1. und 4., Kunstplatz Karlsplatz - realisiertes Bauvorhaben (Archiv)

Realisierung: Mitte Oktober 2005 bis 2007

Karlskirche

Als Verkehrsdrehscheibe in Innenstadtnähe war der Karlsplatz seit dem späten 19. Jahrhundert immer wieder Anlass und Ausgangspunkt für stadtplanerische Überlegungen für eine umfassende Neuordnung. Ziel des Projektes war es, den Karlsplatz als attraktiven urbanen Raum sichtbar und erlebbar zu machen.


Projektbeschreibung

In einer ressortübergreifenden Gruppe unter Miteinbeziehung der Architekten Rüdiger Lainer und Adolf Krischanitz, der Landschaftsplanerinnen und Landschaftsplaner Anna Detzlhofer, Jakob Fina und Cordula Loidl-Reisch, der Lichtgestalterin Victoria Coeln, des Zivilingenieurbüros Rosinak & Partner, der Wiener Linien sowie der zuständigen Magistratsabteilungen der Stadt Wien wurde ein Konzept für den Karlsplatz ausgearbeitet.

Der Planungsbereich erstreckte sich über den gesamten Platzbereich. Dieser führte von der Secession und der Kunsthalle über die Technische Universität Wien, die Karlskirche und das Wien Museum bis zu Musikverein und Künstlerhaus.

Das vorgeschlagene Konzept basierte auf einer Reihe von Maßnahmen mit unterschiedlicher Eingriffstiefe und damit unterschiedlichem Aufwand. Die Summe der Maßnahmen veränderten den Karlsplatz nicht spektakulär, aber in seiner Nutzung entscheidend. Das Projekt Kunstplatz Karlsplatz bildete einen wesentlichen Eckpfeiler für die regionale und internationale Positionierung Wiens als Stadt der Kunst.

Im Detail wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Wiederherstellung von Sichtbeziehungen
  • Präzisere Begrenzung der bestehenden Grüninseln
  • Schaffung von neuen Wegeführungen
  • Neues Beleuchtungskonzept
  • Ausbildung von definierten Platzbereichen
  • Kunst an der Oberfläche und im Untergrund
  • Mehr Sicherheit auf dem Karlsplatz
  • Straffen und Komprimieren des Verkehrs
  • Leitsystem

Ausbauvorhaben im Überblick

Konkret wurde 2005 mit der Umsetzung einer Vielzahl von Einzelvorhaben verschiedenster Dienststellen der Stadt Wien und der Wiener Linien begonnen:

Beteiligte Dienststellen und externe Partnerinnen und Partner

Neben den Straßenbauarbeiten wurden Begleitmaßnahmen anderer Dienststellen und externer Organisationen koordiniert. Die Abstimmung der Arbeiten erfolgte durch die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28). Die optimale Koordination der Arbeiten trug zu einem zügigen Bauablauf bei möglichst geringer Beeinträchtigung der Anrainerinnen und Anrainer bei.

  • Bezirksvorstehung für den 1. und 4. Bezirk: Vertretung der Interessen der Bürgerinnen und Bürger
  • MD-BD - Gruppe Tiefbau: Projektkoordination
  • MA19: Architektonische Begleitgestaltung
  • MA 28: Straßenbauarbeiten, Radwegherstellung, Oberflächenarbeiten im Zuge der Neugestaltung der Wege im Resselpark sowie der Gehflächen rund um das Künstlerhaus
  • Architektur und Landschaftsplanung: Rüdiger Lainer, Adolf Krischanitz, Anna Detzlhofer, Jakob Fina, Cordula Loidl Reisch
  • Rosinak & Partner ZT GmbH: Straßendetailplanung
  • Lichtanlagen und Lichtdesign: Victoria Coeln
  • MA 29: Finanzierung neuer Lifte im Bereich Künstlerhaus
  • MA 30: Kanalbauarbeiten (Wientalsammel-Entlastungskanal)
  • MA 33: Adaptierung/Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung
  • MA 41: Vermessung
  • MA 42: Grünflächengestaltung des Ressel-, Girardi- und Esperantoparks
  • MA 46: Verkehrssicherungsmaßnahmen (Ampelanlagen werden an die neue Platzorganisation angepasst)
  • Wiener Linien: Verlängerung der Passage, neue Lifte bei der Secession und beim Künstlerhaus (letztere im Auftrag und auf Kosten der Stadt Wien)
  • Wien Energie und andere Einbautenträger: Einbautenumlegungen

Pressemeldungen

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