Studie "Wirkung von Fahrrad-Piktogrammen im Straßenverkehr"

Eine Untersuchung über die Wirkung von Fahrrad-Piktogrammen auf der Fahrbahn zeigt, dass sich Piktogramme und Richtungspfeile positiv auf die Sicherheit des Rad- und Autoverkehrs auswirken.

Fahrradpiktogramm mit Richtungspfeil auf markiertem Radweg

Fahrrad-Piktogramme mit Richtungspfeilen erhöhen das subjektive Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr.

Aufgehende Autotüren oder zu knappes Überholen sind nach Meinung von Radfahrer*innen vor allem in Straßen besonders gefährlich, in deren Mitte Straßenbahnen fahren. Für die Untersuchung wurden daher stark frequentierte Strecken entlang der Gumpendorfer, Alser und Nußdorfer Straße ausgewählt, um die positive Wirkung von Fahrrad-Piktogrammen mit Richtungspfeilen nachzuweisen.


Piktogramme erhöhen subjektives Sicherheitsgefühl

Die Untersuchung konnte nachweisen, dass Fahrrad-Piktogramme und Richtungspfeile die Interaktion von Radverkehr und motorisiertem Verkehr verbessern. Der seitliche Sicherheitsabstand der Autos beim Überholen vergrößerte sich deutlich. Die Überholvorgänge nahmen um ein Drittel ab.

Der größere Sicherheitsabstand beim Überholen bewirkt, dass sich die Radfahrer*innen sicherer fühlen. Auch der seitliche Sicherheitsabstand zum Fahrbandrand beziehungsweise zum parkenden Fahrzeug ändert sich zugunsten des Radverkehrs. Alles das erhöht die Verkehrssicherheit.

Seitlicher Sicherheitsabstand als wesentlicher Faktor

Die in Wien probeweise aufgebrachten Markierungen erzielen die gleiche Wirkung wie sogenannte "Sharrows". Diese Bodenmarkierungen setzen sich aus einem Fahrrad-Piktogramm und richtungsweisenden Pfeilspitzen zusammen. Sharrows werden auf Straßen markiert, in denen die Errichtung einer qualitativ ausreichenden Radverkehrsanlage nicht möglich ist. Sie bewirken eine erhebliche Komfort- und Sicherheitsverbesserung für den Rad- und Autoverkehr.

Das Modell der in einem größeren Abstand vom Fahrbahnrand oder parkenden Autos angebrachten Fahrrad-Piktogramme hat sich bewährt. Das ist in Wien auch an anderen Stellen zum Einsatz gelangt. Da auch beim Radfahren gegen die Einbahn der seitliche Sicherheitsabstand ein wesentlicher Faktor ist, ist dies seither auch Standard.

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