Platzkartenvergabe für Fiakerplätze
Die Platzkartenvergabe gibt es seit 2004. Sie ist notwendig, um angesichts der räumlich begrenzten Gegebenheiten in der Inneren Stadt eine geordnete Gewerbeausübung zu ermöglichen.
Vergabemodell
Das Platzkartenvergabemodell ist ein objektives, rechnerisch nachvollziehbares mathematisches Modell. Es bietet allen Konzessionsinhabern die gleichen Chancen. Es berücksichtigt sowohl die Anzahl der Unternehmer, als auch die Unternehmensgröße. Die Vergabe erfolgt im Beisein der Wirtschaftskammer und wird nachvollziehbar dokumentiert. Sie erfolgt nicht in Form einer Verlosung.
Das System ermöglicht sowohl kleinen Unternehmen, sich eine Platzkarte mit der Grundplatzkarte zu sichern, als auch größeren Unternehmen entsprechend ihrer Unternehmensgröße aliquot weitere Platzkarten zu erhalten.
Durchgänge bei der Vergabe
Im ersten Durchgang erhält jeder Fiakerunternehmer unabhängig von der Größe seines Unternehmens eine Platzkarte. Die verbleibenden Platzkarten werden in der zweiten Runde aliquot auf die Unternehmer im Verhältnis zur Unternehmensgröße, also zur Zahl der konzessionierten Fiakerkutschen, aufgeteilt.
Ausnahme: Verlosung
Zu einer Verlosung kommt es nur, wenn
- bei der mathematischen Vergabe Restplatzkarten übrig bleiben
- und zwei oder mehrere Fiakerunternehmer bei der Berechnung den gleichen Rundungsfaktor haben
- oder wenn die Zahl der Unternehmer die Zahl der zu vergebenden Platzkarten übersteigt.
Martin Hofmann (Magistratsabteilung 65)
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