Neue Schutzwegmarkierungen in Wien - Pilotversuch
Nahe der Schule 12., Lichtensterngasse 2 im 12. Bezirk erprobt die Stadt Wien im Rahmen eines Pilotversuchs eine neue Schutzweg-Bodenmarkierung. Trapezförmige gelbe Balken sollen die Aufmerksamkeit der Autofahrerinnen und Autofahrer erhöhen. Ziel dieses Projekts ist es, die Umgebung der Schule für Schülerinnen und Schüler noch sicherer zu machen und dadurch der Vision-Zero - keine Unfälle im Straßenverkehr - auch im 12. Bezirk ein Stück näher zu kommen.
Innovative Maßnahmen
Seit Jahren setzt die Stadt Wien eine Vielzahl von Maßnahmen und Innovationen um, damit die Schutzwege in der Stadt noch sicherer werden. Beispiele dafür sind Fahrbahnanhebungen, Mittelinseln, zusätzliche Beschilderungen oder Signale (Lichtbänder, Blinklichter), rot umrandete Schutzwege, vor allem im Nahbereich von Schulen, oder die Lichtoffensive.
Österreichweite Untersuchung
In ganz Österreich wird seit Jahren versucht, mittels verschiedenster Zusatzausstattungen die Schutzwege sicherer zu gestalten. Einheitliche Standards für solche Zusatzausstattungen oder besondere Markierungen gab es allerdings bislang nicht.
Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) und der ÖAMTC untersuchen nun im Auftrag des BMVIT österreichweit alle vorhandenen Schutzwegvarianten, wie Quermarkierungen, rot-weiß-rote Schutzwege, "verzerrte" Zebrastreifen oder "Haifischzähne". Ziel ist es, infolge von Vorher-/Nachher-Untersuchungen zukünftig in ganz Österreich möglichst einheitliche, optimale und klare Gestaltungsregeln für Schutzwege zu haben.
Jährlich verunglücken mehr als 1.000 Fußgängerinnen und Fußgänger auf Schutzwegen, davon rund zwei Drittel auf ungeregelten. Fußgängerinnen und Fußgänger, die sich auf einem Schutzweg befinden oder diesen auch nur erkennbar benützen wollen, haben gemäß StVO klar Vorrang. Die Unfallstatistik zeigt jedoch, dass es sehr häufig an der Anhaltemoral der Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker mangelt.
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