Schutzwegoffensive "Achtung Zebra" - Maßnahmen
50 Prozent weniger Verunglückte im Verkehr bis 2020: Dieses ambitionierte Ziel hat sich die Stadt Wien im Masterplan Verkehr Wien 2003 gesetzt. Langfristig wird die "Vision Zero" verfolgt, also keine Todesopfer im Straßenverkehr.
Bewusstseinsbildung
Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Stadt Wien ein umfangreiches Maßnahmenpaket um. In den Bereichen Planung, Bau und Überwachung arbeitet die Stadt dazu eng mit den Verkehrssicherheitsorganisationen und der Wiener Polizei zusammen.
Dass Wien auf dem richtigen Weg ist, belegt die Unfallstatistik der letzten Jahre: Die Anzahl der Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr ist rückläufig. Allein in den vergangenen vier Jahren betrug der Rückgang 19,2 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei den Fußgängerunfällen in Wien. Seit 2003 reduzierte sich deren Anzahl um rund fünf Prozent. Durch die Einführung des Wiener Verkehrssicherheitsprogramms 2005 sank sie schließlich um 8,5 Prozent.
Diesen rückläufigen Zahlen steht allerdings seit 2003 eine rund 40-prozentige Zunahme an Unfällen auf Schutzwegen gegenüber. Das bedeutet, dass etwa ein Drittel aller Unfälle mit Fußgängerinnen und Fußgängern auf Zebrastreifen passiert.
Doch selbst eine Vielzahl von baulichen und planerischen Maßnahmen kann keine absolute Sicherheit garantieren. Das zeigt vor allem eine Statistik deutlich: 60 Prozent der Fußgängerunfälle auf Zebrastreifen ereignen sich auf ampelgeregelten Schutzwegen. Umso entscheidender ist daher parallel zu den baulichen Maßnahmen der Stadt Wien die Bewusstseinsbildung. Sie informiert Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer darüber, wie sie sich im Straßenverkehr am sichersten fortbewegen.
Mehr Sicherheit auf dem Schulweg
Die Vorbildwirkung von Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern bei der Verkehrserziehung ist unersetzlich. Tag für Tag beschreiten Schulkinder ihren gewohnten Schulweg. Junge Menschen gehen allerdings oft nicht bewusst durch die Welt. Sobald sich das Kind an den Weg gewöhnt hat, wird es schnell unkonzentriert, verlässt sich auf die Gewohnheit und achtet nicht mehr auf die Sicherheit. Es ist auch die Aufgabe von Erwachsenen, hier einzugreifen und mit den Kindern das richtige Verhalten zu üben, damit der tägliche Schulweg so sicher wie möglich wird. Kinder müssen bewusst einen Zebrastreifen beachten und mit Vorsicht über die Straße gehen.
Um hier zu unterstützen und den richtigen Schulweg für die Kinder zu finden, erstellt die Stadt Wien gemeinsam mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) Schulwegpläne für Wiener Volksschulen, die den sichersten Weg in die Schule zeigen.
Verantwortlich für diese Seite:Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten (Magistratsabteilung 46)
Kontaktformular

