktamtsabteilung im 16. Bezirk um 1900

Die Außenstelle in Ottakring

In der Folge der Eingemeindung des Vorortes Ottakring im Jahr 1890 wurde 1892 eine Außenstelle des Marktamtes an der Ecke Dettergasse/Schellhammergasse eingerichtet. Die Expositur wurde zirka 1910 geschlossen und in ein neu erbautes Marktamtsgebäude auf dem Yppenplatz verlegt, das gemeinsam mit dem Großmarktteil des Yppenmarktes errichtet worden war.

Die Wurzeln des Yppenmarktes reichen in das Jahr 1872 zurück. In diesem Jahr wurde der hier gelegene Exerzierplatz aufgelassen und der Yppenplatz angelegt. 1895 wurde der Detailmarkt von der Neulerchenfelder Kirche auf diesen Platz verlegt. Im Laufe der Jahre wuchsen Yppenmarkt und Brunnenmarkt zusammen.


Markt für Fischhandel

Marktamtsabteilung auf dem Zentralen Fischmarkt um 1904

Das Marktamtsbüro wird feierlich eröffnet.

Der bereits seit mehr als hundert Jahren am heutigen Donaukanal bestehende Fischhandel erhielt mit der Eröffnung eines neuen Marktes im Jahr 1904 eine zeitgemäße Einrichtung. Unter der Rampe vom Franz-Josef-Kai zum Zentralen Fischmarkt wurde neben Kühleinrichtungen auch eine Expositur des Marktamtes geschaffen.


Weiterführende Informationen

Zentraler Fischmarkt

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