Instandsetzung der Friedensbrücke - 2009 bis 2011
Die Friedensbrücke als wichtige Verkehrsverbindung zwischen dem Alsergrund und der Brigittenau ist nach zwei Jahren Bauzeit von Grund auf neu gestaltet worden. Die Brückenverbindung im innerstädtischen Bereich wurde für Auto-, Rad- und Fußverkehr uneingeschränkt freigegeben.
Der letzte größere Umbau fand von 1969 bis 1971 statt. Nach über 40 Jahren wurde ein technisch und architektonisch mutiger Umbau an dem Tragwerk vollzogen. Infolge des schlechten Bauzustandes, speziell der Fahrbahnübergänge und der Gehwegkonstruktion, wurde eine Gesamtinstandsetzung notwendig.
Die Arbeiten wurden in mehreren Abschnitten ausgeführt, wobei die durchgängige Überquerung per Fuß, Rad oder mit der Straßenbahn immer im Vordergrund stand. Einschränkungen gab es für den Autoverkehr, wobei die Sperre der Fahrbahn Richtung Brigittenau die einschneidenste Maßnahme darstellte.
Welche Arbeiten wurden durchgeführt?
Nach dem Umbau, der im Juli 2009 begann, präsentiert sich dieser neuralgische Verkehrsknoten in neuem Gewand. Auffällig ist die neue Geländerkonstruktion aus Glas, für das sich das Wiener Architekturbüro Treusch architecture verantwortlich zeichnet. Auf der Brücke befinden sich jetzt zudem beide Straßenbahn-Haltestelleninseln, um die Wege für das Umsteigen zwischen U4 und Straßenbahn kurz zu halten.
Um die wartenden Fahrgäste bei der neuen Haltestelleninsel der Straßenbahnlinien 5 und 33 auf die Brücke vor dem vorwiegend aus dem Norden kommenden Wind zu schützen, wurde die nördliche Glaswand höher gezogen. So soll die Windströmung abgelenkt und das Warten angenehmer gestaltet werden. Durch die Haltestelleninsel auf der Brücke soll der Umsteigekomfort von der Straßenbahn zur U-Bahnstation Friedensbrücke gesteigert werden.
Neben der Erneuerung des Fahrbahnbelags inklusive der Brückentragwerksabdichtung wurden die Gehsteige komplett erneuert. Alle Übergangskonstruktionen wurden ausgetauscht, ebenso die Sanierung der Brücken- und Abdichtungsentwässerung erledigt. Das Regenwasser wird zukünftig in das öffentliche Entwässerungssystem eingeleitet. Ebenso strahlt die Friedensbrücke nach der Instandsetzung der Effektbeleuchtung wieder in neuem Licht.
Fakten zu den Bauarbeiten
Wesentliche Bauprojekte
- Erneuerung des Fahrbahnbelags inklusive der Brückentragwerksabdichtung
- Renovierung der Gehwegkonstruktion: Ausbau der Stahlbeton-Gehwegbohlen und Neuherstellung durch eine Stahlplattenkonstruktion inklusive Abdichtung und Belag
- Erneuerung der Geländer: Ersatz der bestehenden Geländer durch eine Stahl-Glas-Konstruktion
- Instandsetzung der Übergangskonstruktion
- Sanierung der Brückenentwässerung und deren gesammelte Ableitung in das öffentliche Entwässerungssystem
- Ausbesserung des Korrosionsschutzes am Tragwerk
- Instandsetzung der Effektbeleuchtung
- Erneuerung des Tragwerks der Wiener Linien über der U4
- Verlegung der zweiten Straßenbahnhaltestelle von der Alserbachstraße auf die Friedensbrücke
Umbau in Zahlen
- Zu renovierende Brückenoberfläche: 3.000 Quadratmeter
- Korrosionsschutzsanierung: 15.000 Quadratmeter
- Neue begehbare Gitterroste: 1.700 Quadratmeter
- Neue Fahrbahnübergänge: 120 Meter
- Neue Geländerkonstruktion: auf beiden Seiten je 82 Meter
Kosten
Die Gesamtbaukosten betrugen rund 5,1 Millionen Euro.
Bildergalerie
Wiener Brückenbau und Grundbau (Magistratsabteilung 29)
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