Geschichte der öffentlichen Uhren in Wien

Kirchturm mit Uhr

Kirchturmuhr auf der Pfarrkirche Sankt Nikolaus

  • Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt in Wien der Trend zu öffentlichen Uhren. Vorerst werden nur ausgewählte Kirchenuhren von der Gemeinde betreut.
  • 1885: Probeaufstellung einer öffentlichen Ständeruhr auf dem Wiener Naschmarkt im 6. Bezirk; erste Genehmigung eines Versuchs zur Funkfernsteuerung
  • 1905: Erst öffentliche Uhr in Wien (an der Ecke Ringstraße/Kärntner Straße im 1. Bezirk)
  • 1916: Einführung der ersten Sommerzeit
  • In den 1920er-Jahren macht die Technik große Fortschritte: Tonnenschwere Räderwerke werden durch kleine, leichte Schwingankerwerke ersetzt.
  • Ab 1948 müssen Wiens öffentliche Uhren nicht mehr händisch aufgezogen werden. Sie werden über die Meldeleitung der Feuerwehr erstmals zentral gesteuert.
  • 1971: Inbetriebnahme der ersten funkgesteuerten Würfeluhr in Wien (am Heumarkt im 3. Bezirk)
  • 1980: Erstmalige Umstellung der öffentlichen Uhren auf Sommerzeit nach dem Krieg
  • Der DCF77-Zeitzeichensender aus Mainflingen in Deutschland ersetzt in den 1980er-Jahren nach und nach den magistratseigenen Uhrenfunk. 1987 wird am Standort Am Hof im 1. Bezirk die erste per DCF77-Signal gesteuerte Uhr in Betrieb genommen.
  • 1999: Errichtung des Uhren-Kunstwerkes in der Baumgasse im 3. Bezirk
  • Im 21. Jahrhundert wird die Funk-Technik zur Uhrensteuerung schrittweise durch den Einsatz von GPS-Empfangsantennen abgelöst. 2002 werden die ersten serienreifen GPS-Empfangsantennen eingesetzt.
  • 2008: Komplett-Erneuerung aller 75 Würfeluhren
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