Hasnerstraße ist erste "fahrradfreundliche Straße" Wiens

Die Hasnerstraße wurde schon seit Jahren von Radfahrerinnen und Radfahrern gerne genutzt. Die Neugestaltung im Jahr 2012 brachte für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer deutlich mehr Verkehrssicherheit.

Visualisierung der neu gestalteten Hasnerstraße

Die vier Eckpfeiler für die Verkehrssicherheit in der "fahrradfreundlichen" Hasnerstraße: Zusätzliche Unterbrechung für Fahrzeuge, Vorrang für den Radverkehr umgedreht, übersichtliche Kreuzungen und eine durchgehende Tempo-30-Zone.

Die Hasnerstraße im 16. Wiener Gemeindebezirk hat eine Länge von 2,5 Kilometern. Sie wurde aufgrund der bereits hohen Akzeptanz, in der Hasnerstraße mit dem Fahrrad zu fahren, ausgewählt. Die Verknüpfung mit dem bestehenden Radfahrnetz ist bereits vorhanden, sodass für den Radverkehr eine attraktive und sichere Verbindung zwischen der City und der Vorortelinie geschaffen wird.

Umgebungsplan der Hasnerstraße: 950 KB PDF

Leistungsstarke Radverkehrsverbindung

Da "Fahrradstraßen" in der Straßenverkehrsverordnung nicht verankert sind, entwickelte die Stadt Wien ein eigenes Modell einer "fahrradfreundlichen Straße". Ziel des Projekts ist eine weitgehende Bevorrangung und Komfortverbesserung der Hasnerstraße, die primär Radfahrenden zugute kommt.

Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Verkehr Mag.a Maria Vassilakou betont die Wichtigkeit von leistungsstarken Radverkehrsverbindungen vor dem Hintergrund eines steigenden Radverkehrsanteils:

Die neue Gestaltung der Hasnerstraße zur ersten fahrradfreundlichen Straße sichert ein rasches und sicheres Vorwärtskommen der Radfahrerinnen und Radfahrer von den Außenbereichen der Stadt in die Innenstadt. Unser Ziel ist es, dieses Projekt auszuweiten und weitere hochwertige fahrradfreundliche Straßen zu errichten.

Verkehrssicherheit als oberste Prämisse

In vielen Wohngebieten Wiens wurde durch die Einführung von Tempo-30-Zonen eine Verkehrsberuhigung mit deutlicher Erhöhung der Verkehrssicherheit ermöglicht. Diese Maßnahme gilt auch in der Hasnerstraße.

Im konkreten Fall wird somit das Geschwindigkeitsniveau tendenziell auch in den Seitengassen abgesenkt. Gehsteigvorziehungen erhöhen durch verbesserte Sichtbeziehungen die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer. Davon werden in der Hasnerstraße auch andere Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wie Fußgängerinnen und Fußgänger und nicht nur Radfahrerinnen und Radfahrer profitieren.

Markierungen und Verkehrsschilder weisen auf den Charakter der fahrradfreundlichen Straße hin. Lediglich an Kreuzungen mit dem Öffentlichen Verkehr ist die Vorrangregelung für den Radverkehr unterbrochen. Durch bauliche Maßnahmen wie Gehsteigvorziehungen und Plateau-Anhebungen kommt es zu besseren Sichtverhältnissen für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrerinnen und Radfahrer sowie Autofahrerinnen und Autofahrer sowie zu einer Verkehrsberuhigung.

Maßnahmen und Auswirkungen

Baumaßnahmen

  • Umbaumaßnahmen in der Hasnerstraße auf Höhe Lerchenfelder Gürtel (Anbindung zu Gürtelradweg),
  • Gehsteigvorziehungen in der Kirchstetterngasse, Neumayrgasse und Lorenz-Mandl-Gasse
  • Fahrbahnaufdoppelung entlang der Brüßlgasse
  • Sackgassenausbildung in der Hettenkofergasse
  • Fahrbahnaufdopplung entlang der Lorenz-Mandl-Gasse
  • Örtliche Fahrbahnsanierungen in der Hasnerstraße über die gesamte Länge

Verkehrsmaßnahmen

  • Bevorrangung der Hasnerstraße gegenüber allen Quergassen (ausgenommen Quergassen mit öffentlichen Verkehrsmitteln)
  • Kundmachung mittels Verkehrszeichen und Bodenmarkierung

Auswirkungen auf  VerkehrsteilnehmerInnen

  • Bevorrangung der Hasnerstraße für Radfahrerinnen und Radfahrer
  • Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger
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