Babesiose - Tierkrankheiten
Vorkommen und Verbreitung
Übertragung
Krankheitsbild
Anzeigepflicht
Diagnose
Therapie
Prophylaxe
Vorkommen und Verbreitung
Die Babesiose ist eine akut bis chronisch verlaufende Erkrankung. Sie wird durch einzellige Parasiten (Babesien) verursacht.
Babesien treten weltweit, vor allem aber in den Tropen, den USA und den Mittelmeerländern, auf. Durch den verstärkten Reiseverkehr werden seit 1973 auch in Deutschland, Norditalien, der Schweiz, Frankreich, England und Ungarn Fälle beobachtet. Die Hauptinfektionsgefahr im europäischen Raum besteht von Mai bis Oktober.
Übertragung
Die Übertragung der Babesien erfolgt durch Zeckenarten: Rhipicephalus Dermacentor, Haemaphysalis und Ixodes-Arten. Mit dem Speichel der Zecken gelangen die Entwicklungsstadien der Babesien ins Blut. Danach dringen sie in die roten Blutkörperchen des Wirtes ein und zerstören diese.
Eine mechanische Übertragung durch Spritzen oder Bluttransfusionen ist möglich.
Erreger
Die Erkrankung des Menschen erfolgt durch tierspezifische Babesien: zum Beispiel Babesia canis, Babesia gibsoni (Hund), Babesia equi (Pferd), Babesia divergens (Rind). Erregerreservoirs sind Rinder, Pferde, Hunde und Nagetiere.
Krankheitsbild
Nach einer Inkubationszeit von zehn Tagen bis drei Wochen treten infolge der massiven Zerstörung der roten Blutkörperchen folgende Symptome auf:
Beim Tier
- Mattigkeit
- Fieber bis 42 Grad Celsius
- Allgemeine Schwäche
- Rotbraun gefärbter Harn
- Nierenversagen
- Gelbsucht
Beim Menschen
Die ersten Symptome beginnen meist eine Woche nach dem Zeckenbiss:
- Zunehmendes Unwohlsein, Übelkeit
- Appetitverlust
- Müdigkeit
- Hohes Fieber (tritt nach einigen Tagen ein)
- Starke Schweißausbrüche
- Kopf- und Muskelschmerzen
Anzeigepflicht
Es besteht keine Anzeigepflicht.
Diagnose
Babesien werden in den roten Blutkörperchen im Blutausstrich nachgewiesen.
Therapie
Bluttransfusionen, Chemotherapeutika (Clindamycin, Chininsulfat)
Prophylaxe
Zeckenbekämpfung
Veterinäramt und Tierschutz (Magistratsabteilung 60)
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