Integrationsvereinbarung

Ziel der Integrationsvereinbarung ist der Erwerb von vertieften Kenntnissen der deutschen Sprache. Drittstaatenangehörige sollen damit zur Teilnahme am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben in Österreich befähigt werden.

Im Rahmen der Integrationsvereinbarung gibt es zwei Module:

Modul I - vertiefte elementare Sprachverwendung (A2 GER)

Folgende Personen, die sich nach dem 1. Juli 2011 neu in Österreich niederlassen, sind zur Erfüllung des Modul I der Integrationsvereinbarung (A2 GER) binnen zwei Jahren verpflichtet:

Personen mit

  • Aufenthaltstitel Rot-Weiß-Rot-Karte
  • Aufenthaltstitel Rot-Weiß-Rot-Karte plus
  • Niederlassungsbewilligung
  • Niederlassungsbewilligung - ausgenommen Erwerbstätigkeit
  • Niederlassungsbewilligung - Angehöriger
  • Aufenthaltstitel Familienangehöriger

Ausnahmen

  • Personen, die eine schriftliche Erklärung abgeben, dass der Aufenthalt in Österreich nicht länger als zwölf Monate innerhalb von zwei Jahren dauert (in diesem Fall ist kein Verlängerungsantrag im Inland möglich)
  • Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • Personen, denen die Erfüllung aufgrund ihres dauerhaft schlechten physischen oder psychischen Gesundheitszustandes nicht zugemutet werden kann (amtsärztliches Gutachten erforderlich)

Nachweis

Das Modul I (A2 GER) kann auf folgende Arten erfüllt werden:

  • Erfolgreicher Abschluss eines Deutsch-Integrationskurses bei einem ÖIF-zertifizierten Kursinstitut: 140 KB PDF
  • Nachweis ausreichender Deutschkenntnisse
  • Nachweis eines Schulabschlusses, der der allgemeinen Universitätsreife oder einem Abschluss in einer berufsbildenden mittleren Schule entspricht
  • Mindestens fünfjähriger Besuch einer Pflichtschule in Österreich sowie der positive Abschluss im Fach "Deutsch" oder der positive Abschluss im Fach "Deutsch" auf Niveau der neunten Schulstufe
  • Positiver Abschluss im Fach "Deutsch" an einer ausländischen Schule (Niveau der neunten Schulstufe)
  • Lehrabschlussprüfung gemäß dem Berufsausbildungsgesetz
  • Inhaberinnen und Inhaber einer Rot-Weiß-Rot-Karte haben Modul I der Integrationsvereinbarung automatisch erfüllt.

Modul II - selbständige Sprachverwendung (B1 GER)

Die Erfüllung des Modul II der Integrationsvereinbarung (B1 GER) ist ab 1.7.2011 Voraussetzung für die Erteilung der Aufenthaltstitel "Daueraufenthalt - EU".

Ausnahmen

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung minderjährig sind und noch nicht der allgemeinen Schulpflicht unterliegen
  • Personen, denen die Erfüllung aufgrund ihres dauerhaft schlechten physischen oder psychischen Gesundheitszustandes nicht zugemutet werden kann (amtsärztliches Gutachten erforderlich)

Nachweis

Das Modul II (B1 GER) kann auf folgende Arten erfüllt werden:

  • Nachweis des Österreichischen Integrationsfonds über ausreichende Deutschkenntnisse
  • Allgemein anerkannter Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse
  • Bei Minderjährigen: Besuch einer Primar- oder Sekundarschule (im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht) nach dem Schulorganisationsgesetz und positive Beurteilung im Unterrichtsgegenstand "Deutsch"
  • Mindestens fünfjähriger Besuch einer Pflichtschule in Österreich sowie der positive Abschluss im Fach "Deutsch" oder der positive Abschluss im Unterrichtsgegenstand "Deutsch" auf Niveau der neunten Schulstufe
  • Positiver Abschluss im Unterrichtsfach "Deutsch" an einer ausländischen Schule (Niveau der neunten Schulstufe)
  • Lehrabschlussprüfung gemäß dem Berufsausbildungsgesetz
Verantwortlich für diese Seite:
Öffentlichkeitsarbeit (Magistratsabteilung 35)
Kontaktformular