Kunstprojekte an Objekten der MA 29

Brücken und Stiegen verbinden nicht nur zwei Orte miteinander. Sie sind selbst oft architektonische Kunstwerke. Weltbekannt wurde etwa die Strudelhofstiege durch Heimito von Doderers Roman. Zudem bieten sie Raum, um Kunst und Alltag zu verbinden. Zusammen mit KÖR setzt die Abteilung Wiener Brückenbau und Grundbau (MA 29) solche öffentlichen Kunstprojekte um.

Kunstprojekte

Unterführung Löwengasse

Eingang zur Unterführung mit dem Schriftzug "auftauchen"

Bei der Unterführung Löwengasse wurde die Unterführung durch die Künstlerin Julie Hayward neu gestaltet. Die Passage Löwengasse verbindet zwei "Welten": einerseits die Stadt, andererseits den Donaukanal mit Wasser und Bäumen, ein Stück Natur.

Im Kunstprojekt setzt Julie Hayward die Unterführung in einen neuen Kontext. Für gewöhnlich wird "abgetaucht", wenn eine Unterführung genutzt wird. In der Löwengasse-Passage signalisiert hingegen ein über dem kanalseitigen Eingang angebrachter Hinweis, dass es nach dem Einstieg bald aufwärts gehen wird: "auftauchen" steht hier in handschriftlichen weißen Lettern groß geschrieben. Zugleich taucht man, vom Fluss-Niveau her kommend, auf in das etwas höher gelegene Häusermeer.

Dabei wird es zwischenzeitlich nicht dunkel. Zwei Leuchtstreifen geleiten die Passanten durch die Passage. Die Leuchtstreifen reflektieren zudem das kräftige Türkis, in das Wände wie Decke der Passage getaucht sind.

Personen nutzen die Unterführung

Von der Stadt kommend wird Richtung Fluss abgetaucht. Dieser Eindruck wird mit Bildsprachlich unterstützt. Vom stadtseitigen Abgang aus bietet sich den Passanten der Blick auf ein "Aquarium". Bei näherem Hinschauen kann dieses als ein im Inneren des Durchgangs angebrachtes großformatiges Leuchtbild erkannt werden. Die schemenhafte Darstellung soll Passantinnen und Passanten zum Beobachten und Rätseln bringen.


Margaritensteg - Ernst-Arnold-Park

Bemalte Wand neben einem Radweg

Das Kunstprojekt beim Margaritensteg wird durch die Künstlerin Hannah Stippl durchgeführt. Das Werk wird dabei ständig in Veränderung sein.

Bisher nutzte nur die Sprayer- und Graffitiszene diese Wände. Diese findet nun in Stippls Wandmalereien eine künstlerische Vorgabe, die Übermalungen geradezu herausfordert. In den kommenden vier Jahren wird Stippl die Wände immer wieder neu interpretieren. Zusammen mit den anonymen Personden der Sprayer- und Graffitiszene findet so ein ästhetischer Dialog statt.

Das Projekt ging als Siegerprojekt eines Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung der Stützmauern entlang des Ernst-Arnold-Parks hervor. Sie macht den Durchgangsort auf diese Weise zum Modell eines veränderlichen Kunstwerks.

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