Technologiestandort Wien

Wien ist der Technologie- und Forschungsstandort in Österreich schlechthin und gewinnt auch als europäisches Forschungs- und Kompetenzzentrum immer mehr an Bedeutung. Mehr als drei Prozent des lokalen Bruttoinlandsproduktes fließen in die Forschung. Wien liegt mit dieser beachtlichen Forschungsquote von 3,13 Prozent weit über dem EU-Durchschnitt. Was den Anteil des Personals im Bereich Forschung und Entwicklung gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen betrifft, liegt Wien an zweiter Stelle hinter Stockholm.

Rund 150.000 Personen sind bereits im Technologiebereich beschäftigt - das sind rund 20 Prozent aller in Wien unselbständig Beschäftigten.

Aufgrund des hervorragenden Bildungssystems stehen am Standort Wien hoch qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung.

Wien hat sich beispielsweise als einer der wichtigsten Life-Sciences-Standorte (Biotech, Pharma, Medizintechnik) in Europa etabliert: Weltweite Konzerne, wie Novartis, Baxter oder Boehringer Ingelheim, setzen auf den Standort Wien. 2005 waren mehr als 13.000 Personen in 140 Unternehmen oder Forschungseinrichtungen im Bereich der Life Sciences tätig.

Darüber hinaus leisten die Informations- und Kommunikationstechnologien einen bedeutenden Beitrag zur Wertschöpfung der Wiener Wirtschaft.

Stärkefelder

Ein Instrument zur Förderung des Wirtschafts-, Technologie- und Forschungsstandortes Wien ist die gezielte öffentliche Unterstützung von Stärkefeldern. Die erforderlichen Analysen möglicher Stärkefelder und Vorschläge für eine gezielte öffentliche Unterstützung werden von der Magistratsabteilung 27 - EU-Strategie- und Wirtschaftsentwicklung durchgeführt. Ein wirtschaftliches Stärkefeld zeichnet sich nicht nur durch wettbewerbsfähige und innovative Unternehmen aus, sondern soll zusätzlich Forschungsinstitutionen und sogenannte Leitbetriebe (Technologieführer) aufweisen.

Zu den Stärkfeldern der Wiener Wirtschaft gehören:

Cluster

Diese Stärkefelder werden durch die Bildung sogenannter Cluster unterstützt. Cluster sind Netze von untereinander verbundenen Unternehmen und Institutionen mit einer gewissen räumlichen Nähe. Ihr Vorteil liegt darin, dass wettbewerbsfähige Produzentinnen und Produzenten, Zulieferinnen und Zulieferer, Dienstleisterinnen und Dienstleister sowie Forschungsinstitutionen durch Kooperation Synergien nutzen können. Dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und damit ein Standortplus erreicht werden. Ab einer bestimmten Größe übt ein Cluster Anziehungskraft auf weitere Investoren aus.

Cluster verbessern demnach:

  • die Zusammenarbeit von Forschung und Unternehmen,
  • die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit,
  • das Ausbildungsniveau,
  • das Wachstum und die langfristige Unternehmensentwicklung.
  • LISA VR (Life Sciences Austria Vienna Region)
  • ACVR (Automotive Cluster Vienna Region)
  • VITE (Vienna IT Enterprises)
  • departure - Wirtschaftsförderungs- und Servicestelle für in Wien ansässige Unternehmen der Creative Industries

Diese Stärkefelder und Cluster sind aber nur ein Teil der vielfältigen Forschungsstadt Wien.

Seit November 2007 liegt ausserdem die neue Wiener FTI-Strategie vor: Wien denkt Zukunft - Wissen schafft Innovation

Verantwortlich für diese Seite:
Dipl.-Ing.in Christine Wanzenböck (Magistratsabteilung 23)
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